Intensivstationen leeren sich in Rekordtempo

Geschafft: (Foto: Collage)

Berlin – Jetzt werden sie sich natürlich alle gegenseitig auf die Schulter klopfen und behaupten, sie hätten alles richtig gemacht und Menschenleben gerettet. Dabei hat, wie in fast allen Dingen dieser Welt, die Natur die Hauptrolle gespielt. Die Corona-Krise, wie in jedem Jahr auch die Grippesaison, ist einfach mal irgendwann vorbei. So wie jetzt gerade:

Die Intensivstationen verlieren immer mehr Corona-Intensivpatienten. Am Dienstag betrug das Minus bei der Bettenbelegung 6,6 Prozent – der höchste Tageswert seit letztem August. Binnen 24 Stunden wurden bereits netto 161 Betten frei, um 20 Uhr waren elf weitere Patienten weg.

Aktuell werden derzeit 2.278 Covid-19-Fälle intensiv behandelt, 11.852 Intensivbetten sind frei oder innerhalb von sieben Tagen als Notfallreserve aufstellbar, 17.609 Personen bedürfen aus anderen Gründen einer besonderen Behandlung. Die aktuell noch behandelten Intensivpatienten machen 2,3 Prozent aller rund 96.000 laut RKI aktiv Infizierten aus. Deren Zahl ist ebenso wie die Anzahl der Covid-19-Intensivpatienten seit Ende April im Sturzflug.

Nicht alle Intensivpatienten werden allerdings gesundet entlassen: Im Wochenmittel sterben aktuell täglich nachweislich rund 150 Menschen mit oder an der Infektion.

Wie immer – entscheidend ist der Hinweis: Mit oder an Corona. Also, wenn jemand einen schweren Autounfall hatte und auf dem Sterbebett zufällig auch noch positiv getestet wurde, gilt er als Corona-Toter.

Das Gesundheitssystem, auch das ist jetzt erwiesen, war zu keinem Zeitpunkt überlastet, da gab es schon schwerere Grippekrisen, da muss man einfach mal nur ein paar Hausärzte fragen.

Egal, die epidemische Lage, so sie denn überhaupt jemals vorhanden war, ist endgültig vorbei, die Bundesregierung kann nun zur Verantwortung gezogen werden, die Kollateralschaden, die katastrophalen Folgeschäden für die Gesundheit, für die Psyche, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft sollten von Experten mal aufgelistet werden – und dann wird es heißen: Zum Schluss wird abgerechnet.

Bei der nächsten Bundestagswahl vielleicht? (Mit Material von dts)