Corona: Die kommunistische Partei und das Chinavirus

Antiamerikanisches Propagandabild, China 1969 - Foto: Imago

Letztlich sei es die Kommunistische Partei Chinas gewesen, die für die Ausbreitung des Sars-Cov-2-Virus über den gesamten Globus verantwortlich sei, schreibt Frances Martell bei „Breitbart“ und zeigt in einer Retrospektive neun verschiedene Vorgänge auf, die ihre These unabhängig von der Labortheorie stützen. Brisant ist ihre Behauptung, die chinesische KP habe das Virus absichtlich exportiert – und internationale Konzerne samt westlicher Regierungen hätten dabei geholfen, die absichtliche Verbreitung zu vertuschen, um ihre Geschäfte mit – und ihre Beziehungen zu China nicht zu gefährden.

von Max Erdinger

Was den Enthüllungsartikel von Frances Martell trotz seiner interessanten Auflistung von Merkwürdigkeiten dennoch etwas fragwürdig erscheinen läßt, ist die Tatsache, daß Martell folgendes voraussetzt: Es gibt und es gab tatsächlich eine sehr ansteckende Pandemie. Daß das, was international als „Pandemie“ bezeichnet wird, lediglich einer Neudefinition des Begriffs durch die WHO im Jahre 2009 wegen „Pandemie“ zu sein hatte – und daß die allgemeinen Mortalitätsraten nirgends auf der Welt dafür sprechen, daß es der eigentlichen Bedeutung des Wortes nach tatsächlich eine gibt oder gegeben hat, läßt Frances Martell völlig außer Acht. Davon unberührt bleibt freilich die Tatsache, daß ein als hochansteckend anzusehendes Virus ganz offensichtlich seinen Weg aus China herausgefunden hat – und daß es nicht nur in China, sondern auch in der westlichen Welt erhebliche Bemühungen gab, diese Tatsache von irgendwelchen Schuldzuweisungen abzukoppeln. Hinsichtlich der politischen Konsequenzen und ihrem Einfluß auf das alltägliche Leben ist aber nicht interessant, ob es dieses Virus in der behaupteten Gefährlichkeit gibt, sondern ob es jene Pandemie gibt und gab, die schließlich Voraussetzung gewesen zu sein hätte für die Maßnahmen, die zum Schutz vor ihrer behaupteten Existenz verfügt worden sind. Die Existenz lebensgefährlicher Viren war schließlich schon lange vor der „Coronakrise“ bekannt, etwa das Ebola-Virus in afrikanischen Fledermaushöhlen. Ob eine Pandemie Realität ist oder nicht, hängt aber nicht mit Priorität an der Frage nach der Gefährlichkeit eines bestimmten Virus, sondern an der Frage seiner Verbreitung, und daran, für welche Personen – und damit auch für wieviele Personen – es tatsächlich lebensgefährlich ist. Unbestritten ist, daß nach einer Infektion mit Sars-Cov-2 von keinen und milden Symptomen bis hin zu lebensbedrohlichen und tödlichen Symptomen alles „drin ist“.

Der Artikel von Frances Martell bei „Breitbart“ erhält seine Brisanz also aus der Unterstellung, daß die Vertuschung der Herkunft des Virus tatsächlich der absichtlichen Herstellung von „Pandemie“ gegolten habe – und nicht nur der Verschleierung des „unpandemischen Skandals“, daß ein Virus mit lediglich theoretischem, pandemischem Potential seinen Weg aus China herausgefunden hatte.

Die Labortheorie – nichts als Ablenkung?

