Cleverer Schachzug: Astrazeneca wird knapp

Foto: Corona-Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Corona-Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Sag noch einer, die Deutschen wären nicht abenteuerlustig und risikofreudig. Dermaßen angefixt durch Politik und Medien, hungrig auf ein normales Leben, schieben immer mehr Bürger die Vorsicht beiseite und fordern ihr Schicksal heraus:

Seitdem die Priorisierung bei Astrazeneca in den Arztpraxen aufgehoben wurde, erleben Haus- und Fachärzte einen Ansturm von Patienten. „Der Impfstoff von Astrazeneca wird so stark nachgefragt, dass die bereitgestellten Mengen nicht mehr ausreichen“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Teilweise hat der Großhandel die Bestellungen, die die Ärzte über die Apotheken eingereicht haben, um 80 Prozent reduzieren müssen. Viele Ärzte sind sehr verärgert, denn bereits bestehende Impftermine müssen nun storniert werden.“ Zuvor hatte manche Kassenärztliche Vereinigung ihren Mitgliedern schon gesagt, dass es keine Begrenzung der Bestellmenge für Astrazeneca gebe – und die hatten entsprechend Termine mit Patienten vereinbart. Zur erhöhten Nachfrage trägt auch bei, dass die zweite Dosis nun in einer Frist von bis zu lediglich vier Wochen gegeben werden kann.

„Die Verkürzung der Impfabstände auf vier Wochen macht den Impfstoff für junge Menschen attraktiv. Sie wollen bei den anstehenden Lockerungen durch einen kompletten Impfschutz gut vorbereitet sein“, sagte Preis. Er betonte aber auch: „Medizinisch gesehen wäre es besser, sich erst nach zwölf Wochen die Zweitimpfung geben zu lassen.“

Zugleich sinken die Lieferungen: In dieser Woche sind den Arztpraxen bundesweit 862.430 Dosen von Astrazeneca geliefert worden, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. In der nächsten Woche (KW 20) sollen es nur noch 843.250 Dosen werden. Wie es weitergeht, ist offen.

„Die Lieferungen von Astrazeneca sind auch uns nicht über einen längeren Zeitraum bekannt“, sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Zeitung.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie auf keinen Fall Ihren Arzt oder Apotheker, denn die verdienen im Corona-Theater fleißig mit. Die Folgen müssen Sie schon ganz alleine tragen. (Mit Material von dts)