Weniger Staatsknete, weniger Tests: Es ging immer nur ums Geld, nie um Gesundheit

Schnelltests an jeder Ecke - wenn der Staat ordentlich ablatzt (Foto:Imago/Viennareport)

Dass es bei dieser sogenannten Pandemie wirklich NUR um finanzielle Aspekte geht, dass Geldmacherei die Hauptschubkraft der Alarmaufrechterhaltung war und ist, zeigte sich an der skandalösen Organisation der Schnelltest-Infrastruktur geradezu mustergültig: Kaum reduziert der Staat seine Pauschalzahlung pro durchgeführtem Antigen-Schnelltest um rund ein Drittel, geht die Zahl der Anbieter drastisch zurück – vor allem bei den Apotheken, die plötzlich die „Wirtschaftlichkeit“ der Tests hinterfragen.

Sozialismus versus Marktwirtschaft – das ist auch das große Thema bei Corona. Dass überhaupt Rentabilitätsfragen eine Erwägung spielen, wo es doch angeblich um Gesundheit und Menschenleben geht, belegt bereits die völlige Schieflage beim Handling dieser angeblichen Superkrise. Deutschlands Apotheken reagieren als erste auf die Verringerung der Anreize – und bauen Testkapazitäten ab, die ihnen nichts mehr bringen. Es ist dasselbe wie mit den Intensivbetten, die plötzlich überall zurückgefahren wurden (womit die künstliche „Verknappung“ und der „Mangel an freien Betten“ begründet wurde), sobald die Kliniken dafür keine vom Personalschlüssel unabhängigen Regierungsgelder mehr erhielten.

Offiziell wird von den Apothekern natürlich nicht der Umstand als Grund für den Rückbau des Testangebots genannt, dass der Bund den nichtärztlichen Testanbietern statt bisher 18 Euro nur noch 12,50 Euro pro vorgenommenem Schnelltest zahlt – sondern dass „niedrige Infektionszahlen und immer mehr Geimpfte“ die Corona-Pandemie „abflauen lassen„. Sieh an – eine weise Erkenntnis, die allerdings mit der geltenden Rechtslage nichts zu tun hat, welche nach wie vor Schnelltests bei jeder Gelegenheit für immer noch rund zwei Drittel aller Deutschen vorschreibt, die noch umgeimpft sind. Die künstliche Nachfrage durch den Staat bleibt also erhalten – bloß die planwirtschaftliche Mittelzuwendung wird geschrumpft und damit die Verdienstmöglichkeiten der Testanbieter.

Welche neuen Geschäftsmodelle in dieser speziellen „Dienstleistungsbranche“ der Pandemie geschaffen wurden – und zwar nicht etwa akut-temporär, sondern offenbar für die Ewigkeit bestimmt -, zeigen Beispiele wie das Dillenburger Unternehmen CoviMedical, das neben PCR-Tests verstärkt auch Antigentests anbietet und – gerade einmal wenige Monate nach seiner Gründung – 1.500 Beschäftigte hat. Interessant ist, wo diese rekrutiert wurden: Fast alle kommen sie, wie CoviMedical Unternehmen selbst bekannt gibt, aus der von Corona besonders gezeichneten Veranstaltungsbranche. Ein weiteres Beispiel für die Abartigkeit einer Politik, die gewachsene, funktionierende Strukturen des Mittelstandes gezielt ruiniert und die beschäftigungslos gewordenen Arbeitnehmer dafür in staatsabhängigen Firmen unterbringt, die diese Pandemie weiter künstlich am Laufen halten helfen.

Staatsabhängige Start-Ups statt gesundem Mittelstand

Für diese „Start-Ups“ mag trotz der Reduzierung auf 12,50 Euro der Staatsknete pro Tests noch genug übrig bleiben; bei Apothekern, die ein anderes Kerngeschäft haben, wird hier hingegen zweimal mit spitzem Griffel gerechnet. Da nach Schätzung des Apothekerverbands ABDA rund 20 bis 25 Prozent der Apotheken die für den Verbraucher kostenlosen sogenannten „Bürgertests“ anbieten, wie „n-tv“ schreibt, entfällt hier womöglich ein wichtiger Teil der Infrastruktur, die das Testen so selbstverständlich wie Toilettenbesuche oder die Benutzung von Verkehrsmitteln macht. Das System sorgt so immerhin selbst ein Stückweit für die Begrenzung des eigenen Wahns – wobei es ohne die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn persönlich zu verantwortende Betrugsanfälligkeit des ursprünglichen Vergütungsschlüssels zu der Senkung der Erstattungspauschale pro Test gar nicht gekommen wäre.

Doch damit sich das Milliarden-Rad Corona trotzdem weiterdreht, wird bereits an weiteren Konzepten getüftelt, wie die „sinkende Nachfrage an Antigentests“ in den Testzentren kompensiert oder gar bald schon überkompensiert werden kann: Eine ABDA-Sprecherin teilte mit, man arbeite bereits an Tests, die „sowohl eine Grippe (Influenza) als auch eine Coronavirus-Erkrankung“ nachweisen könnten. Solche Tests, schreibt „n-tv“, könnten im Herbst helfen, „sollte es zu einer Grippewelle kommen und die Zahl der Corona-Infektionen wieder steigen„. Ehrlicherweise wird hier wenistens die schon lange vermutete Wesensgleichkeit beider Phänomene offen benannt: Corona-Infektionen sind das, was in früheren Jahren „Grippewelle“ hieß. Nur dass der Staat sich und seine Bürger in einer beispiellosen Psychose deswegen verrückt macht und abenteuerliche Summen aufwendet, um ein banales Infektionsgeschehen zu dramatisieren. (DM)