Spahns Schnelltest-Blase: Auch die Ärzte-Lobby verdient satt mit

Schnelltestzentren - die neuen "In-Places to be" (Foto:Imago/Gudath)

Im abbruchreifen, chaotischen Merkel-Spahn’schen Corona-Regime macht jeder fetten Reibach und profitiert am Geschäft mit der Angst und Panikdisziplinierung: Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen – salopp ausgedrückt: eine breit aufgestellte Ärzte-Lobby – verdienen an der gerade erst anlaufenden Schnelltest-Manie mit.

Wenn im Tierreich fette Beute gemacht wird, findet sich neben dem Räuber selbst eine beträchtliche Fressgemeinschaft von Mitessern („Kommensalen“), Resteverwertern und sonstigen Nutznießern ein, die dafür sorgen, dass auch garantiert kein Krümel ungenutzt liegen bleibt. Jeder wird bedient, jeder bekommt seinen Anteil. Genauso läuft es auch in der Corona-Pandemie ab (im Prinzip auch in allen weiteren Bereichen der Politik, dort dann allerdings gemächlicher und diskreter): Hier ist der restlos ausgeuferte Versorgungsstaat, der für alles aufkommt, die fetteste Beute aller Zeiten – und keiner will zu kurz kommen bei der größten Ausplünderungs- und Umverteilungsaktion aller Zeiten.

Und so wie bei den bisherigen „Filetstücken“ und „Königsbissen“, den Masken und den Impfstoffen, wird derzeit bei den Schnelltests geaast, als gäbe es kein Morgen. Und keine einzige der daran direkt oder indirekt beteiligten Instanzen bleibt außen vor, wenn es ums Abkassieren geht. Kein Wunder, dass sich das Interesse an halbwegs verlässlichen und wirksamen Kontrollen der ins Kraut geschossenen Schnelltestzentren in Grenzen hält: Denn selbst die hierfür zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen, die die Auszahlungen vornehmen, verdienen ihrerseits Millionen an den umstrittenen Abrechnungen der Corona-Schnelltestbetreibern mit dem Bund mit.

„Verwaltungskosten“ für gar nicht leistbare Kontrollen?

So erhielten die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen alleine bis zum 17. Mai mehr als 20 Millionen Euro sogenannter „Verwaltungskostenersatz“ ausgezahlt, wie gestern das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ berichtete. Der tatsächlich geleistete Aufwand scheint zu dieser Vergütungssumme allerdings in keinem Verhältnis zu stehen – denn effektive Kontrollen der Abrechnungen nehmen sie nach eigener Aussage nicht vor, obwohl diese „nicht sonderlich komplex“ seien, so das Portal. Die KV’s haben hierzu allerdings auch gar nicht die Kapazitäten. Noch nie wurde das Betrügen so leicht gemacht; Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der für die zugrundeliegende Rechtsverordnung die Verantwortung trägt, hat sich in puncto Schlampigkeit und Nachlässigkeit diesmal nochmals übertroffen. Trotz des Abrechnungsbetrugs sollen die Zentren weiterhin zusätzlich zwei Prozent des eingereichten Rechnungsumsatzes für ihren Aufwand erhalten.

Und die Deutschen? Trotten weiter brav in die Testzentren, stehen geduldig für die Tests an, die ihnen als kostbares Sesam-öffne-dich für die Teilhabe an einer rudimentären Scheinnormalität dienen – und beruhigen sich damit, die Abstriche seien für sie ja „kostenlos“, weil sie „vom Staat“ gezahlt würden. Dass damit sie selbst gemeint sind, und zwar allegar, die am Ende durch Steuern und Inflation für die Zeche dieses Tollhauses aufkommen müssen, ist den wenigsten klar. Noch nie gab es dämlichere „Konsumenten“ als in diesen Zeiten. (DM)