Oberpeinlich: Neubauers Antisemitismus-Bezichtigung gegen Maaßen

Luisa Neubauer stellt gern die falschen Fragen - Foto: Imago

Hans-Georg Maaßen sieht sich mit einem grotesken Vorwurf konfrontiert. Er soll Antisemit sein. Erhoben hatte diesen Vorwuf Luisa Neubauer, junge „Klimaschutzaktivistin“, ohne jeden Beleg für ihre Behauptung. Die Masche hat System. Wenn nichts anderes mehr hilft, zieht die politkorrekte Totalitaristennase zuverlässig wie das Amen in der Kirche ihr letztes Ass aus dem Ärmel: Den Antisemitismus-Vorwurf. Der Strich durch die Rechnung.

von Max Erdinger

Hans-Georg Maaßen, der geschasste, ehemalige Chef des Bundesamtes für den Verfassungsschutz, gilt als hochintegerer Mann. Zu integer, als daß er dem Merkelregime und seinem rotgrünen Pseudo-Oppositionsanhängsel nicht zwangsläufig im Wege gestanden hätte. Maaßen war Verfassungsschützer, der sich weigerte, einen Mißbrauch des Verfassungsschutzes als Altparteienschutz zuzulassen. Das Problem: Argumentativ ist Maaßen nicht zu widerlegen, erlegt werden muß er aber, denn als CDU-Mitglied wäre er dann, wenn er nach seiner Kür zum Bundestagskandidaten der CDU in Thüringen tatsächlich in den Bundestag einzieht, der unionsinterne Spaltpilz am Rednerpult, ein ärgerlicher Störenfried, der einem Großteil seiner Fraktionskollegen coram publico die Leviten läse und sie outen würde als das, was sie tatsächlich sind: Ausverkäufer noch des letzten Krümels Konservatismus, der doch eigentlich seine Heimat in der CDU haben sollte. Mit Hans-Georg Maaßen im Bundestag hätten es die CDU-Granden deutlich schwerer, die Tatsache zu verschleiern, daß sie längst keine konservativen Agendasetter mehr sind, sondern eine Ansammlung von Opportunisten, begierig darauf, sich ihren Anteil am Kuchen des rotgrünlichen Zeit(un)geistes zu sichern.

Medialer Annaleninismus

Seit Annalena Baerbock zur Bundescanceler:innenkandidierenden der „woken Cancel-Kulturellen“ bestimmt worden ist, nässen sich alle diejenigen vor Begeisterung und „Aufbruchstimmung“ ein, von denen seit Jahren bekannt ist, daß sie – mengenmäßig grotesk überproportional zur tatsächlich vorhandenen Grünpräferenz im Wahlvolk -, an den Schalthebeln der medialen Meinungsbildung sitzen, also in den Redaktionen von ARD und ZDF, in den Redaktionen von „Stern“, „Spiegel“, „Zeit“ und anderen zeit(un)geistig gleichgeschalteten Medienerzeugnissen. Weshalb es auch nicht verwundert, daß die Presseberichterstattung zur grünen Canceler:innenkandidierenden Baerbock, Annalena, aussieht wie grüner Wahlkampf, fast wie ein koordinierter Propagandafeldzug für die Errichtung eines grünen Reichs. Alle sind begierig darauf, die ahnungslose Frau Baerbock in ihre Sendungen zu bekommen, um dort dann – wichtig: „gemeinsam“ – mit der Kandidierenden betäubungsmittelartige Interviewsimulationen zu produzieren, die sie der Öffentlichkeit als „unabhängigen und kritischen Journalismus“ andrehen können. Wer die notorischen Konsumenten von z.B. ARD und ZDF diesbezüglich als „Narkotisierte“ bezeichnet, landet einen Volltreffer.

Vorschlag für ein neues ARD-Logo – Foto: Collage

Aber die Frau Bundescanceler:innenkandidierende kann nicht überall zugleich sein. Kein unüberwindliches Problem. Schließlich verfügen die zivilreligiösen „Zeugen der Wokeness“ über genügend andere Priester:innen auf der cancelkulturellen Ersatzbank. Eine davon heißt Luisa Neubauer und wurde als „Klimaaktivist : in“ bekannt. Sie galt als das deutsche Gesicht von „Fridays For Future“, als hübsches Gesicht obendrein, weswegen sie von der ARD wohl auch als „Rekrutierende“ begriffen worden sein muß, wie die untenstehende Grafik nahelegt.