So schreibt Frances Martell, das erneute Aufflammen der Labortheorie sei dazu geeignet, den Blick auf die Tatsache zu verstellen, daß die chinesische KP ein ganzes Bündel von Maßnahmen getroffen habe, um das Virus über die Welt zu verbreiten – und daß alle diese Maßnahmen nichts mit der Frage nach der Herkunft des Virus zu tun hätten. Einer Umfrage der „Trafalgar Group“ zufolge, schreibt Martell, glauben die meisten Amerikaner, das Virus entstamme einem Labor in Wuhan, da sie zu wissen meinen, daß dort an Fledermaus-Viren geforscht worden sei, als die „Pandemie“ ausbrach. Auch der Kongress folge dieser Theorie, was dazu führen könnte, daß China als souveräner Staat seine Immunität vor Strafverfolgung in den USA verlöre, was in der Folge wiederum die Möglichkeit eröffne, die kommunistische Partei Chinas in den USA auf Schadensersatz zu verklagen. Amerikaner und überhaupt alle Opfer der Seuche, schreibt die Journalistin, hätten zwar Antworten auf ihre Fragen nach der Herkunft des Virus verdient, solcherlei Spekulationen würden aber ablenken von Tatsachen, die bereits klar ersichtlich seien: Es handle sich um die von der chinesischen KP getroffenen Maßnahmen, die Pandemie zu verheimlichen, sie aktiv zu verbreiten, medizinische Experten zu bestrafen und globale Gesundheitsorganisationen in die Irre zu führen. Die kommunistische Partei könnte – oder könnte nicht – selbst hinter der Schaffung des Sars-Cov-2 stecken, schreibt Martell, jedoch deuteten alle Beweise darauf hin, daß sie die „Pandemie“ geschaffen habe, obwohl ihr möglich gewesen wäre, es schlimmstenfalls bei einer regionalen Epidemie zu belassen.

Es sei wichtig bei der Lektüre der weiter unten aufgeführten neun Tatsachen, schreibt Frau Martell, im Hinterkopf zu behalten, daß China die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erst am 31. Dezember 2019 von der Existenz eines neuartigen Erregers in Kenntnis setzte, obwohl aus geleakten Regierungsdokumenten hervorgehe, daß der chinesischen Regierung eine erste Diagnose bezüglich des neuartigen Coronavirus bereits am 17. November 2019 bekannt gewesen sei. Die Regierung Taiwans hingegen habe die WHO bereits Tage vor dem 31. Dezember 2019 per e-mail über das Vorliegen von Beweisen für die Ausbreitung einer infektiösen Seuche in China informiert.

Der Huanan Wet Market in Wuhan

Frau Martell beschäftigt sich dann – obwohl ihrer eigenen Ansicht nach die Frage nach der Herkunft des Virus nicht die wichtigste ist – mit dem „Huanan Wet Market“ in Wuhan, wo zum Zeitpunkt des Ausbruchs von „Pandemie“ über 50.000 Kunden Zugang zu „Lebendfleisch“ gehabt hätten, darunter geschützte Tierarten. Sie vermutet dort den Ursprung von „Pandemie“. Zwar hätten Wissenschaftler nicht ein einziges Tier auf dem „Huanan Wet Market“ als Träger des Coronavirus identifizieren können, das sei jedoch kein Wunder, da Offizielle der chinesischen KP den Markt desinfiziert – und frühe Proben des Virus vernichtet hätten, was in der Folge dazu geführt habe, daß für Wissenschaftler bis zum heutigen Tag keine Chance bestehe, die frühesten Erscheinungsformen des Virus mit den zwischenzeitlich daraus hervorgegangenen Formen zu vergleichen, um so weitere Ausbrüche zu verhindern und wirksamere Impfstoffe zu entwickeln. Obwohl die WHO erklärte, auch nach der Desinfizierung des Marktes und der Vernichtung früher Virenproben sei eine Untersuchung des Marktes sinnvoll, habe ihr die chinesische Regierung eine solche Untersuchung ein Jahr lang verweigert, schreibt Frau Martell.

