Immer weiter so: Schon 40 Prozent der Deutschen unter 15 haben „Migrationsgeschichte“

Migration (Foto:Shutterstock/Gergely)

Manche heikle Zahlen zur demographischen Entwicklung dieses Landes erfährt der gemeine Durchschnittsdeutsche nur über Umwege, im Halb- und Nebensatz versteckt im Zuge wolkiger politischer Absichtserklärungen zum Thema Integration, und wohl den wenigsten ist deren Tragweite eigentlich bewusst: Fast 40 Prozent der unter 15-jährigen in diesem Land entstammen Zuwandererfamilien. Weil der Migrationsanteil auf dem Land und in den ostdeutschen Flächenländern deutlich geringer liegt, bedeutet dies, dass vor allem in den Großstädten und westlichen Ballungsräumen zwei Drittel und mehr der nachwachsenden Generation keine deutschen Wurzeln mehr haben.

Welche Auswirkungen diese sich selbstverstärkende Entwicklung zwangsläufig kulturell, ideell und sprachlich haben wird, ist bei solchen Dimensionen keine Frage von Mutmaßungen oder Spekulationen mehr, sondern eine mathematische Tatsache: Nicht nur die Deutschen als Kulturvolk und Traditionsgemeinschaft werden verschwinden, auch wird die mitteleuropäisch-westliche Identität dieses Landes binnen weniger Generationen verschwinden. Die christlich-jüdische Geistesprägung, das große Erbe der Aufklärung und die Verwurzelung im westlichen Wertekanonen werden unweigerlich wegerodiert, da es sich beim größten Teil der „Jugendlichen mit Einwanderer- und Fluchtgeschichte“ um Menschen aus dem islamischen Kulturkreis, oft aus gescheiterten Gesellschaften mit archaischen, antimodernen Paradigmen handelt.

Bestünde seitens der ins Land Geholten und ihrer Nachkommen mehrheitlich ein aufrichtiges Interesse an echter Integration ins westliche Wertesystem, an Akzeptanz der verfassungsmäßigen freiheitlichen Grundordnung, an kultureller Anpassung, an Teilhabe an einer Art von „Verfassungspatriotismus“ also, wie dies in klassischen Einwanderergesellschaften (USA, Kanada, Australien) seit jeher vorausgesetzt wird, dann bliebe zwar immer noch die Frage, ob die Kreolisierung eines bedeutenden und großen Kulturvolkes als proaktiv erzwungene Spätfolge eines 80 Jahre zurückliegenden geschichtlichen Abgrunds wirklich unbedingt notwendig war und eine begrüßenswerte Weltoffenheit zwingend in ethnische Selbstverachtung münden muss. Aber es bliebe dann doch noch ein Land von „Deutschen“, die sich zu ihrer neuen Heimat bekennen, seine Traditionen und Werte achten. Diese Deutschen wären exotischer ihrer Herkunft nach zwar, aber sie würden sich dann stolz oder zumindest guten Gewissens immerhin auch als Deutsche fühlen und bezeichnen – trotz ihres Migrationshintergrundes.

Bekanntlich haben wir es mit dem Gegenteil zu tun: Parallelgesellschaften, die trotzige permanente Erwartungshaltung, die Deutschen müssten sich im eigenen Land den Sitten und Gebräuchen ihrer Neubürger anpassen, die auf einen servile Anbiederungskomplex derer trifft, die es gar nicht abwarten können, dass sich dieses Deutschland bis zur Unkenntlichkeit „verändert“. Die für jegliche Integration unverzichtbare Konvergenz beider Seiten fehlt völlig; hierzulande geht, gerade bei muslimischen Einwanderern selbst noch in der dritten Generation, die Initiative zur Eingliederung und Heimischwerdung stets nur vom deutsche Staat aus – doch praktisch nie von denen, die hier von sich aus gar nicht zuhause sein wollen, opportunistisch gleichwohl die Annehmlichkeiten ihrer Wahlheimat in Anspruch nehmen, ohne je die Verbindung in die eigentliche Heimat – auch geistig – gekappt zu haben.

Keine Konvergenz von Aufnehmenden und Zuwanderern

So ist es kein Wunder, dass eine naive und blinde Politik diesen Kurs des Fördern ohne zu fordern, des weiterhin ungebremsten Zustroms von mehrheitlich kulturell schlicht inkompatiblen Personen, die sich um den Faktor 3 bis 4 stärker fortpflanzen als die autochthone Aufnahmegesellschaft, unbeirrt fortsetzt. Wie jetzt gerade wieder die CDU- Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz, die beim milliardenschweren „Corona-Aufholprogramm“ des Bundes für Kinder und Jugendliche eine stärkere Förderung junger Menschen aus Zuwandererfamilien verlangt. Es sei wichtig sicherzustellen, „dass mit den Förderangeboten auch Kinder und Jugendliche mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte erreicht werden, die einen Anteil von annähernd 40 Prozent der unter 15-Jährigen ausmachen„, sagte sie laut „dts Nachrichtenagentur; in vielen Städten sei dieser Anteil noch deutlich höher. Neben Förderung Unqualifizierter und Prekärer wollen Bund und Länder so etwa „Lernrückstände abbauen„, aber auch „frühkindliche Bildung“ fördern und jungen Menschen im Schulalltag helfen.

All die jetzt schon nicht mehr zu bewältigenden „Herausforderungen“ (selbst dann nicht übrigens, wenn hierbei ein aktives Interesse der „Abzuholenden“ und zu Integrierenden bestünde) führen Deutschland immer weiter in genau die gesellschaftlichen und sozialen Lebenswirklichkeiten, denen die Eingewanderten aus mehrheitlich wirtschaftlichen Gründen, zu einem geringen Teil auch tatsächlichen Fluchtgründen den Rücken kehrten, ohne ihnen je innerlich entkommen zu sein. Das hält die politisch Handelnden von ihrer bevölkerungs- und kulturpolitischen Geisterfahrt nicht ab: Als ginge es den darum, die Grünen mit ihrem aberwitzigen Migrations-Wahlprogramm zu überholen, hat sich nun die FDP dafür ausgesprochen, noch mehr Migranten nach Deutschland zu holen: Die Bundesrepublik brauche eine Zuwanderung von rund 500.000 Menschen pro Jahr, um den derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Standard zu halten, sagte ihr stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag dieser Tage.

Der Irrglaube, ein arithmetisches Plus an Zuwanderung – vor allem aus illiberalen Gesellschaften – bedeute mehr Produktivität, Wachstum und damit mehr soziale Sicherheit, hat sich auch in der einstigen Wirtschaftspartei verfestigt: „Das ist schlichte Mathematik. Wenn wir die Schuldenbremse einhalten und die Beiträge zu den Sozialversicherungen stabil halten wollen, geht es nicht anders. Und die Zahl ist auch nicht unrealistisch – 2019 hatten wir eine Nettozuwanderung von 320.000 Menschen“, jammert Dürr laut „Junger Freiheit„. Es müsse endlich „Migration über den Arbeitsmarkt stattfinden„. Auch Menschen mit Flüchtlingsstatus sollten deshalb ins reguläre Einwanderungssystem wechseln dürfen. Dass die meisten von ihnen in der sozialen Hängematte landen, wird nun anscheinend auch in der FDP erfolgreich ausgeblendet. Die afrikanisch-arabisch geprägten Gettos in den deutschen Großstädten künden von der gesellschaftlichen Zukunft dieses einst großen Landes, dessen Jugend schon heute hier keine Wurzeln mehr hat. (DM)