Trotz sinkender „Infektionszahlen“: Rechtzeitig zu den Sommerferien soll Auslandsurlaub erschwert werden!

Foto: Menschen mit Maske (über dts Nachrichtenagentur)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 1.455 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 55 Prozent oder 1.799 „Fälle“ weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 15,5 auf heute 13,2 neue „Fälle“ je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 36.700 positiv Getesteten aus, das sind etwa 22.200 weniger als vor einer Woche.

Nach all diesen langen und düsteren Monaten im Lockdown hätten die Bürger, die ja alles mitgetragen haben, was sich das Corona-Regime an teilweise perversen Dingen ausgedacht hat, eigentlich den Urlaub redlich verdient.

Doch leider scheint die Freiheit für einige sadistische Politiker, die sich in ihrer neuen Macht wälzen, mittlerweile ein Schimpfwort zu sein:

Trotz sinkender Inzidenzwerte in Deutschland wollen die Bundesländer offenbar die Corona-Vorschriften für Reisen ins Ausland in den Sommerferien erheblich verschärfen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf ein Beschlusspapier der Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Demnach soll deshalb auf der GMK von Bund und Ländern Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert werden, die bestehenden Einreisebestimmungen zu verschärfen.

Grund für den Schritt ist laut Bericht die Sorge vor der angeblich hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus. „Die GMK ist angesichts der lückenhaften Einreisebestimmungen besorgt, dass es im Rahmen der bevorstehenden Urlaubs- und Reisesaison zu einem Einschleppen von Virusvarianten (insbes. Delta-Variante) kommt, deren Ausbreitung durch das bis Herbst erreichbare Impfniveau nicht hinreichend kompensiert werden und aufgrund der insbesondere bei der Delta-Variante erhöhten Anzahl schwerer Krankheitsverläufe das Gesundheitssystem überlasten kann“, zitiert „Business Insider“ aus dem Dokument.

Konkret fordern die Länder, dass die Freitestmöglichkeit für Urlauber aus Risikogebieten nicht mehr erlaubt sein soll. „Die umfassende Freitestmöglichkeit für alle Einreisen aus einfachen Risikogebieten führt zu einer lückenhaften Früherkennung möglicher Infektionen. Die sogenannte Zwei-Teststrategie gilt hier nicht“, heißt es im Papier weiter.

Die Länder fordern daher schärfere Einreise-Bestimmungen zum Schutz vor einer vierten Welle. „Es ist angesichts der neuen Virusvarianten notwendig, vor der anstehenden Reisesaison über eine einfache aber effiziente Absicherung von Einschleppungen zur Verhinderung einer vierten Welle zu diskutieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Hierzu gehören Optionen einer wirksamen generellen Zwei-Teststrategie (z. B. generelle ausnahmslose Testpflicht bei allen Einreisen, verbunden mit einem Testangebot an allen Grenzübergängen und zentralen Einreisestandorte, sowie eine Nachtestpflicht am 5. Tag nach der Einreise) sowie eine Pflicht zum vorsorglichen Führen einer Kontaktliste bis zur Nachtestung, die im Fall des positiven Testergebnisses dem Gesundheitsamt übermittelt werden muss.“

Damit ist der Urlaub im Ausland für nicht wenige endgültig versaut. Denn wer will schon ständig in irgendwelchen Testzentren Schlange stehen, statt an den Strand zu gehen. Wer will schon aus dem Auto gezerrt werden, wenn sein Autokennzeichen verdächtig nach Risikogebiet aussieht.

Der Corona-Horror wird wohl nie vorbei sein, denn anstecken werden sich die Menschen auch weiterhin, das liegt in ihrer Natur und in der Natur der Viren. (Mit Material von dts)