Kritische Ärzte

Monate seien ins Land gezogen zwischen der ersten Kenntnisnahme eines neuartigen Virus durch die chinesischen KP und der Informierung globaler Weltgesundheitsbehörden, in welchen Ärzte Überstunden geleistet hätten, um sich einer aufbrausenden Welle von Atemwegserkrankung entgegenzustellen. Dabei hätten die Ärzte Beweise dafür gesichert, daß diese Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Virus befeuert werden, und untereinander dazu aufgefordert, sich zu schützen. Die chinesische KP jedoch habe etliche dieser Ärzte verhaften oder verschwinden lassen. Einige seien wieder aufgetaucht und hätten Entschuldigungen dafür abgeliefert, daß sie „Gerüchte gestreut“ haben. Etliche andere hätten aber auch unerklärliche Krankeitssymptome gezeigt – und einige seien auch verstorben. Allein im Januar 2020 seien acht Personen wegen der „Verbreitung von Gerüchten“ verhaftet worden. Die prominenteste unter ihnen sei Dr. Li Wenliang gewesen, ein 34-jähriger Augenarzt, der in den sozialen Netzwerken Warnungen vor einer Seuche verbreitet hatte, die dem „Sudden Acute Resporatory Syndrom“ (Plötzlich auftretendes, akutes Atemwegs-Syndrom – SARS) ähnelt – und daß sich diese Seuche in Wuhan ausbreite. Die chinesische KP habe ihn gezwungen, sich zu entschuldigen und ein Dokument zu unterzeichnen, in dem es geheißen habe: „Wir verwarnen Sie feierlich: Wenn Sie in Ihrer Dickschädeligkeit mit großer Unverschämtheit Ihre illegalen Aktivitäten fortsetzen, werden wir Sie vor Gericht bringen. Haben Sie das verstanden?“ Li sei im Februar 2020 verstorben, den chinesischen Behörden zufolge an einer Infektion mit dem Coronavirus. Zu diesem Zeitpunkt sei aber auch die niedrige Mortalitätsrate unter jungen und gesunden Menschen noch nicht wissenschaftlich dokumentiert gewesen.

Auch die Ärztin Ai Fen sei bereits früh im Jahre 2020 von der Bildfläche verschwunden, nachdem sie die Einwohner von Wuhan vor dem Ausbruch einer bislang unbekannten Seuche gewarnt hatte. Ai Fen sei Chefin des Notfallmanagements am Zentralkrankenhaus von Wuhan gewesen. Ihr hauptsächliches Vergehen habe der chinesischen KP zufolge darin bestanden, den chinesischen Offiziellen zu widersprechen, die bis dahin bestritten hatten, daß es sich um ein hochansteckendes Virus handle. Ai Fen sei etwa ein Jahr lang verschollen gewesen, ehe sie im Januar 2021 halb blind wieder auftauchte, was ihren eigenen Angaben zufolge einer schiefgelaufenen Operation am grauen Star geschuldet gewesen sei. Es sei unklar, wo sie sich heute aufhalte. In China würde die Erwähnung der beiden Ärzte nach wie vor umfänglich zensiert, schreibt Frances Martell.

Es gebe auch Beweise dafür, daß chinesische Mediziner Patienten aus der Behandlung entlassen hätten, obwohl sie den Ergebnissen eines in China entwickelten PCR-Tests nach als „coronapositiv“ hätten gelten müssen. Zudem hätten sich Krankenhäuser in Wuhan geweigert, an Patienten Coronatests vorzunehmen, obwohl sie die für Corona typischen Atemwegserkrankungen gezeigt hätten.

Reiseerlaubnis für das Virus

Bevor über der 11-Mio.-Stadt Wuhan ein Lockdown verhängt wurde, erlaubte die chinesische KP noch 5 Millionen Einwohnern, die Stadt zum Feiern des Neujahrsfestes zu verlassen. Nicht wenige dieser 5 Millionen seien zu Verwandten und Freunden ins Ausland gereist. Flugverkehrsdaten aus dem Januar 2020 wiesen darauf hin, daß China zwar den Inlandsflugverkehr drastisch eingeschränkt hatte, sich zugleich aber darüber beschwerte, daß in anderen Ländern Überlegungen dazu angestellt wurden, den Flugreiseverkehr aus China zu untersagen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Nachdem Taiwan- der chinesischen Interpretation seines Souveränitätsstatus´ nach – eine chinesische Provinz ist und keine eigenständige Nation, war China auch erfolgreich bei der Hintertreibung einer taiwanesischen Mitgliedschaft in der WHO. Nicht zuletzt deshalb habe sich WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus trotz der zu diesem Zeitpunkt bereits einen Monat alten Warnung aus Taiwan dem chinesischen Narrativ angeschlossen, welchem zufolge Sars-Cov-2 nicht vom Menschen auf andere Menschen übertragbar sei, und daß deshalb keine Ansteckungsgefahr bestehe. Ein entsprechender Tweet der WHO vom 14. Januar 2020 sei heute noch im Netz zu finden, schreibt Frances Martell. Folglich habe sich auch WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus gegen Reiseverbote ausgesprochen.

