Maaßen Reloaded: „Es gab keine Hetzjagd in Chemnitz“

Hans-Georg Maaßen (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)
Hans-Georg Maaßen (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)

Hans-Georg Maaßen, wegen seiner „Chemnitz-Aussage“ von Merkel von seinem Posten als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz entfernt, wiederholt in einem NZZ-Streitgespräch mit FDP-Politiker Kuhle: „Es gab keine Hetzjagd in Chemnitz. Wer das Gegenteil behauptet, sagt die Unwahrheit“. Ein  Posting von Journalistenwatch, das er ehemals geteilt hatte, hat er natürlich bereits wieder gelöscht.

Hans-Georg Maaßen (CDU), nach seiner Kritik an Merkels wahnwitziger Grenzöffnung 2015 verbunden mit der Einladung an die muslimische Welt, zu Hundert tausenden nach Deutschland zu migrieren, stand der damalige Verfassungsschutzchef bereits auf der Abschussliste. Nach seiner Aussage zu den Vorkommnissen im September 2018 in Chemnitz, es habe nach den Protesten rund um die Ermordung von Danile H. durch syrische „Flüchtlinge“ auf Migranten keine „Hetzjagden“ und  „Zusammenrottungen“ gegeben, wurde er in einer beispiellosen Säuberungsaktion durch Merkel nach sechs Jahren aus dem Amt entfernt und in den Ruhestand versetzt.

Maaßen, der CDU-Politiker tritt in Südthüringen als Direktkandidat für den Bundestag an, wiederholte nun in einem Streitgespräch mit dem FDP-Innenexperten Konstantin Kuhle in der „Neuen Zürcher Zeitung“ seine Aussagen: „Es hatte nichts zu tun mit einer Hetzjagd. (…) Es gab keine Hetzjagd in Chemnitz. Wer das Gegenteil behauptet, sagt die Unwahrheit“, so der 58-jährige Maaßen hinter der NZZ-Bezahlschranke. In Bezug auf die angeblich stattgefundenen „Hetzjagden“ von Chemnitz forderte er von Kuhle eine Quellenkritik. „Haben Sie denn einen Beleg dafür, dass das Antifa-Video richtig war? Hat dieses Video eine Hetzjagd dargestellt? Wir kennen doch mittlerweile die Urheber. Das Video wurde über eine Whatsapp-Gruppe geteilt; es stammte von einem Ehepaar, bei dem die Frau den Mann – „Hase, bleib hier“ – gefilmt hatte“, so Maaßen. Verbreitet wurde das Video von dem linksextremen Twitterkanal „Antifa Zeckenbiss“.

Der FDP-Funktionär Kuhle warf Maaßen vor, er habe „Inhalte rechter Absender im Netz zu verbreiten. Als „Kronzeugin“ benannte Kuhle hierbei die linksradikale FFF-Aktivistin Luisa Neubauer. Neubauer, Mitglied bei den Grünen, hatte im öffentlich-rechtlichen Format bei „Anne Will“ behauptet, „Maaßen verbreitet durch das Teilen rechter Blogs antisemitische Inhalte“. Einen Beleg dafür lieferte sie nicht.

Der „Liberale“ warf Maaßen, nachdem dieser von ihm in Bezug auf Chemnitz nach belastbaren Quellen gefragt hatte, in diesem Zusammenhang vor, hier mit „zweierlei Maß zu messen“ und „offenbar linksextreme Inhalte kritischer als rechtsextreme Inhalte zu bewerten“. Er begreife nicht, so der FDP-Mann, weshalb Maaßen bei einem Video aus dem Umfeld der Antifa auf einer solchen Kritik bestehe, aber wenn es um Inhalte eines „rechtsextremen Blogs wie ,Journalistenwatch‘ geht, teilen Sie diesen einfach auf Twitter. Das passt nicht zusammen“.

Anstatt zu dem faktisch korrekten Post von Journalistenwatch zu stehen, das er geteilt hatte, springt Maaßen jedoch brav über das hingehaltene Stöcken. Es sei falsch, er würde nicht fortlaufend rechtsextreme oder rechtspopulistische Tweets verbreiten, habe aber Postings wieder gelöscht, nachdem er sich über die „Quelle im Klaren“ gewesen sei. Außerdem: „Ich bin, das muss ich einmal sagen, auch als Privatperson nicht verpflichtet, zu jedem Account, den ich retweete, eine Personenrecherche zu machen“, so Maaßen. Man merkt, dass Maaßen schon lange nicht mehr im Geschäft ist, sonst hätte er nicht solchen Blödsinn verzapft und dass Kuhle ein verkappter Linksextremist ist, weiß man eh schon.(SB)