Rechtzeitig zum Sommer: Lauterbach „träumt“ von vierter Welle im Herbst

Karl Lauterbach (Foto:Imago/photothek)
Karl Lauterbach (Foto:Imago/photothek)

Berlin – Was wäre Corona ohne diese „Trompete der Hölle“. Wohl nur eine schwere Grippe, sonst nichts:

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich angesichts sinkender Infektionszahlen zwar optimistisch zu Lockerungen im Sommer gezeigt, zugleich aber strenge Tests an Flughäfen zur Eindämmung von Corona-Varianten gefordert. „Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“.

„Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen.“ Mit Blick auf Fernreisen sagte er: „Zwar scheinen unsere Impfungen und Antikörper der Genesenen ausreichend gut gegen Varianten wie die aus Indien zu helfen. Trotzdem sollten solche Mutationen bei uns nicht Fuß fassen“, sagte Lauterbach.

„Schließlich werden mindestens rund 20 Prozent der Bevölkerung auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. Wir brauchen deswegen schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliegt für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kommen“, sagte Lauterbach. „Und klar ist auch: Sollten im Sommer und Herbst die Restaurants ihre Innenräume wieder öffnen dürfen, werden sich dort die ungeimpften Menschen unweigerlich anstecken. Daher braucht es noch für eine sehr lange Dauer digitale Unterstützung durch die Corona-Warn-App oder die Luca-App, um die Infektionsketten nachzuverfolgen“, sagte Lauterbach.

Wovon träumt Lauterbach wirklich? Dass den Gesunden ein ganz normaler Sommer gewährt wird? Die Vierte Welle ist doch schon längst vorprogrammiert, schließlich werden bis Oktober garantiert nicht ALLE Bürger durchgeimpft worden sein, liegt noch viel zu viel Impfstoff auf Halde. Und bis der Stoff komplett und vor allen Dingen regelmäßig verteilt ist, wird keiner aus der Coronahölle fliehen können. (Mit Material von dts)