Lauterbachs Logik: Je weniger Inzidenzen, desto länger die Maßnahmen

Karl Lauterbach (Foto:TropenVerlag/SPDPresse)

Während in der GroKo bzw. der Bundesregierung –  zumindest dem Vernehmen nach – die Fachpolitiker derzeit noch uneins darüber, ob die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Pandemie auf die Zeit nach Juni ausgedehnt werden soll (in Wahrheit dürfte es sich um bereits beschlossene Sache handeln), weiß SPD-Coronahysteriker Karl Lauterbach natürlich schon genau, was zu tun ist: Verlängerung natürlich, was auch sonst.

Die Inzidenzentwicklung scheint für Lauterbach dabei inzwischen überhaupt keine Rolle mehr zu spielen; er würde auch bei negativen Fallzahlen den ewigen Lockdown propagieren. Er hält es nicht nur für „richtig„, die bis zum 30. Juni geltende Notbremse zu verlängern – sondern auch für „notwendig“ – und zwar, so der „verrückte Professor“ – Als „Vorsichtsmaßnahme„, wie er laut „dts Nachrichtenagentur“ erläuterte. Man müsse vorbereitet sein, „falls die Zahlen wieder steigen„.

Damit ist der endgültige Beweis erbracht: die Panikfiktion und eine Grundunterstellung der jederzeitigen Gefahr sollen fortan unser Leben bestimmen. Es ist die Umsetzung der Handlungsdevise „aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen“ bzw. „alle müssen aufhören zu leben, weil einige wenige irgendwann sterben könnten“, und zeigt, wie die Wahrnehmung dieses Virus unser logisches, rationales Denken beeinflusst hat. Nicht bei Lauterbach, bei dem dieses ohnehin wahrscheinlich nie vorhanden war – sondern bei den Adressaten seiner täglichen Zumutungen, indem diesem unerträglichen Angsthetzer und Fürchtemacher weiterhin eine Plattform geboten wird, obwohl er für den Rest seines Lebens genug Schaden angerichtet haben dürfte.

Ewige Habacht-Stellung der Politik

Doch unbeirrt zieht der „Gesundheitsexperte“ seinen Stiefel durch: Man könnte ja schließlich „neue Ausbrüche oder Mutationen bekommen“, deshalb soll die Habacht-Stellung der Politik am besten auf alle Ewigkeit verlängert werden. Für die Bundesregierung eine vielversprechende Aussicht – schon wegen den bequemen, praktischen quasi-diktatorischen „Regierungserleichterungen“ dank der Ersatzverfassung Infektionsschutzgesetz.

Allerdings stößt Lauterbach inzwischen auch parteiintern auf Widerspruch: „Bei den jetzigen niedrigen Inzidenzen sehe ich keinen Grund, sie zu verlängern„, protestiert etwa der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Denn es deute „alles darauf hin, dass wir die Notbremse nicht noch einmal brauchen werden.“ Er gab zu bedenken, die Notbremse beinhalte „erhebliche Grundrechtseingriffe„.

Fechner erliegt hierbei allerdings einem Irrtum: Das weiterhin sture Starren auf Inzidenzen dürfte sehr wohl zu einem erneuten Anstieg der Kurven führen – entweder wenn die nun wieder durch die Decke gehenden Schnelltests für höhere Inzidenzen sorgen, oder spätestens wenn die saisonale Grippewelle im Herbst als „vierte Welle“ ausgewiesen wird. Die einzig wirklich angebrachte, überfällige Konsequenz wäre die sofortige Abschaffung des Testregimes und der Inzidenz-Willkür. (DM)