Rekrutiert Neubauer „Schwänze für das Klima“? – Foto: Screenshot

Da stellt sich schon die Frage, wer die „Schwänze für das Klima“ daraufhin überprüft hat, ob sie ok sind oder nicht.

Jedenfalls war das woke Frollein Neubauer, Luisa, in der ARD-Sendung „Anne Will“ zu sehen. Das ist keine Überraschung, weil Anne schon längst klargemacht hat, was sie will. In der Sendung sollte das Frollein Neubauer den Widerpart zum ebenfalls eingeladenen Kanzlerkandidierenden einer in Umfragen völlig erlaschten CDU geben. Armin Laschet sollte also in die Zange genommen werden von Luisa Neubauer und Anne Will. Im Verlauf der Sendung kam dann auch Hans-Georg Maaßen zur Sprache – und den nannte das Frollein Neubauer bei der Gelegenheit einen Antisemiten, freilich, ohne irgendeinen Beleg für ihre Behauptung parat zu haben. Böses Foul! Das wurde auch sofort gepfiffen, und zwar von Schiedsrichtern, die über jeden Zweifel erhaben sind. Die „Welt„: „Der Antisemitismusbeauftragte der Regierung fordert Belege. Die Jüdischen Gemeinden in NRW sind erbost.“ – So.  Jetzt hat das Frollein Neubauer ein Problem. Wenn es keine sachlich zutreffenden Belege bringen kann, dann befindet es sich schon seiner Herkunft wegen in einer brenzligen Situation und könnte vom Spielplatz gestellt werden.

Die Familie Reemtsma

Eine weitere, nicht ganz so bekannte Klimaaktivist:in an der Schulschwänzefront ist nämlich Carla Reemtsma, eine Cousine von Luisa Neubauer. Die Reemtsmas sind mit ihrem Tabaksimperium stinkreiche Leute geworden, mindestens Multimillionäre, weswegen auch das Frollein Neubauer keinesfalls darben muß, wie ihre gutgelaunten Fotogrüße aus sämtlichen Urlaubs- und anderen Orten unserer vom Klimawandel ach-so-getabaksbeutelten Welt nahelegen. Auf Schusters Rappen wird sie da wohl kaum hingetippelt sein, und einen Drahtesel wird sie ebenfalls kaum geritten haben, um von hinnen nach dannen zu kommen. Die schwedische Klimagretl hatte sich wenigstens noch einer aus kostbaren Kunststoffen energieaufwendig produzierten Hochsee-Renn-Segelyacht bedient, um recht imageförderlich über den Atlantik zu kommen. Weil sie, was viele Weltklimaselige arg enttäuschte, nicht übers Wasser laufen konnte. Sonst hätte sie das nämlich ganz bestimmt getan und sich dabei aus hunderten über ihr kreisenden, irrsinnig viel Sprit fressenden Helikoptern filmen lassen.

Ein schlimmer Verdacht steht im Raum: Das Frollein Luisa könnte durch die häufige Benutzung des klimateuflischen Strahlenflugzeugs hemmungslos ihrer unbändigen Reiselust gefrönt haben und sich zu allem Überfluß auch noch gutgelaunt selbst fotografiert haben dabei. Ganz so, als wolle sie ihren eigenen Klimaschutzaktivismus ad absurdum führen. In den sozialen Netzwerken hat sie deshalb bereits den Kosenamen „Langstreckenluisa“ erhalten. Ihr Antisemitismus-Foul an Hans-Georg Maaßen könnte also der Regelverstoß einer jungen Frau aus reichem Hause gewesen sein, die schon vorher ein Glaubwürdigkeitsproblem hatte. Daß sie dennoch Gelegenheit bekommen hat, in der ARD bei Anne Will gegen Armin Laschet und Hans-Georg Maaßen vom Leder zu ziehen, könnte ohne weiteres dem Umstand geschuldet sein, daß die medialen Grünpropagandisten der öffentlich-rechtlichen Sendungsbewußtseins-Anstalt damit kalkulierten, der gewöhnliche Narkotisierte würde wohl kaum wissen, worum es sich beim Frollein Neubauer handelt.

