Späte Einsichten? Immer mehr Deutsche stornieren ihre Impftermine

Impfverweigerung (Symbolbild:Jouwatch)

Während die Impfkampagne insgesamt weiterrollt und in absoluten Zahlen weiter Fortschritte macht – die Zahl der Erstmpfungen ist in Deutschland heute auf 44,36 Millionen angestiegen und hat damit die Halbmarke der Bevölkerung überschritten – macht sich zugleich eine zunehmende Impfzurückhaltung breit, die vor allem den Hausärzten auffällt.

Offenbar stellen sich immer mehr vor allem jüngere Deutsche die berechtigte und überfällige Frage nach dem Risiko-Nutzen-Verhältnis der Covid-Impfungen. Seit feststeht, dass weder Eigen- noch Fremdschutz vor Infektion durch die Impfung gesichert ist und somit auch die vielbeschworene „Herdenimmunität“ (ein theoretisches Wunschziel aus den Anfangstagen der Pandemie, als die Impfstoffentwicklung noch in den Kinderschuhen steckte) hinfällig ist, stellt sich die Frage nach der Zweckmäßigkeit umso eher.

Dies erst recht vor dem Hintergrund der inzwischen auch in die etablierten Medien gelegentlich durchdiffundierenden Impfnebenwirkungen und teilweise gravierenden bis tödlichen Folgeschäden durch Impfunfälle, die gerade erst wieder im aktuellen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (Berichtszeitraum bis 31.5.2021) dokumentiert wurden und auch aus dem Ausland in besorgniserregender Fülle gemeldet werden.

Impfskepsis aus guten Gründen

Zwar stieg die Zahl der Geimpften seit gestern um rund 405.000 an (inklusive Nachmeldungen), wie „dts Nachrichtenagentur“ berichtet; doch vor allem bei den Hausärzten nehmen offenbar immer mehr Menschen ihre Impftermine bei den Hausärzten nicht wahr. „Absagen oder No-Shows nehmen auch in den Hausarztpraxen zu„, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Von einer „allgemeinen Impfmüdigkeit“ wollte er allerdings nicht sprechen. Tatsächlich haben jedoch Recherchen des RND ergeben, dass sehr wohl immer mehr Menschen ihre Termine in den Impfzentren stornieren oder nicht zur Impfung erscheinen – weil sie sich offensichtlich kurzfristig gegen die Impfung entschieden haben.

In Nordrhein-Westfalen liegt die Quote der nicht wahrgenommenen Termine zwischen 10 und 30 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 15 bis 40 Prozent. Es sind Zahlen, die hoffen lassen – dass nämlich Menschen, die zu keiner der Corona-Risikogrippen gehören, ihren gesunden Menschenverstand einschalten und sich vor allem nicht von einer staatlichen Gesundheitsapartheid, die inzwischen schon etabliert ist (einmal impfen oder täglich dauertesten), erpressen lassen. (DM)