Löscht das EM-Finale in London ganz Europa aus? Lauterbach zittert schon

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Thiel)

Die Delta-Variante, in gewissen Kreisen auch „leichte Sommergrippe“ genannt, ist – glaubt man den Wirrologen – zur größten Bedrohung nach dem Zweiten Weltkrieg geworden. Es könnte sogar das Potential haben, den Kontinent leer zu fegen. So hört sich das auf jeden Fall an, wenn einer wie der tolle Karl mal wieder eine seiner Prophezeiungen vom Stapel lässt:

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisiert, dass neben den beiden EM-Halbfinalpartien auch das Finale trotz aktuell steigender Infektionszahlen durch die Corona-Delta-Mutation in London mit Zuschauern stattfindet. „Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden“, sagte er der RTL/n-tv-Redaktion. Er hält das Risiko für zu hoch: „Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben.“ Deutschland sollte aber nicht den Vorschlag machen, die Spiele in München austragen zu lassen, so Lauterbach: „Es wäre unglücklich wenn man einen Vorschlag macht, der das eigene Stadion und die eigenen Fans bevorzugt. Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir England vorschlagen, dass die Spiele stattdessen bei uns stattfinden sollen.“

Wie wär’s denn mit Grönland? Oder Sylt? Oder in irgendeinem Luftschutzbunker? Und was ist, wenn England schon vorher rausfliegt und das Stadion dann leer bleibt?

Warum darf das Endspiel nicht in Deutschland ausgetragen werden, wenn die Finalgegner Österreich und Kroatien heißen? (Mit Material von dts)