Aus der Unhaltbarkeit ein Geschäft gemacht

Im März 2020 sei jedoch das bis dahin geltene chinesische Narrativ von der fehlenden Ansteckungskraft des Virus in sich zusammengebrochen, so Frau Martell, und sofort sei ein chinesischer Strategiewandel dahingehend zu beobachten gewesen, aus der globalen Pandemie ein Riesengeschäft zu machen. In der Folge seien für Abermilliarden Schutzausrüstungen aus chinesischer Produktion in alle Welt verkauft worden, darunter Schutzkleidung, Impfstoffe und Testkits. Chinesische Staatsmedien hätten mit stolzgeschwellter Brust von dem geschäftlichen Boom berichtet. Während Chinesen den Markt für die plötzlich weltweit nachgefragten Artikel in die Enge trieben, indem sie viel von der Ausrüstung zurückgehalten hätten, um die Preise nach oben zu treiben, sei das ausgelieferete Material von miserabler Qualität gewesen – und somit erneut dazu geeignet, durch die Illusion einer falschen Sicherheit die Weiterverbreitung von „Pandemie“ zu begünstigen.

Europäische Nartionen seien davon am härtesten getroffen worden, so Frau Martell. Sowohl Großbritannien, als auch Spanien, die Niederlande und Tschechien hätten Mängel an der aus China importierten Ware festgestellt, so daß man behaupten könne, die Gesundheit von Beschäftigten im Gesundheitswesen und anderen Hochgefährdeten sei durch die lausige Qualität der importierten Produkte erneut aufs Spiel gesetzt worden. Indien, Tansania, die Türkei, Tschechien und Israel hätten China beschuldigt, Testkits geliefert zu haben, die keine zutreffenden Resultate anzeigen, was bedeute, daß falsch negativ geteste Personen noch immer andere Personen hätten infizieren können. Im Falle Tansanias seien besonders absurde Testergebnisse bekannt geworden, als sowohl Ziegenblut und die Pawpaw-Frucht falsch positiv auf chinesische Coronatests reagierten. Auch die chinesischen Impfstoffe hätten sich dort als ungeeignet zur Verhinderung eines Seuchenausbruchs gezeigt, wo man ihnen vertraut habe. Dabei sei besonders ein minderwertiger Impfstoff der Firma Sinovac Biotech unter dem Handelsnamen „Coronavac“ aufgefallen. Die Regierung von Chile wiederum, einem Land, in dem verhältnismäßig viele Einwohner mit chinesischen Impfstoffen behandelt worden seien, habe erst am Samstag für den Metropolbereich von Santiago einen Lockdown verfügt, der einem dramatischen Anstieg von Infektionsfällen trotz der Impfung mit Chinaprodukten geschuldet sei. Ähnloche Meldungen kämen von den Seychellen und aus der Mongolei, wo man sich weitgehend auf Produkte der Firma „Sinopharm“ verlassen habe.

Auffällig sei in diesem Zusammenhang, daß der chinesische Diktator Xi Jinping weltweit intensiv dafür geworben hatte, die chinesischen Impfstoffe zu kaufen, daß er sich zugleich aber weigerte, sich für den Verkauf dieser Produkte innerhalb Chinas zu werben. Bis heute gebe es keine Bestätigung aus Peking dafür, daß Xi Jinping sich selbst mit einem der von ihm angepriesenen Vakzine habe impfen lassen. Im April 2021 gab dafür der Chef des chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle, Gao Fu, zu, daß chinesische Impfstoffe keinen besonders hohen Schutz böten.

