Neue Uni-Studie hält RT-PCR-Tests für ungeeignet, um eine Pandemiebekämpfung darauf zu basieren

PCR Test (Bild: shutterstock.com/Von Giovanni Cancemi)
PCR Test (Bild: shutterstock.com/Von Giovanni Cancemi)

Resultate von RT-PCR-Tests alleine haben eine zu geringe Aussagekraft, um Maßnahmen gegen eine Pandemie ausreichend zu begründen. Auf dieses Ergebnis verweisen Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen im renommierten Journal of Infection. Sie sagen deutlich, dass positive PCR-Tests nicht aussagekräftig genug sind, ob SARS-CoV-2 Patienten Gesunde mit dem Virus anstecken können. Die Forscher hatten zuvor in Kooperation mit der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster 190.000 Ergebnisse ausgewertet, die von 160.000 Personen stammten.

Während im ganzen Land seit Monaten PCR-Tests als Maß aller Dinge die Grundlage für Inzidenzzahlen, Distanzregeln, Masken und Lockdowns darstellen, kamen die Wissenschaftler zu einem ganz anderen Ergebnis. Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) der Universitätsklinik Essen, sagt deutlich, dass „ein positiver RT-PCR-Test allein nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür ist, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können“. Laut ihm und den anderen Wissenschaftlern dürften die Inzidenzzahlen, die auf PCR-Tests beruhen, nicht als Basis für Sanktionen wie Quarantäne, Isolation oder Lockdowns dienen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass es sehr viel sinnvoller wäre, andere verlässlichere Daten als Grundlage für eine Pandemiebekämpfung zu nutzen, beispielsweise die Auslastungszahlen der Intensivbettenbelegung oder die faktische Mortalitätsrate. Weiterhin erwähnen die Wissenschaftler, dass die Aussagekraft von RT-PCR-Tests eine Bewertung der Lage nur verbessern, aber nicht definieren kann.

Ausgewertet hatten die Wissenschaftler zuvor über acht Monate hinweg 193.253 RT-PCR-Tests von 162.457 Personen aus der Region Münster, das sind 80 Prozent aller in der Region Münster gemachten PCR-Tests im Jahr 2020.

Nach Veröffentlichung der Studie müsste die logische Konsequenz der Regierung sein, alle Lockdowns, Maskenzwänge, Distanzvorgaben, Zwangsquarantänen usw. zukünftig nicht mehr auf RT-PCR-Testergebnissen zu basieren. Ehe das jedoch passiert, werden die Forscher mit großer Wahrscheinlichkeit von der Politik und dem Mainstreammedien eher in die Reihen der angeblichen „Verschwörungstheoretiker“ gerückt, wie es allen zuvor ergangen ist, die darauf hingewiesen haben.

Franz Josef Strauß sagte einst: „Solange die Liberalsozialisten an der Regierung sind, kann ich nur sagen: Eher legt sich ein Hund einen Salamivorrat an, als dass die eine einmal eingeführte Steuer wieder abschaffen.“ Ähnlich sieht es wohl mit dem Entzug von Grundrechten aus. (BH)

Link zur Studie: http://doi.org/10.1016/j.jinf.2021.05.022

Weitere Quelle: https://www.uni-due.de/apps/rss.php?id=1213&db=medizin_fak