Warum die FDP nicht die Lösung, sondern Teil des Problem sein wird

Foto: Christian Lindner (über dts Nachrichtenagentur)

Einige Schlafschafe glauben ja tatsächlich noch daran, dass die FDP den Linksstaat, den rotgrün „vergiften“ Bundestag von rechts aufmischen würde und überlegen sich ernsthaft, ihr Kreuz im September bei den Liberalen zu machen.

Aber Vorsicht. Die FDP besteht nicht nur aus Kubicki, sondern hat den wohl größten Wendehals in der Geschichte der Bundesrepublik, Christian Lindner, an der Spitze:

Sie wollen ein Beleg für diese Behauptung? Bitteschön:

FDP-Parteichef und -Spitzenkandidat Christian Lindner hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angeboten, ihm zu einer zweiten Amtszeit zu verhelfen. „Die FDP würde ihn unterstützen“, sagte er am Mittwoch dem „Spiegel“. Die Voraussetzung sei aber, dass sich Steinmeier zu einer zweiten Amtszeit bereit erkläre.

Die Wahl des Staatsoberhaupts durch die Bundesversammlung ist für Februar 2022 vorgesehen. Bei der Bundestagswahl im September will Lindner mit der FDP vor der AfD liegen. „Die Partei der Liberalität sollte vor der Partei des Ressentiments liegen“, sagte Lindner.

2017 hatte die FDP 10,7 Prozent erzielt, die AfD hingegen wurde mit 12,6 stärkste Oppositionskraft im Bundestag. Zu möglichen Koalitionen mit SPD, Grünen und der Union sagte der Liberale: Die FDP sei „eigenständig und offen“. Man schaue sich politisch-inhaltlich an, was passt und was für das Land die beste Konstellation wäre.

Erneut schloss er Steuererhöhungen aus. „In einem Hochsteuerland wie Deutschland wäre es töricht, die Belastung noch zu erhöhen“, sagte er mit Blick auf Steuerpläne bei SPD und Grünen. Auf die Frage, ob er im Falle gescheiterter Koalitionsverhandlungen wieder vier Jahre in die Opposition gehen wolle, sagte Lindner: „Das ist eine hypothetische Frage, weil ich den Eindruck habe, dass alle Beteiligten großes Interesse haben – wenn sie die FDP brauchen -, auch mit der FDP eine Mehrheit zu bilden.“

Er sehe bei sich „keinen Ansatz von Politikmüdigkeit“. Im Gegenteil. Er habe „unverändert das Gefühl, dass ich gerade erst anfange“.

Und genau das ist das Problem. Ohne Lindner wäre die FDP schon viel weiter und nicht nur nach links offen. Hoffen wir, dass sich bis September die noch unschlüssigen Wähler das noch einmal genau überlegen. Die FDP war, ist und bleibt ein Mehrheitsbeschaffer und eine seichte Oppositionspartei.

Sie bleibt völlig überflüssig. (Mit Material von dts)