Und das soll in unsere Kinder rein? Verunreinigungen in Astrazeneca-Impfstoff

AstraZeneca (Bild: shutterstock.com/Von Tobias Arhelger)

Forscher des Uniklinikums Ulm haben im Astrazeneca-Impfstoff Verunreinigungen festgestellt. Unklar ist, ob die aufgefundenen Proteine etwas mit den nach Impfungen aufgetretenen, zahlreichen Hirnvenenthrombosen tun haben. Klar ist jedoch: Der Impfstoff beinhaltet etwas, was absolut nicht reingehört. Und dieses Vakzin soll nun unseren Kindern verimpft werden?

Gefunden hat das Forschungsteam in den untersuchten Astrazeneca-Proben, wie Focus ausführlich berichtet, menschliche und virale Eiweiße, die nichts darin zu suchen haben. Die Studie ist preprint erschienen und wird derzeit für die Veröffentlichung in einem Fachjournal begutachtet.

Bei dem Impfstoff Astrazeneca treten häufig heftige Impfreaktionen wie hohes Fieber und starke Kopfschmerzen, in als „selten“ bezeichneten Fällen auch lebensbedrohliche bis hin zu tödlich verlaufende Sinusvenenthrombosen auf. Das Ulmer Uniklinikteam fanden in den Proben „beträchtliche Mengen menschlicher Proteine und regulatorischer viraler Proteine, die nicht Teil des Impfstoffs sind“. Ihr Gehalt habe „deutlich über den theoretisch zu erwartenden 12,5 Mikrogramm“ gelegen – „und in einer genauer untersuchten Charge betrug er sogar 32 Mikrogramm“, heißt es dazu laut dem Nachrichtenmagazin.

Die Mehrzahl dieser insgesamt mehr als 1000 aufgefundenen Proteine dürfte nach Ansicht der Forscher keine negativen Auswirkungen auf Impflinge haben. „Extrazelluläre Hitzeschockproteine sind jedoch bekannt dafür, dass sie angeborene und erworbene Immunantworten modulieren und bestehende Entzündungsreaktionen verstärken können.“ Ob diese Hitzeschockproteine Auslöser für Thrombosen in Hirn- und Bauchvenen sind, kann laut der Forschungsgruppe aktuell nicht ausgeschlossen werden. Da brauche es viel mehr Untersuchungen.

Laut dem Focus wurden die „entscheidenden Stellen“, wie die Europäische Arzneimittelagentur (Ema), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und auch der Pharmakonzern Astrazeneca vom Studienleiter über die Ergebnisse der Untersuchung schon informiert. (SB)