Keine drei Tage nach Würzburg sorgt sich die Bundesregierung schon wieder um „Rassismus“

"Black Lives Matter (Foto:Imago/ZumaWire)

Dass institutionalisiertes Gutmenschentum weder Takt noch Timing kennt, um seine herbeiphantasierten Missstände öffentlichkeitswirksam zu beklagen, ist hinlänglich bekannt. So ist es kaum überraschend, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes – eine im Bundesfamilienministerium angesiedelte Behörde-  unmittelbar nach dem Würzburgers Anschlag des somalischen Attentäters Abdirahman J. den Zeitpunkt für geeignet hält, mehr Gesten und Symbole gegen „Rassismus“ und für „Weltoffenheit“ zu fordern – und zwar nicht nur im Kontext des Fussballs.

Kein Wort darüber, dass hier ja just – nach Logik und Lesart des „Wokism“ eine „Person of Color“ drei Weiße ermordet und über ein Dutzend teils schwer verletzt hatte. Stattdessen ist es das Hauptanliegen von Bernd Franke, des Leiter der Antidiskriminierungsstelle, sich hinter all jene Fußballer zu stellen, die bei der Europameisterschaft „gegen Rassismus demonstrieren„. Wenn die Profikicker gegen Rassismus und Diskriminierung durch symbolische Gesten auf dem Spielfeld Stellung bezögen, dann sei dies „ausgesprochen couragiert und sehr begrüßenswert“, so der Regierungsaktivist laut verschiedenen Medien. Denn: „Sie treten damit für universelle Grundwerte und Menschenrechte ein und können damit auch eine große Breitenwirkung erzielen, weil ihnen eine hohe Vorbild- und Identifikationsfunktion bei vielen Fans zukommt.

Laut Franke bedeutet die Inszenierung durch Regenbogenbinden und zur Schau gestellte „Toleranz“-Gesinnung  in keinster Weise eine Politisierung des Fußballs: „Bei solchen Gesten auf dem Spielfeld geht es heute nicht darum, den Sport zu politisieren. Sie weisen vielmehr auf die Geltung von universellen Menschenrechten hin. Zum Beispiel, dass niemand rassistisch oder wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf.“ Der Mann realisiert offenbar selbst gar nicht, wie er hier einen Zeichencode, eine klar politisch Symbolik verabsolutiert und mit Inhalten füllt – und das genau dies das Wesen der Propaganda ist und zu allen Zeiten war. So wie heute als verbrecherisch verteufelte Symbole der Geschichte ebenfalls einmal für rundum akzeptierte, lobens- und lebenswerte Anschauungen und „universelle“ Ideale standen.

Propaganda und ihre wohlfeilen Symbole

Und so kritiklos, wie die Deutschen ihrer Zeit schon immer dem jeweiligen Zeitgeist frönten, wird auch jetzt die erwünschte Bildsprache heroisiert: In Deutschland, so Franke, sei man bei der Akzeptanz solcher Symbole und Gesten zwar „durchaus weit„, doch damit sei alleine noch viel zu wenig getan, um „gegen Rassismus“ vorzugehen. Er ergänzte: „Noch immer hat sich kein aktiver Fußballprofi geoutet, noch immer gibt es rassistische Beleidigungen vom Spielfeldrand und manchmal auch auf dem Spielfeld selbst.“ Hier habe man sicher noch Nachholbedarf, damit es nicht nur bei Gesten und Symbolen bleibe, sondern auch der Fußball tatsächlich freier von Diskriminierung werde.

Wie sieht es denn, werter Herr Franke, mit der Diskriminierung Deutscher durch jene aus, die sie nicht nur ungefragt in ihrer Mitte erdulden, sondern auch alimentieren müssen? Wie ist es um die „Toleranz“ des Islam und vor allem der unter seinem Ticket hierzulande Narrenfreiheit genießenden Extremisten gegenüber „Ungläubigen“ bestellt – Salafisten, Muslimbrüder, IS-Anhänger wie der Würzburger Täter und viele andere vor ihm? Diese verlogene heuchlerische Bundesregierung muss endlich gezwungen werden, anstelle des wohlfeilen Kampfs gegen eingebildeten Phantomproblemen die echten und realen Nöte der Bevölkerung in Kauf zu nehmen – und sie vor „Hass“ und „Gewalt“ zu schützen, wo diese tatsächlich existieren. (DM)