War klar! Anwälte beklagen unfairen Prozess: Zehn Jahre Haft wegen Brandstiftung im Migrantenlager Moria

Brandstiftung im Migrantenlager Moria (Bild: shutterstock.com/Von GeorgGassauer)
Brandstiftung im Migrantenlager Moria (Bild: shutterstock.com/Von GeorgGassauer)

Vier junge Migranten hat ein griechisches Gericht zu jeweils zehn Jahren Haft wegen Brandstiftung des Migrantenlagers Moria verurteilt. Von den Anwälten der vier  jungen afghanischen Brandstifter wird nun ein unfairer Prozess beklagt.

Ein Gericht auf der griechischen Insel Chios hat vier junge Migranten – allesamt aus Afghanistan nach Griechenland „geflüchtet“ – zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt. Die „Flüchtlinge“ wurden für schuldig befunden, vor neun Monaten das „Flüchtlingslager“ Moria auf der Insel Lesbos durch Brandstiftung in Schutt und Asche gelegt zu haben.

Deren Anwälte beklagen nach dem Urteil nun, dass ihre Mandanten keinen fairen Prozess erhalten hätten. Drei der Angeklagten seien zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht als Minderjährige anerkannt worden, obwohl sie „entsprechende Dokumente“ vorgelegt hätten. Zudem würde ein großen Teilen auf der Aussage eines Asylbewerbers basieren, der insgesamt sechs Männer der Brandstiftung beschuldigt habe, jedoch bei der Verhandlung am Freitag – weil nicht auffindbar – dementsprechend auch nicht anwesend gewesen sei, so unter anderem die Welt.

Bereits im März wurden zwei „Jugendliche“ zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die griechischen Behörden gingen davon aus, dass die „jugendlichen Migranten“ absichtlich das Feuer im Migrantenlager gelegt hatten, um eine Verlegung zu erzwingen und ihrem Ziel, mutmaßlich Deutschland, so näher zu kommen. (SB)