Kommentar

Nach meiner Überzeugung setzt Frances Martell bei „Breitbart“ komplett aufs falsche Pferd, indem sie „Pandemie“ als real voraussetzt, um sich dann über das chinesische Gebaren auszulassen. Es mag schon sein, daß sich das alles so darstellt, wie sie behauptet, aber es fehlt dem Ganzen nach meiner Überzeugung die Relevanz. „Pandemie“ nicht als isoliertes Phänomen betrachtet, sondern als eingebettet in geopolitische und globale wirtschaftliche Zusammenhänge, scheint sie nach wie vor ein medial konstruiertes Phantasiekonstrukt in den Köpfen der Massen zu sein, welches der Erreichung ganz anderer Ziele als dem Erhalt der „Weltgesundheit“ dient. Eben weil das so ist, scheint „Pandemie“ ausgerechnet von denjenigen gar nicht so ernst genommen zu werden, die ansonsten nicht müde werden, ihre Bevölkerungen vor den immsensen Gefahren der „Pandemie“ eindringlichst zu warnen. Die „Pandemie“ ist nach meiner Überzeugung nach wie vor lediglich ein psychologisches Steuerungsinstrument, um weitverbreitete Akzeptanz für die Abschaffung von Demokratrie samt der Schleifung von Grundrechten zu generieren. Man vergegenwärtige sich einfach die inzwischen anderthalbjährige Geschichte des Pandemieschnacks: In Deutschland, wo selbst in Regierungskreisen die weltweit größte Sehnsucht nach einer Auflösung von Nationalität verbreitet ist, wirkt das „Pandemie“-Narrativ wie ein Löffel, der die Nation wie Zucker im globalen Kaffee auflöst. „Pandemie“ eröffnete der deutschen Regierung diesebzüglich Möglichkeiten, die sie ohne „Pandemie“ nie gehabt hätte. Vom Lockdown im März 2020, als es offiziell darum ging, ihn permanenter verfassungsrechtlicher Überprüfung zu unterziehen, damit für lediglich zwei Wochen „die Kurve abzuflachen“ sei, weiter über einen R-Wert hin zum Inzidenzwert, sind wir anderthalb Jahre später genau an dem Punkt, den ich vor anderthalb Jahren bereits vorhergesagt hatte. Obwohl „Pandemie“ sogar nach Defintion der WHO vorüber wäre, haben sich die verfassungswidrigen Anmaßungen der Regierung zur ursprünglichen „Abflachung der Kurve“ verstetigt und befinden sich auf dem Wege ihrer Verselbstständlichung. Genau darum ging es. Von allem Anfang an. Die „Pandemie“ ist ein Komplott globaler Eliten gegen die Völker der Welt und sie folgt dem Ziel, das vormals freie Individuum der westlichen Welt im Kollektiv einer entrechteten und unterworfenen Masse aufzulösen, es in eine reine statistische Größe umzudefinieren, der als Arbeitssklave genau so viel bleibt, wie der Sklave braucht, um als Nutzvieh physisch zu überleben. Das wäre ein erschreckend realistisches Kalkül der globalen Eliten, da es sich bei den vormals freien Menschen der westlichen Welt inzwischen tatsächlich um dekadente Infantilisten handelt, die eine derartig irrationale Angst vor dem Tod „kultiviert“ haben, daß sie alles mit sich machen lassen, so lange sie hoffen dürfen, nicht „vor der Zeit“ das Zeitliche segnen zu müssen. So gesehen ist die Wirksamkeit von „Pandemie“ das Symptom eines verheerenden kulturellen Zusammenbruchs.

