Die Frauenquote und ihre Folgen: Nacktes Chaos bei den Saar-Grünen

Kaum gewählt, schon wieder abgetreten: Saar-Grünen-Ex-Chef Ralph Rouget (l.) (Foto:Imago/BeckerBredel)

Im Saarland endete heute eine große „PolitikerInnen“-Karriere, die das Zeug dazu gehabt hatte, die praktischen Folgen einer bedingungslosen Frauenquote schonungslos zu entzaubern: Nach dem Skandal um den oberpeinlichen Auftritt der Kandidatin Irina Gaydukova beim Landesparteitag der Saar-Grünen vergangenen Sonntag, die dort keine einzige Frage zu bundespolitischen Themen hatte beantworten können, schmiss selbige heute den Bettel hin – und trat aus der Partei aus. Zugleich trat der Landesvorsitzende Ralph Rouget zurück.

Rougets Rückzug fünf Tage nach seiner Wahl war eine Einmischung der Parteichefin Annalena Baerbock vorausgegangen, die gemosert hatte, dass Platz 1 der Landesliste nicht weiblich besetzt worden war, sondern an Hubert Ulrich ging. Welche Blüten die krampfhafte Frauenbevorzugung in dieser Partei jedoch treibt, hatte Gaydukova bereits eindrucksvoll dokumentiert – die allen Ernstes auf Listenplatz 2 aufgestellt wurde (und somit sicher im Bundestag gelandet wäre), wenn sie nicht durch ihren Auftritt am Sonntag für rechtzeitige Selbstoffenbarung und -demontage gesorgt hatte:


Bezeichnenderweise hatten die Grünen dieses Video – das bis gestern noch selbst von erfahrenen politischen Beobachtern für ein Fake gehalten wurde, aber tatsächlich authentisch ist – versucht, aus der Öffentlichkeit zu halten; zum Glück vergeblich. So kann sich jeder davon überzeugen, welche drittklassige, mittelmäßige und unfähige Personen es in diesem Deutschland des 2021 in politische Spitzenämter schaffen und die demokratische „Volksvertretung“ besorgen sollen. So wenig Klasse, Niveau und Substanz war noch nie.

Gaydukova zog auf die „Bild„-Bekanntmachung ihres Auftritts von vorgestern Abend hin den Stecker – und zog nicht nur ihre Kandidatur zurück, sondern verließ gleich die Partei, was wohl als einsichtige Beendigung ihrer politischen Karriere gewertet werden kann. Offenbar setzten ihr der Spott und Hohn über den viral gegangenen Auftritt sehr zu. Die Grünen sprechen prompt von einer „Verunglimpfungs- und Vernichtungskampagne„.

Eine Sichtweise, der sich auch CDU-Ex-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer anschloss, die heute wie eine Grünen-Pressesprecherin für Gaydukova Partei ergriff: „Hier wird gerade ein Mensch kaputt gemacht„, echauffierte sie sich auf Twitter über die Kritik am Auftritt der Deutsch-Ukrainerin. Deren Auftritt sei „sicher alles andere als professionell“ gewesen, doch die Reaktionen dazu im Netz finde sie „noch unprofessioneller und beschämend„. Kunststück: Die kamen auch nicht von Profis, sondern von fassungslosen Bürgern – denen, die im Bundestag zu repräsentieren sich Gaydukova angeschickt hatte.

Verweichlichte Wohlfühlverschwurbelung

Was die hypersensible Kramp-Karrenbauer hier absondert, ist wieder einmal so typisch: Gaydukova mag eine nette und herzliche Frau sein; niemand bezweifelt das. Doch für ein öffentliches Amt ist sie eben ganz offensichtlich – fachlich und von der Persönlichkeit her – völlig ungeeignet… und dass es sich bei ihrem Auftritt um einen Aussetzer oder Blackout gehandelt haben soll, ist kaum glaubwürdig. NIEMAND hat sie gezwungen, in die Politik zu gehen und sich gar als Bundestagsabgeordnete – auf ein fünfstellig dotiertes, verantwortliches Mandat – zu bewerben. Wer diesen Weg wählt, muss auch mit Gegenwind, mit deutlicher Kritik und emotionalen Reaktionen auf eigene Pannen und Fehler rechnen. Politik war noch nie etwas für Weicheier.

In Deutschland ist die verkuschelte Wohlfühlverschwurbelung und Infantilisierung des öffentliches Raums, die Amateurisierung der Politik soweit fortgeschritten, dass sich jeder alles zutraut (erst recht bei den „Grünen) und hier nur noch Attribute zählen, die dabei eigentlich gar keine Rolle spielen dürften: Anscheinend reichen die Kategorien „Frau“ und „Migrationsgeschichte“ völlig aus, vor allem im linksgrünen Block, um sich für praktisch jedes Amt qualifiziert zu fühlen – vom Parlamentarier bis zur Bundeskanzlerin. Und die Kandidaten selbst interessieren sich bei ihrem politischen Engagement – neben egoistischen  Alimentierungsinteressen – offenbar vor allem für die attraktive Work-Life-Balance ihres Jobs. Doch sobald sie dann ihrer eigenen Unfähigkeit Nichteignung überführt werden, fühlen sie sich als Opfer??? Es wird Zeit, dass die Politik wieder „erwachsen“ wird! (DM)