KBV-Chef Gassen kritisiert Covid-Impfung von Kindern

Impfung (Symbolbild: shutterstock.com/Von VidEst)
Impfung von Minderjährigen (Symbolbild: shutterstock.com/Von VidEst)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Dienstagmorgen vorläufig 652 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 46 Prozent oder 552 „Fälle“ weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 16,6 auf heute 15,5 neue „Fälle“ je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 40.200 angeblich positiv Getesteten aus, das sind etwa 23.200 weniger als vor einer Woche.

Berlin – Damit die Impfstoffe nicht doch noch zu Ladenhütern werden, weil Corona einfach auch wetterbedingt verschwindet, wie jedes andere Grippevirus auch, haben sich Pharmaindustrie und Politik darauf verständigt, den wehrlosen Mitgliedern der Gesellschaft, den Kindern also, ihren Stoff anzudrehen.

Ob dadurch eine Generation aus Monstern, Mumien und Mutationen heranwächst, spielt dabei anscheinend keine Rolle. Es geht halt nur ums Geschäft.

Doch nicht jeder will bei diesem menschenverachtenden Spiel mitmachen:

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, zum Beispiel hält es für nicht vertretbar, Kinder mit dem Argument der Herdenimmunität gegen Covid-19 zu impfen. „Das ist maximal rücksichtslos“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Kinder seien ohnehin die Leidtragenden in dieser Pandemie, „und jetzt muten wir ihnen auch noch zu, dass sie mit einer für sie individuell nicht eindeutig sinnvollen Impfung die Herdenimmunität absichern sollen“.

Wenn in drei, vier Monaten eine Durchimpfung von 70 bis 75 Prozent der erwachsenen Bevölkerung erreicht sei, es damit praktisch keine schweren Erkrankungen mehr gebe, nur noch wenige Hospitalisierungsfälle, und nur in der Gruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen sei die Inzidenz relativ hoch, „dann wird man das aus meiner Sicht einfach hinnehmen müssen“, so der oberste Vertreter der niedergelassenen Ärzte. Mit Blick auf die Forderung des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) nach einer kompletten Öffnung im Herbst sagte Gassen: „Ich bin ja wahrlich nicht immer bei Herrn Ramelow, aber wenn es für jeden eine Impfoption gibt, muss man irgendwann auch mal sagen: Jetzt ist Schluss mit Pandemie.“ Wer sich dann nicht impfen lassen möchte, müsse eben individuell Schutzmaßnahmen ergreifen.

Kritisch äußerte er sich zur Impfstoffverfügbarkeit. Im Moment sei der Impfstoff immer noch so knapp, „dass er gerade mal für die Praxen reichen würde“. Wenn Impfzentren, Praxen und Betriebsärzte in Konkurrenz zueinander träten, sei das „nicht zielführend“.

Ob die Impfung allerdings für Erwachsene eindeutig sinnvoll ist, wird die Zeit beantworten. Dann nämlich, wenn im Herbst naturgemäß die bekloppten Inzidenzzahlen wieder steigen, die Impfung ständig aufgefrischt werden muss und immer mehr Folgeschäden ans Tageslicht kommen – wenn diese nicht erfolgreich vertuscht werden können. (Mit Material von dts)