Dann ist es todsicher: Zusammenhang zwischen Corona-Impfung und Herzmuskelentzündungen „wahrscheinlich“

Krankgeimpft? (Symbolbild: shutterstock.com/Von Beenicebeelove)
Krankgeimpft? (Symbolbild: shutterstock.com/Von Beenicebeelove)

Die  US-Seuchenbehörde CDC ist sich annähernd sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen Herzentzündungen bei jungen Patienten und vorher verabreichten mRNA-Corona-Vakzinen gibt. 

US-Experten sehen beim Auftreten hunderter Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer zweiten Corona-Impfung einen Zusammenhang zu den sogenannten mRNA-Vakzinen als „wahrscheinlich“ an. Das berichtet unter anderem die Welt. Am Mittwoch präsentierte dieses Ergebnis eine von der US-Gesundheitsbehörde CDC einberufene Expertengruppe.

Mindestens sieben männliche Minderjährige in den USA klagten über Schmerzen in der Brust, nachdem sie mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft wurden. Die US-Gesundheitsbehörden prüften Anfang Juni den Sachverhalt, nachdem das Fachmagazin „Pediatrics“ einen Artikel veröffentlichte, wo solche Fälle dokumentiert wurden. Dazu werteten sie Daten zu mehr als 300 bestätigten Myokarditis-Fällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus.

„Myokarditis ist eine seltene, aber keine neue Erkrankung“, erklärte der Kinderkardiologe Matthew Oster hierzu. Bislang sei man davon ausgegangen, dass die Krankheit normalerweise von Viren verursacht werde. „Es scheint, dass die mRNA-Impfstoffe ein neuer Auslöser sein können“, sagte Oster.

Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, erklärte in der vergangene Woche, diese Fälle seien „selten“ und „die große Mehrheit“ der Betroffenen habe sich „mit Ruhe und unterstützender Behandlung wieder vollständig erholt“.

Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in den USA bislang der einzige Corona-Impfstoff, der auch für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen ist und von der CDC als uneingeschränkt unbedenklich bewertet wurde. Bislang wurden rund 8 Millionen Kinder damit geimpft. Die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland hingegen sprach keine Empfehlung aus und begründete ihre Entscheidung mit einer unzureichenden Datenlage, auch was die Spätfolgen der Impfung angeht. (SB)