„Faktenfinder“ wiedermal blamiert? Hinweise auf Corona-Laborursprung verdichten sich

Virenforschung im Labor (Foto:Imago/ZUMAWire)

Und wieder zerbröselt eine angebliche „Verschwörungstheorie“, über die auch nur zu mutmaßen noch vor wenigen Monaten zuverlässig Facebook-Sperren, Netzzensur, Anfeindungen und vor allem Propaganda-„Gegenaufklärung“ der verlogenen sogenannten „Faktenfinder“ nach sich gezogen hätte: Dass das Corona-Virus schon viel länger auf den Menschen übergesprungen war und chinesischen Wissenschaftlern, wenn sie es nicht sogar entwickelt haben, zumindest längst bekannt war, wird durch die Entdeckung von 13 gelöschten Coronavirus-Sequenzen aus einer Google-Clouddatei bestärkt.

Es handelte sich dabei um Genstränge, die aus unbekannten Gründen vor etwa einem Jahr aus einer wissenschaftlichen Datenbank verschwunden waren. Der Zufallsfund gelang einem US-amerikanischen Virologen beim Auswerten von Dateien aus der Cloud, wie die „Welt“ unter Berufung auf die „New York Times“ schreibt. Demnach habe der Forscher die Sequenzen dem Bericht zufolge aus Daten von mehr als 200 Virusproben von früheren Covid-19-Fällen rekonstruiert, die in der chinesischen Provinz Wuhan aufgetreten waren.

Nur durch diese fehlenden Sequenzen aus der Anfangsphase der Pandemie kann die genaue Entstehung und Erstausbreitung des Virus zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgezogen werden. Der Bericht des US-Viroligen nährt nun die Vermutung, „dass frühere Varianten des Sars-CoV-2-Virus bereits vor den ersten bekannten Ausbrüchen im Dezember 2019 auf Tier- und Meeresfrüchtemärkten in Wuhan zirkulierten„, so die „Welt“ – sofern man dieser Ursprungstheorie überhaupt glauben will; damit erfährt die immer plausibler erscheinende These vom Laborursprung des Virus neuen Auftrieb.

Labortheorie immer wahrscheinlicher

Der Genetiker Jesse Bloom vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle schreibt über die neuen Daten:  „Die phylogenetische Analyse dieser Sequenzen legt nahe, dass die Sequenzen vom Huanan-Markt, die im Mittelpunkt des gemeinsamen Berichts von WHO und China stehen, nicht vollständig repräsentativ für die Viren in Wuhan zu Beginn der Epidemie sind.“

Zwar ist dies noch kein Beweis, aber ein erneuter starker Hinweis, dass Corona nicht durch Zufallsübertragung von Tier auf Mensch übersprang – sondern eher das Resultat eines missglückten Laborexperiments ist. Was wohl die Faktenschinder dazu sagen werden, sollte sich dieser Verdacht weiter erhärten? Wir ahnen es bereits. (DM)