Sollte Luisa Neubauer vom Vermögen der Reemtsmas in irgendeiner Weise profitieren, was sehr wahrscheinlich ist, dann hätte sie den Antisemitismusvorwurf gegen Hans-Georg Maaßen wohl besser bleiben lassen. Die Familie Reemtsma kooperierte nämlich im Dritten Reich eng mit den Nazis. In einem „SPIEGEL„-Artikel aus dem Jahr 2011 hieß es: „Als die Nazis im Zweiten Weltkrieg die Krim unterjochten, waren deutsche Unternehmen schnell vor Ort. Vor allem Reemtsma wurde zum Nutznießer der Ausbeutung. Der Konzern ließ Zehntausende Zwangsarbeiter für sich schuften und maximierte seinen Profit – dank bester Verbindungen in die Wehrmacht. ( … ) Die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer wurde nach ihrer Eroberung durch die Wehrmacht Ende 1941 zum wichtigen Revier für Reemtsma: Mehr als 28.000 Arbeiter, darunter viele Kinder, schufteten dort im Dienste der deutschen Tabakwirtschaft. Das Gros der Ernte bekam Reemtsma. ( … ) Philipp Reemtsma, der mittlere der drei Brüder und Lenker des Familienkonzerns, galt damals als einer der reichsten Europäer. Bereits 1938 hatte das Unternehmen die Umsatzmilliarde geknackt und beherrschte die deutsche Zigarettenindustrie. ( … ) Hermann Göring stand ebenso auf ihrer Gehaltsliste wie der Gauleiter für Ostpreußen, Erich Koch.

Zwar kann natürlich die reiselustige „Langstreckenluisa“ nichts für ihre Verwandtschaft, aber wenn man schon vom Reichtum einer solchen Verwandtschaft profitiert, dann sollte man sich vielleicht etwas zurückhalten mit unbelegbaren Antisemitismus-Bezichtigungen Dritten gegenüber. Immerhin gibt es Parallelen zwischen dem E-Auto-Hype der Klimabesessen:innen von heute und den Zigarettenverkäufern von damals. So, wie 1941 auf der Krim „mehr als 28.000 Arbeiter, darunter viele Kinder“ für den Reichtum der Familie Reemtsma schufteten, schuften heute Kinder in Sambia und der Demokratischen Republik Kongo für das Kobalt in den Lithium-Ionen-Akkus von E-Autos. Ihre Lebenserwartung liegt bei etwa dreißig Jahren. Daran ändert auch das extrem woke „Lieferkettengesetz“ nichts. Und dann taugen diese E-Autos noch nicht einmal zur „Rettung des Weltklimas“, sondern sind eher kontraproduktiv. Außerdem ist ihre Reichweite derartig bescheiden, daß „Langstreckenluisa“ mit einem E-Auto niemals an jene Orte auf der Welt gelangen würde, an denen sie sich gern gutgelaunt selbst fotografiert, um die Klimaschutzfreudigkeit jugendlicher „Schwänze fürs Klima“ steil ansteigen zu lassen.

So stellt sich also die Frage, ob es sich bei dem 1996 geborenen Frollein Neubauer um die typische Vertreterin einer „woken“ Generation von „Bessermenschen“ handelt, die zwar den ganzen Tag online ist, dabei unablässig Strom verbraucht, und bei der sich auch die jugendlichen „Schwänze fürs Klima“ in Muttis SUV zur FFF-Demo auf jenen Platz fahren lassen, den sie hernach hinterlassen wie eine Müllhalde. Recht eigentlich stellt sich die Frage, ob das Frollein Neubauer vielleicht sogar dieser neue Bessermensch im Quadrat ist. Außerdem muß man sich fragen, ob man die narkotisierten Konsumenten der Will-Show bei der ARD – außer für eingeschlafen – auch noch für blöd hält, um ihnen das Frollein Neubauer zu allem Überfluß noch als „Gewissen der Nation“ anzudienen. Gipfel der Impertinenz:  Ausgerechnet dieses Persönchen kommt dann mit dem „Antisemitismus“ daher. Es ist alles überhaupt nicht mehr zu fassen, so verlogen und bescheuert ist es.

Man kann nur hoffen, daß sich Hans-Georg Maaßen solches nicht bieten läßt und gegen seine mutmaßliche Verleumdung durch das Frollein Neubauer klagt. Meinereiner, oberster Philosemit bei jouwatch, würde über den Ausgang einer solchen Klage in der gewohnt zurückhaltenden, überaus neutralen Art und Weise höchst informativ berichten. Zur Stunde ist Israel übrigens wieder antisemitischen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen ausgesetzt. Ob man wohl das Frollein Neubauer einmal fragen sollte, was es davon hält? – Lieber nicht.  Hawedieehre und Shalom!