Briefmarken-Rassismus in Spanien: Niemand will die Schwarze lecken

(Symbolbild:Imago/Steinbach)

In Spanien treibt ein bizarrer Fall von „postalischem“ BLM-Hype die woke Community derzeit auf die Barrikaden: Was dabei herauskommt, wenn ein identitätspolitischer Schwachsinn triumphiert, der wie seit den Zeiten der Sklaverei nicht mehr, Menschen auf ihre Hautfarbe reduziert (wenn auch diesmal unter „positiven“ Vorzeichen), dafür liefert die spanische Post ein eindrucksvolles Lehrstück.

Sie legte nämlich – mit dem Ziel, die Diskriminierung von „People of Color“ in ihren bislang nicht wahrgenommenen Schattierungen (man könnte auch sagen: auf eingebildeten Phantomrassismus) aufmerksam zu machen – eine Serie verschiedenfarbiger Briefmarken auf, die die verschiedenen Hautfarben und somit „Diversität“ abbilden (siehe Foto unten). Doch die Aktion ging, wie der österreichische „Blick“ berichtet, „gewaltig schief„: Die federführenden Verantwortlichen hatten offenbar nicht daran gedacht, dass Briefmarken – anders als Menschen – in der Tat verschiedene Wertigkeiten haben, und die Farben definieren diese in Geldbeträgen.

(Screenshot:Correos/Espana)

Hätte die königlich-spanische Postzentrale nun die schwarzen Marken mit dem höchsten Wert versehen, wäre dies aus Sicht der neuen Rassenfanatiker natürlich ein wichtiges und richtiges Zeichen gewesen – so herum darf symbolische Bevorzugung bzw. Benachteiligung gerne ablaufen. Dummerweise übersah man diese Erwartung und verlieh ausgerechnet der hellsten Marke den höchsten Wert, der dunkelsten hingegen den geringsten.

„Gut gemeint, schlecht gemacht“

Die Folge ist nun ein nie gesehener Shitstorm: Die helle Marke mit ihrem Wert von 1,60 Euro ist mehr als doppelt so viel wert wie die schwarze, die nur 70 Cent kostet. Die Post redet sich gemeinsam mit „SOS racismo“ heraus (einer auch mit „Black Lives Matter“ assoziierten Organisation, die in Spanien „gegen den Rassimus“ ankämpft und die Aktion mitentwickelt hatte) und behauptet, dahinter stecke Absicht: Für den Versand eines Pakets braucht man nämlich zwingend dunkle statt helle Marken – und deshalb sei „jedes Paket eine Möglichkeit, über die rassistische Ungleichheit nachzudenken„.

Linke Moralwächter und internationale Medien sehen dies anders – selbst die „Washington Post“ schreibt: „Dass die dunkelsten Marken am wenigsten Wert haben, kommt bei der Bevölkerung gar nicht gut an!„. Eine Stellungnahme der spanischen Post liegt laut „Blick“ noch nicht vor; auf Twitter teilte die Gesellschaft mit, die Briefmarken sollen auf „auf die Realität von farbigen Minderheiten“ aufmerksam machen. Das ging zwangsläufig in die Hose – wie die gesamte neue positivrassistische Kampagne seit dem Tod George Floyds insgesamt. (DM)