Pandemie spaltet die Gesellschaft ein weiteres Mal

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Unter der Regie von Angela Merkel wurde die Gesellschaft bereits schon mehrmals – erfolgreich – gespaltet. Das geschah bei der Energiewende, während der Migrationspolitik und den sogenannten Flüchtlingstürmen – und das wird jetzt mit Hilfe einer ansteckenden Grippe weitergeführt.

Die ohnehin schon zerrüttete deutsche Gesellschaft wird jetzt noch mal in Geimpfte und Umgeimpfte, in negativ und positiv Getestete und Kranke und Gesunde gespalten.

Jetzt wird durch die pharmageile Impfpolitik noch eine weitere Spaltaxt durch die Gesellschaft getrieben:

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einem Generationenkonflikt bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen gewarnt. „Es ist mir ganz wichtig, dass in der Frage der Impfungen die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Gerade jetzt – in der Endphase der Pandemie – sollten wir alles daran setzen, uns nicht auseinanderdividieren zu lassen und weiter als Gesellschaft zusammenzuhalten.“

Für gesunde Kinder und Jugendliche bestehe nur ein geringes Risiko, schwer an Corona zu erkranken, glaubt und behauptet Lambrecht so einfach. „Anders ist es bei Älteren, die bei weitem noch nicht alle geimpft werden konnten.“ Auch dies müsse bei der Frage der Impfstoffverteilung berücksichtigt werden.

Sie bedauere, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) „hier unrealistische Erwartungen geweckt hat“. Lambrecht stellte sich hinter die Entscheidung, die Impfung vom 7. Juni an für alle freizugeben – auch für Kinder ab 12 Jahren. Ärzte könnten dann am besten beurteilen, für wen eine Impfung am dringlichsten sei.

„Das gilt selbstverständlich auch für Kinder und Jugendliche, wenn sie besondere gesundheitliche Risiken haben“, sagte die Ministerin.

Wir sind gespannt, ob Frau Lambrecht die Verantwortung übernimmt und für die Schäden bei Kindern und Jugendlichen persönlich aufkommt, sollte sich in einigen Jahren herausstellen, dass die Impfstoffe doch schwerwiegende Nebenwirkungen und Folgeschäden verursachen.

Hier weitere Meldungen aus der Coronahölle:

VBE: Streit über Impfung von Jugendlichen aus Schulen heraushalten

Die Lehrergewerkschaft VBE hat davor gewarnt, die Impfaktion für Jugendliche in die Schulen hineinzutragen. Das provoziere, „dass Schulleitung und Lehrkräfte noch mehr Aggressionen aushalten müssen“, sagte VBE-Chef Udo Beckmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Die Aufklärung beim Impfen könne keine Aufgabe sein, die von Schulen geleistet werden muss, „nicht zuletzt, weil dann das Aggressionspotenzial von Menschen, die sich gegen Coronaschutzmaßnahmen und Impfungen aussprechen, weiter steigt“.

Außerdem hob Beckmann hervor, dass „noch längst nicht alle Lehrkräfte erstmals, geschweige denn zwei Mal geimpft“ seien. Kritisch äußerte sich auch der Bundeselternrat. „Die Eltern stehen der Impfung jüngerer Kinder noch skeptisch gegenüber“, sagte Vorstandsmitglied Ines Weber den Funke-Zeitungen.

Sie warnte vor voreiligen Entscheidungen. „Impfung ja, jedoch nicht sofort“, sagte Weber. Die Impfbereitschaft sei vorhanden, „jedoch wünschen die Eltern ausreichende Studien“.

Weber bat um Verständnis: „Es ist eine Entscheidung, wo mögliche Spätfolgen noch nicht bekannt sind.“

Scheuer will Einreisen von Geimpften aus Nicht-EU-Staaten erlauben

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dringt darauf, Einreisen für geimpfte Personen aus Nicht-EU-Staaten grundsätzlich zu erlauben. „Wir brauchen Reisefreiheit für Geimpfte – und zwar schnellstmöglich“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Er denke da eher an Tage als an Wochen.

„Sicher ist das Ziel ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene, aber das darf nicht zu lange dauern.“ Am Montag wird sich der Krisenreaktionsmechanismus der EU mit der Einreise aus Drittstaaten befassen. Zurzeit sind Einreisen nur als solchen Drittstaaten erlaubt, die auf einer Positivliste stehen.

Dazu zählen Australien, Israel, Neuseeland, Singapur, Südkorea, Thailand, China, Hongkong und Macau. Seit 22. Mai steht es den EU-Mitgliedsstaaten frei, Einreisen auf der Basis von Impfnachweisen zu ermöglichen. In Deutschland ist allerdings noch nicht geklärt, wie mit dieser Frage umgegangen wird.

Strittig ist unter anderem, welche Impfstoffe ab welchem Zeitpunkt anerkannt werden – und welche Rechte damit verbunden sind. „Deutschland ist Exportnation mit engen wirtschaftlichen Verflechtungen in alle Welt. Wir sind auf internationale Geschäftsreisen angewiesen“, so der Verkehrsminister.

