War’s das für die Grünen – oder für Deutschland? Baerbock mit „realsozialistischer“ Mehrheit von 98,5 Prozent gekürt

Nächste Blamage für Annalena "ACAB" Baerbock (Foto:Imago/photothek)

Mogeln, tricksen, hochstapeln hat sich vorerst ausgezahlt – und ist bei den Grünen somit erweislich kein Hinderungsgrund, um als Lichtgestalt fürs höchste Regierungsamt ins Rennen zu gehen: Nach der Devise „Jetzt erst recht“ haben heute Nachmittag unfassbare 98,5 Prozent der grünen Parteitagsdelegierten Annalena Baerbock ihren Segen zur Kanzlerkandidatur der Ökosozialisten gegeben – und dem Spitzenduo Baerbock-Habeck damit einen Vertrauensbeweis ausgesprochen.

Die demonstrative Geschlossenheit, die an stalinistische Abstimmungsergebnisse erinnert, soll wohl die seit Wochen in der Bevölkerung wachsenden Zweifel an der fachlichen, politischen und vor allem charakterlichen Eignung Baerbock wettmachen. Tatsächlich beweist sie die Verblendung und Scheuklappenmentalität der Grünen, die in ihren eigenen Realitäten schwelgen und an sich selbst bekanntlich als letztes die Maßstäbe anlegen, nach denen sie über andere richten.

Für sie  musste es um jeden Preis die Super-Quotenheilige Baerbock sein, die objektiv betrachtet das blanke Nichts personifiziert – auch wenn es die Partei am Ende wohl die Kanzlerschaft kostet.

Affären-Zeitbombe Baerbock

Auch wenn der eine oder andere Delegierte, trotz aller Zerknirschtheit, der taktischen Einsicht gefolgt sein mag, dass es wenig ratsam sei, mitten im Galopp (und drei Monate vor der Wahl) die Pferde zu wechseln: Wie am Ende 678 von 688 Online-Delegierte der Partei ernsthaft annehmen können, Baerbock sei in diesem Wahlkampf noch immer Hoffnungsträgerin und nicht Hypothek, ist ein Rätsel. Zumal bei dieser Kandidatin keiner die Hand dafür ins Feuer legen kann – vermutlich nicht einmal sie selbst nicht -, dass bis September nicht noch weitere Peinlichkeiten, Fettnäpfchen und frisierte Fakten ans Licht kommen.

Offenbar vertraut die Partei darauf, dass sie mit Hilfe der öffentlich-rechtlichen Propagandaunterstützung und des kostenlosen Supports ihrer journalistischer Groupies auf jeden Fall das Rennen macht, Umfrageknicke hin oder her. So einfach allerdings, wie es sie selbst und die Grünen sich machen (Baerbock bedankte sich heute für die „volle Solidarität“ und den „Rückenwind, nach dem Gegenwind der letzten Wochen, wo wir – wo ich – Fehler gemacht habe“) werden die kritischen Bürger dieses Landes sie hoffentlich nicht davonkommen lassen. Und diesen kritischen Bürger gibt es – zwar selten, aber in durchaus noch wahlentscheidendener Zahl. (DM)