Die Goldgrube füllt sich stetig: Milliardengewinne bei Biontech

Biontech-CEO Ugur Sahin mit Vizekanzler Olaf Scholz und RLP-MP Malu Dreyer (Foto:Imago/photothek)
Biontech-CEO Ugur Sahin mit Vizekanzler Olaf Scholz und RLP-MP Malu Dreyer (Foto:Imago/photothek)

Ka-Ching: Die Pandemie lohnt sich für das Mainzer Startup-Unternehmen Biontech (Adresse :“An der Goldgrube“) satt – und ein Ende der goldenen Zeiten ist nicht in Sicht: Alleine im ersten Quartal 2021 macht Biontech einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro. Es ist erst der Anfang einer beispiellosen Erfolgssträhne, von der Big Pharma insgesamt profitiert. Firmen wie Biontech repräsentieren den Kehrwert der wirtschaftlichen Katastrophe, die zeitgleich hunderttausende Firmen die Existenz kostet.

Denn derselbe Staat, der ihnen durch die Pandemie beispiellosen Gewinne beschert, hat nicht nur auf Kosten der Steuerzahler die Entwicklung der jetzt teuer vermarkteten Patente gefördert, sondern sorgt als exklusiver Zentralabnehmer für ein faktisches Nachfragemonopol – und stellt mit einer verbrecherischen Pandemiepsychose das „Geschäftsmodell Impfung“ auf Jahrzehnte hinaus sicher. Alleine der Kontrakt, den die EU-Kommission mit der Bestellung von 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 mit den Mainzern schloss, soll sich auf über 35 Milliarden Euro belaufen.

So wie zuvor schon Amazon sein Glück kaum fassen konnte, dass die Regierungen ihm Großteile der Marktanteile des zwangsstillgelegten Einzelhandels zuschanzten und seine Milliardengewinne steigerten, erleben nun die Impfhersteller einen Goldrausch der Superlative. Mehr als 450 Millionen Dosen Coronaimpfstoff konnte Biontech gemeinsam mit seinem US-Kooperationspartner Pfizer bislang ausliefern, berichtet der „Spiegel“ – was zu immensen Umsatzsteigerungen und alleine einer Verdreifachung des Gewinns in den ersten drei Monaten des Jahre zum vorangegangen letzten Quartal 2020 sorgte. Anders ausgedrückt: Die Rendite explodiert binnen weniger Wochen um 300 Prozent – und dieser Trend setzt sich fort.

Goldrausch ohne Ende dank der Spritze

Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 verbuchte Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro; Kunststück: Damals befand man sich noch mitten in der Entwicklungsphase, noch fielen hohe Forschungs- und Entwicklungskosten an. Die zu beträchtlichen Teilen durch Bundeszuschüsse gedeckt wurden – ohne dass die Bundesregierung dafür Mitbestimmungsrechte hinsichtlich der Patente forderte oder sich zumindest den Erstzugriff für die deutsche Bevölkerung sicherte; hätte sie Selbiges getan, so wäre Deutschland seit Monaten aus dem Lockdown draußen und könnte heute leicht da stehen, wo England und Israel sind. Es war der verantwortungs- und skrupellosen Sabotagepolitik Angela Merkels höchstpersönlich zu verdanken, dass daraus nichts wurde und die deutsche Impfkampagne zum peinlichen, dilettantischen Stückwerk unter fortgesetzter Verschleppung geriet.

Biontech verkaufte stattdessen munter und gewinnbringend an alle Regierungen der Welt, die rechtzeitig und genug boten – und fährt jetzt die Ernte ein, die ihm der deutsche Subventionsstaat erst ermöglichte. Das dürfte dem Hauptgesellschafter-Ehepaar sogar noch gelegener gekommen sein als die Elogen auf ihre Gastarbeiterkarrieren und das Schmücken mit dem Bundesverdienstkreuz. (DM)