Wenn die Rolle Chinas in der „Pandemie“ eines zeigt, dann ist es nicht, daß China vorsätzlich die ganze Welt infiziert hat, sondern, daß es einen sehr grundsätzlichen Fehler darstellt, sich mit Ländern in der Hoffnung auf bilaterale wirtschaftliche Vorteile von großer Tragfähigkeit zu arrangieren, die eine kommunistische Regierung haben. China zeigt perfekt, welcher Horror möglich wird, wenn sich Wirtschaft und Kommunismus auf Ausbeutung und Knechtung ganzer Völker zum gegenseitigen, rein materiellen Wohl & Frommen einigen. Eine interessante Lehre aus „Pandemie“ könnte sein, daß die Stärke Chinas gerade aus seiner Doppelgesichtigkeit resultiert. Man schmiere diejenigen Korrupten im Ausland, mit denen man im Inland selbst kurzen Prozess machen würde. Man verfolge die eigene Agenda, indem man den anderen bestätige, die ihre sei die richtige. Daß von den wirtschaftlichen und den politischen „Eliten“ Widerstand gegen das chinesische Machtstreben zu erwarten sei, ist eine groteske Illusion, da es China verstanden hat, diese Figuren viel zu sehr zu korrumpieren, als daß sie sich politische Gegenwehr noch leisten könnten. Anders ausgedrückt: China hat den Westen mit dessen eigener Gier um den Finger gewickelt, um nicht zu sagen: An die Leine gelegt. Das ist das Resultat einer entsetzlichen westlichen Borniertheit, die darin zu sehen wäre, daß zunehmend der Geist der Materie dient – und nicht, wie das jahrhundertelang der Fall gewesen ist in Europa, die Materie dem Geist.

Es gibt für den westlichen Menschen nur noch zwei Möglichkeiten, sich seine Freiheit wieder zurückzuholen. Auswandern in die unendlichen Weiten Kanadas oder Sibiriens ist die eine, die andere ist derartig scheußlich, daß man sie gar nicht in Betracht ziehen möchte, angesichts der Tatsache, daß der Zug abgefahren ist, in welchem man sich noch hätte überlegen können, welche Maßnahmen zur Entmachtung einer korrumpierbaren, gierigen, landes- und volksverräterischen Kleptokratenkaste man ergreifen darf. Man wäre inzwischen an dem Punkt, an dem man sich nur noch überlegen kann, was – egal wie – überhaupt noch an Optionen übrig ist, um ein solches Ziel zu erreichen. Schön ist etwas anderes.

Ebenfalls wahr ist, daß die Vermutung ihre Berechtigung hat, ausgerechnet einer Frau und Amerikanerin könnten derlei schonungslose Analysen ganz prinzipiell verwehrt bleiben. Mater, Materie und Materialismus haben als Wortstamm die lateinische mater (für „Mutter). Und das westliche Feministengaga ist der Turbolader des Materialismus. Das Märchen vom Fischer und seiner Frau gibt es nicht wegen nichts – und daß bei Männern das Hirn unterversorgt ist, wenn das Blut in die mittleren Körperregionen absackt, ist ebenfalls eine alte Weisheit, die nicht wegen nichts existiert. Für die Durchpornographisierung der westlichen Welt sind außer der Liebe zur Liberalität noch ganz andere Gründe denkbar. Mögen die chinesischen Kommunisten noch so sehr von den westlichen Vorstellungen über den Wert von Menschenrechten, Freiheit und Individualität abweichen, eines läßt sich mit Sicherheit sagen: Das, was die chinesischen Kommunisten als ihre eigenen Werte definieren, wissen sie weit besser zu bewahren, als der Westen die seinen. Wir haben es im westlichen Umgang mit der chinesischen KP zu tun mit einem absoluten Vollversagen. Die Folgen sind ein maximales Desaster. Es gibt keine „Verständigung auf Augenhöhe“ mit Kommunisten. Die Bilateral- und Multilateral-Schwätzer:innen der westlichen Welt sind das Problem. Die ganzen Weltgerechtigkeits- und Weltrettungsphantasten („Ich bin ok, Du bist ok“) sind die wahre „Pandemie“.