Hitze- statt Covid-Tote: Spahn und Lauterbach machen jetzt in Klima-Panik

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Einmal umgepolt und konditioniert auf den Dauermodus „Politik als Lebensretter“, pickt sich der Staat nun andere „Opfergruppen“ des alljährlichen Sterbegeschehens heraus, die sich für die gewünschte ideologische Agenda eignen: Was bei Corona die Beatmungspatienten waren, sind beim Klimawandel die „Hitzetoten“: Weil die schon immer vieltausendfach Jahr für Jahr zu beklagenden Fälle von an Hitzschlag oder temperaturbedingter Kreislaufschwäche Verstorbenen so schön zum Narrativ des Erderwärmungs-Glutofens passen, will die Bundesregierung nun erstmals Sondermaßnahmen dagegen ergreifen.

Während Verkehrstote, Selbstmorde, häusliche Unfälle, vor allem aber Gefäßerkrankungen und Krebs als Haupttodesursachen nach wie vor weder Politik noch Medien interessieren und weiterhin als triviales, natürliches und unvermeidliches Sterbegeschehen ignoriert werden, hat damit – nach den gezielt als „Covid-Tote“ deklarierten Pandemieopfern – eine weitere Teilmenge der Jahrestoten beste Karten, in den Brennpunkt öffentlicher Wahrnehmung gerückt zu werden und zu Märtyrern einer Heimsuchung gemacht zu werden, deren Bekämpfung zum großen „solidarischen Schicksalskampf“ wird, der Sonderrechte und Ausnahmezustände rechtfertigt.

Und wieder sind es die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, für die durch die Hitze ein „lebensbedrohliches Risiko“ beschworen wird. Weil allein im August letzten Jahres 4.000 Menschen „wohl wegen der Hitze“, gestorben seien, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun ein „Klimabudget“ auf den Weg bringen, mit dem „Heime und Krankenhäuser gegen Überhitzung umgebaut“ werden könnten, wie die „Welt“ berichtet. Abgesehen davon, dass bei früheren Hitzewellen – etwa 2003 – ein Vielfaches an Opfern zu beklagen war, ohne dass hier Global Warming für ursächlich erklärt wurde: Uralte Menschen sterben eines Tages eben an irgendetwas – ob Hitze, Kälte, Grippe oder Covid – und daran wird auch ein Jens Spahn nichts ändern.

Wieder mal neue Extra-Budgets für Spahn

Doch unverdrossen faselt er davon, Räume in Heimen und Kliniken sollten dringend so modifiziert werden, dass sie „nicht mehr überhitzen“ können; dafür will Spahn noch mehr Geld aus dem Bundeshaushalt abgreifen, um die erforderlichen „Anpassungen im Gesundheitswesen“ auf den Weg zu bringen. Dies fordert ausgerechnet der Minister, nota bene, der bereits phantastische Milliardensummen ohne jede Kontrolle in der Pandemie für Masken, Schnelltests und Klinikzuschüsse zum Fenster hinauswarf und bereits über einen der größten Haushaltsposten frei verfügen kann. Jetzt soll es also auch noch der Klimaschutz sein.

Dieser bemerkenswerte Fokussierungs-Shift von Corona nahtlos hin zum Klima ist nicht nur bei Spahn augenfällig: Er wird auch von einer weiteren unheilvollen Gestalt in dieser Pandemie mühelos vollzogen: Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach scheint den Klimaschutz als neue Spielwiese, als lohnenden Resonanzboden für seinen erprobten Daueralarmismus entdeckt zu haben. Wo die Inzidenzen keine Panikmache mehr hergeben, müssen es eben die hochsommerlichen Temperaturen sein. Auf Twitter schreibt Lauterbach in gewohntem Duktus weiter – nur das Thema hat sich geändert:

(Screenshots:Twitter)

In einem muss man Lauterbach dankbar sein: Die Beliebigkeit seines Alarmismus, die austauschbaren Floskeln seiner Hysterisierungsbesessenheit räumen auch die letzten Zweifel aus, dass seine Einlassungen weniger über die angeblichen Probleme der Gesellschaft verraten, als über die persönlichen Probleme, die Karl Lauterbach mit seiner Umwelt hat. Es scheint sich um ein klinisches oder zumindest psychisches Syndrom zu handeln, das dringend nach fachkundiger Hilfe verlangt. Wenn dies einmal begriffen wurde, lässt sich diese unqualifizierten Dauer-Angstmache immerhin einordnen als das, was sie ist: die pathologischen Schreie eines Sonderlings nach Anerkennung – aber keine ernstzunehmenden Warnungen und Debattenbeiträge. (DM)