Anteil der Delta-Variante steigt, Inzidenz sinkt weiter

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Zahlen, die irgendwie nicht zusammenpassen. Denn würde man den Pandemie-Profiteuren glauben, müssten sich ja jetzt die Intensivbetten wieder füllen:

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht nämlich von einer weiteren deutlichen Steigerung des Anteils der Delta-Variante an den Corona-Neuinfektionen in Deutschland aus. Der Anteil der angeblich hochinfektiösen und damit lebensgefährlichen Variante habe in der dritten Juniwoche bereits bei 36 Prozent gelegen, sagte RKI-Chef Lothar Wieler nach Informationen der „Funke-Mediengruppe“ bei der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder am Montag. Damit hat sich der Anteil laut der Auswertung der Sequenzierungen in der 24. Kalenderwoche (bis 20. Juni) gegenüber der Vorwoche mehr als verdoppelt.

In der 23. Kalenderwoche hatte der Wert laut RKI bei rund 15 Prozent gelegen. Die Delta-Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender als die bisher bekannten Formen. In Europa ist besonders Großbritannien von der neuen Mutation betroffen, fast 100 Prozent der Fälle sind auf die Delta-Variante zurückzuführen.

Gleichzeitig hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Dienstagmorgen vorläufig 404 mutmaßliche Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 11,2 Prozent oder 51 „Fälle“ weniger als am Dienstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 5,6 auf heute 5,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 13.900 positiv Getesteten aus, das sind etwa 10.300 weniger als vor einer Woche.

Derzeit sind lediglich 705 Intensivbetten belegt. Zu Beginn des Jahres, als die Delta-Variante in Deutschland noch kein Thema war, waren es mehr als 4000 belegte Intensivbetten, wurden noch mehr als 300 Tote am Tag gezählt, fast 10 mal so viel wie heute.

Was stimmt hier nicht? (Mit Material von dts)