Und natürlich wollten die Menschen auch wieder privat reisen, wenn sie geimpft sind. „Diese Freiheit müssen wir ihnen ermöglichen. Sie haben ein Recht darauf.“

Messeverband will verbindliche Öffnungsstrategie

Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA dringt auf klare Vorgaben durch die Bundesländer, wann Messen wieder möglich sein können. „Es fehlt an einer flächendeckenden Perspektive“, sagte AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Die Messewirtschaft brauche Planungssicherheit anhand konkreter Öffnungstermine.

„Es muss möglich sein, dass Genesene, Geimpfte und Getestete Messen besuchen können.“ Bei der bisherigen Orientierung an Inzidenzzahlen sei eine solche Planungssicherheit nicht gegeben. In anderen Ländern, vor allem in Asien, seien Präsenz-Messen dagegen wieder möglich.

„Jeder Tag ohne Signal bedeutet ein steigendes Risiko, dass Messen nicht stattfinden können. Das bringt nicht nur Messeveranstalter, sondern auch das daran hängende Ökosystem von Messebauern, Hotellerie, Gastronomie, Transport und Logistik in immer größere Existenznot“, sagte Holtermeier.

Karliczek will Impfangebot für vorerkrankte Kinder

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will zumindest für vorerkrankte Kinder bis zum Schuljahresbeginn ein Impfangebot. Selbst eine mögliche Stiko-Empfehlung nur für diese würde „dem Gesundheitsschutz dieser Gruppe sehr dienen“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgabe). Sie könnten dann trotz der Vorerkrankung wieder in ihren Alltag zurückkehren, so die CDU-Politikerin.

Auch dies würde den Schulalltag nach den Sommerferien erleichtern. Denn damit wäre eine weitere Risikogruppe geschützt. Karzliczek forderte: „Das Ziel sollte sein, dass die Impfungen für diese Gruppe bis zum Beginn des neuen Schuljahres angeboten werden können.“

Die Impfungen blieben freiwillig. Die Ministerin verwies zudem darauf, dass es den Eltern aller Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren freistehe, sich nach der Erweiterung der Zulassung auch für eine Impfung zu entscheiden.

Forscher warnen vor vier Wochen Impfabstand bei Astrazeneca

Der Greifswalder Medizinprofessor Andreas Greinacher warnt davor, den Impfabstand beim Astrazeneca-Impfstoff von zwölf auf vier Wochen zu verkürzen. Er befürchte, dass ein kürzerer Abstand zwischen den beiden Impfdosen das Risiko seltener Nebenwirkungen erhöhen könnte, sagte er „Zeit-Online“. Gemeint sind Blutgerinnsel, die vor allem die Sinusvenen des Gehirns und die großen Bauchvenen betreffen und mit Blutplättchenmangel und Blutungen einhergehen.

„Ich kann jedem nur empfehlen, drei Monate bei der Astrazeneca-Impfung zu warten“,so Greinacher. Der Experte für Blutgerinnung beschrieb einen möglichen Mechanismus der seltenen Nebenwirkungen. Im Fokus stehen dabei bestimmte Antikörper, die sich bei Betroffenen im Blut nachweisen lassen und für die Aktivierung der Gerinnung verantwortlich sein sollen.

Bei manchen Geimpften fänden sich diese Antikörper nach einer Impfung im Blut, ohne dass es zu Nebenwirkungen komme. Nach drei Monaten, sagte Greinacher, seien die Antikörper wahrscheinlich wieder aus der Blutbahn verschwunden. Wenn nun jedoch nach vier anstelle von zwölf Wochen nachgeimpft werde, sei das problematisch.

„Es wird die Situation geben, dass Menschen, die nach der ersten Impfung unbemerkt Antikörper gebildet haben, ein zweites Mal geimpft werden, während sich noch viele Antikörper in ihrem Blutkreislauf befinden.“ Diese Konstellation erhöhe das Risiko für die seltenen Nebenwirkungen, so der Medizinprofessor. Bisher liegen für Greinachers Hypothese keine Daten vor.

Einige Experten wie der Hämatologie-Professor und Blutplättchenexperte Pål André Holme vom Uniklinikum Oslo sagen, dass Greinacher theoretisch recht haben könne, verweisen aber darauf, dass seine Überlegungen bisher „reine Spekulation“ seien. Andere wie Michael Nagler, leitender Arzt der klinischen Chemie am Inselspital in Bern, halten Greinachers Überlegungen für plausibel. Nagler rät – aus Vorsicht – ebenso von einer Verkürzung des Impfintervalls ab. Die Verkürzung des Impfabstands war erst im Mai von Bund und Ländern ermöglicht worden, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) weiterhin einen Impfabstand von zwölf Wochen empfiehlt. Die Wirksamkeit sei bei dem längeren Abstand wohl deutlich höher. (Mit Material von dts)