„Wellenbrecherin“ Merkel brüstet sich mit erfundenen Erfolgen

Maskenmerkel streckt Zunge raus; Foto: © jouwatch
Maskenmerkel streckt Zunge raus; Foto: © jouwatch

Welch eine Farce: Obwohl inzwischen gut belegt ist, dass die dritte Welle bereits rückläufig war, bevor Merkel die „Bundesnotbremse“ von ihren hörigen Parlamentsfraktionen abnicken ließ, prahlt Merkel im Plural Majestatis damit, „wir“ hätten die Trendwende geschafft und mit den Maßnahmen sinkende Corona-Inzidenzwerte herbeigeführt. Dass die „dritte Welle“ trotz und nicht wegen Merkels einfallsloser Politik abklingt, ist den regierungstreuen Medien natürlich nicht zu entnehmen.

Nachdem die Auguren des Katastrophe – von RKI-Cheftierarzt Lothar Wieler über Melanie „ZeroCovid“ Brinkmann bis hin Corona-Psycho Karl Lauterbach – ein weiteren Mal gründlich bis auf die Knochen mit grundfalschen Prognosen blamiert sind (was ihrer Reputation in diesem Land absehbar auch weiterhin keinen Abbruch tun dürfte) und statt „7-Tages-Inzidenzen von 2.000“, „100.000 Neuinfektionen täglich“ bis „Bergamo-ähnlichen Zuständen in den Kliniken“ wie üblich nichts zu sehen war, verkünden nun die Panikmacher von gestern, die aktuelle Welle habe „offenkundig ihren Höhepunkt überschritten“ – und sagen „einen guten Sommer“ voraus.

Die positivistische Selbstgerechtigkeit, die sich in der Propanda nun in Lobeshymnen auf die erfolgreiche Politik verfestigt, obwohl es keinen einzigen schlüssigen Beleg für die Wirksamkeit vor allem der Ausgangssperre gibt, birgt eine große Gefahr: Sie könnte die Regierung ermutigen, auch in Zukunft Lockdowns oder beliebige Grundrechtseinschränkungen zu beschließen – unter Verweis auf den gegenwärtigen Scheinerfolg.

Scheinkorrelationen in die Köpfe gehämmert

Wenn sich das in Wahrheit grundverkehrte Bild, die „Bundesnotbremse“ habe gewirkt, tatsächlich verfestigt, schreibt „Tichy’s Einblick“ (TE), dann ist „der nächste Lockdown im Herbst schon programmiert“ – wegen einer neuen Mutante oder wegen eines neuen Virus. „Denn“, so das Magazin, „Opferzahlen in der Größenordnung einer Corona-Welle sind auch in herkömmlichen Grippe-Saisonen möglich – immerhin herrschte während fast des gesamten Zeitraums der dritten Welle in Deutschland Untersterblichkeit, weil die Grippe-Saison ausfiel.

Auch beim „harten Lockdown im Dezember“ (der dem „kurzen Wellenbrecherlockdown“ nachfolgte) waren die Maßnahmen zu einem Zeitpunkt verhängt worden, an dem die Infektionskurve bereits ihren Scheitelpunkt überschritten hatte. Und nach wie vor fabulieren Verteidiger der deutschen Corona-Politik vom längst widerlegten „Präventions-Paradoxon“: Dass wir überhaupt so glimpflich durch die Pandemie kamen, sei Folge der Maßnahmen gewesen. Diese These war vor einem Jahr, nach dem ersten Lockdown, schon so falsch wie jetzt im zweiten, der heute auf den Tag genau 193 Tage lang läuft. (DM)