Doktor Drosten informiert: Wer sich nicht impfen lässt, kriegt definitiv Corona

Professor Drosten hat wieder Visionen (Foto:Imago/ICON)
Professor Drosten hat wieder Visionen (Foto:Imago/ICON)

Inzwischen ist den Quacksalbern und Fürsprechern der Impfkampagne kein Argument mehr zu schal, um noch immer zögernde Impfmuffel zu motivieren, sich baldigst spritzen zu lassen: Jetzt „warnt“ Virologe Christian Drosten jeden davor, der sich „aktiv dagegen entscheidet, sich impfen zu lassen“: Er werde sich „unweigerlich infizieren“. Denn Corona werde sich festsetzen und sei bald endemisch; bis Jahresende 2022 rechnet Drosten mit einer bevölkerungsweiten Immunität gegen das Virus. Bis dahin freilich wird längst die nächste Pandemie zirkulieren.

Ob diese Immunität durch das Virus oder eine natürliche Infektion erreicht werde, sei sekundär, so Drosten laut „Bild“ in seinem aktuellen NDR-Podcast „Coronavirus-Update“, in dem er seit Beginn der Pandemie laut denkt und seine teilweise wirren und widersprüchlichen Gedankengänge unreflektiert, in Echtzeit, zum Besten gibt. Aus demselben Format stammen auch seine düsteren Prophezeiungen von 100.000 Infektionen pro Tag, die er vor einigen Monaten für die jetzige Jahreszeit befürchtete. Ein Schuss ins Blaue, der leider gründlich danebenging – so wie schon viele der Prognosen dieses einst für unfehlbar gehaltenen Gurus. Vor einem Jahr etwa warnte Drosten vor apokalyptischen Schockbildern über das Wüten von Covid in Afrika, wie man sie „nur aus Hollywood-Filmen“ kenne. Auch hier spielte die Realität leider nicht mit. Seinem Ansehen tat all das keinen Abbruch.

Im Moment registrieren aufmerksame Beobachter eigentlich eher das genaue Gegenteil von Drostens Prognose: Vor allem wer sich impfen lässt, scheint sich nämlich anzustecken – ob die Bewohner längst vollständig durchgeimpfter Pflegeeinrichtungen und Altersheime, ob medizinisches Personal, das bereits Anfang Januar beide Dosen erhalten hatte, oder sogar Prominente wie aktuell Bundesinnenminister Horst Seehofer. Hingegen haben sich – jedenfalls offiziell – bis heute rund 80 Millionen Deutsche nie mit Sars-CoV2 infiziert, und das trotz acht Monaten Pandemie ganz ohne jeden Impfstoff bzw., seit dessen Einführung Ende Dezember, einer lächerlich niedrigen Impfquote der deutschen Bevölkerung.

Nächster Schuss ins Blaue?

Wieso also ausgerechnet die Infektionswahrscheinlichkeit für Nichtgeimpfte nun plötzlich steigen sollte – und zwar (nichts anderes bedeutet neueste Drostens Prognose ja) auf 100 Prozent, wenn doch die Zahl derer immer größer wird, die geimpft sind und somit das Virus nicht mehr oder zumindest seltener weitergeben können: Diese Logik erschließt sich vermutlich nur Drosten und seinen erlauchten virologischen Brahmanen. Oder wollte uns der Charité-Professor hier auf seine Weise zu verstehen geben, dass Geimpfte umso ansteckender sind?

Dann nämlich, und nur dann, würde nämlich das Risiko einer Infektion für Nichtgeimpfte mit Fortschritt der Impfkampagne stetig steigen. Wenn dies aber so wäre: Wieso müssen sich dann eigentlich demnächst auch Kinder und Jugendliche, praktisch ohne jedes eigene Erkrankungsrisiko, impfen lassen? Damit sie das Virus kräftig weitergeben? Die einzige hier wirklich dringend klärungsbedürftige Frage ist doch die: Wer, bitteschön, soll diese Experten eigentlich noch ernst nehmen? (DM()