„VEB Ärmel hoch“ – Impf-Sozialismus aus der Kanüle

Will die "staatliche Spritze": Linken-Chefin Janine Wissler (Foto:Imago/FutureImage)

Die Linke hat nichts aus ihrer eigenen Vergangenheit als Partei gelernt und auch nichts aus dem Zusammenbruch der DDR. Unbeirrt reitet sie weiter das tote Pferd Sozialismus – und hält am tödlichen Irrglauben fest, der Staat sei fähiger als die Märkte, und dirigistischer Planung sei stets der Vorzug vor Wettbewerb und Initiative zu geben. Nun überträgt die Linkspartei diesen Wahn auf die Impfkampagne: Sie fordert, die Impfstoffentwicklung in staatliche Hände zu legen.

Die beiden Vorsitzenden der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, machten diese bizarre Forderung jetzt offiziell zum Wahlkampfthema. „Angesichts des Marktversagens bei der weltweiten Versorgung mit den dringend benötigten Covid-19-Impfstoffen und der Gefahr zukünftiger Pandemien„, heißt es in einem von beiden eingebrachten Änderungsantrag für das Wahlprogramm laut „dts Nachrichtenagentur“, „dürfen wir die Produktion von Impfstoffen nicht mehr den Konzernen überlassen„. Im Klartext: Über staatlichen Zwang, mit öffentlichen Bediensteten und vor allem Geldern, soll mal eben nebenher das aufgebaut werden, wofür selbst die einflussreiche Pharmaindustrie mit ihrer Expertise und Infrastruktur im Fall von Corona fast ein Jahr brauchte.

Der Irrglaube an den staatlichen Machbarkeitswahn erinnert an die Gründungsphase der ersten LPG’s und VEB’s im Ostblock nach den Zwangskollektivierungs- und Enteignungsprogrammen – und obwohl auch damals die Probleme schon direkt nach deren Errichtung begannen, pflegen geistig verirrte Etatisten und Sozialisten den Mythos, der Staat könne es besser. Nach dem Motto: „Alles Gute kommt von oben“.

Na klar: Kontrolle durch WHO und UN

Wissler und Hennig-Wellsoff zeigen mit ihrer Planung gleich mal eindrucksvoll, dass sie von Gesundheitslogistik ebenso wenig verstehen wie von gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen insgesamt: Sie schlagen den Aufbau einer öffentlichen Impfstoffproduktion (im Sinne von „regional vaccine manufacturing hubs“) vor – und die sollen – Nachtigall, ick‘ hör dir trapsen – „weltweit koordiniert über WHO und UN“ werden. Ganz im Sinne des Schwab’schen „Great Reset“ eben: Supranationale Kontrolle über staatlich organisierte Bürokratie, und all das unter NGO- und Milliardärsstiftungsbeteiligungen. Was früher das Politbüro oder der Kreml war, sind künftig dann Gates & Co.

In einem ausführlichen Konzept wird für Deutschland der Aufbau von zwei Fabriken vorgeschlagen, die jeweils „Impfstoff für 20 bis 30 Millionen Bürger produzieren sollten„. Die Kapazitäten sollen auf Dauer vorgehalten werden, nicht nur während einer akuten Pandemie. So stellen sich Linke Wirtschaftsplanung auf dem Reißbrett vor. Die Kosten für den Aufbau beziffern die Linken auf 120 Millionen Euro, hinzu kämen jährlich zehn Millionen Euro für den Betrieb im Leerlauf. Diese „erheblichen Kosten“ seien immer noch „weit geringer als die volkswirtschaftlichen Schäden und das menschliche Leid durch diese und kommende Pandemien„.

120 Millionen? Abgesehen davon, dass sich die naiven Nachwuchs-Sozialisten hier um zwei Nullen verrechnet haben (alleine die EU bestellte bei Biontech bis Ende nächsten Jahres Impfstoff im Volumen von über 35 Milliarden Euro, dem 300-fachen der von den Linken hier veranschlagten Beträge, und solche Summen wirft Jens Spahn an einem schlechten Tag aus dem Fenster), offenbart sich hier die erschütternde linke Naivität. Der Aufbau einer entsprechenden Fabrik werde zwei Jahre dauern. Das lohne sich nach Ansicht der Linke-Vorsitzenden aber trotz der bereits vorhandenen Impffortschritte noch.

Die Covid-Wellen werden weltweit wahrscheinlich über Jahre weiter bestehen und permanenten Impfstoffbedarf erzeugen„, faselt Hennig-Wellsow gegenüber „Zeit-Online„. Und wenn etwas übrig bleibt oder  in Deutschland nicht benötigt wird? Dann kann er „kostengünstig an ärmere Länder abgegeben werden„. Der Steuerzahler übernimmt dann selbstverständlich sämtliche Kosten – auch die Verschiffung ins arme Ausland. Denn Geld ist bekanntlich immer unbegrenzt vorhanden, wo Linke regieren. Kuba und Venezuela können ein Lied davon singen.

Unter Umständen sei allerdings „leider von bis zu zehn Jahren auszugehen, bis man Covid weltweit wirklich unter Kontrolle hat„, so die Linken-Chefin. Wo lebt diese Frau? Bis dahin sind längst die nächsten fünf Pandemien durchgerauscht… Sicher ist: Wenn dieser Staat, der in fast allen Details der Corona-Pandemie mit seinen Beurteilungen und Entscheidungen daneben lag und praktisch alles vergeigte, was möglich war, für die Herstellung von Impfstoff zuständig wird, dann krepieren die Menschen verlässlich reihenweise. (DM)