Sparer werden verarscht: ING führt Strafzinsen ab 50.000 Euro ein

Pleite-Land Deutschland (Foto: Von Jinga/Shutterstock)

Europas größte Direktbank, die Direktbank ING, wälzt die desaströse EZB-Finanzpolitik nun ebenfalls auf ihre Kunden ab: Künftig sollen sowohl Neukunden als auch Bestandskunden schon für Guthaben über 50.000 Euro ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent pro Jahr zahlen.

Nach der Postbank und der Commerzbank senkt nun auch die ING Deutschland die Freigrenze für Strafzinsen auf Einlagen. Bestands- und Neukunden müssen ab September für Sparbeträge ab 50.000 Euro eine Verwahr-Gebühr von 0,5 Prozent bezahlen. Das teilte die Deutschlandtochter der niederländischen Bank ING am Montag mitteilte. Bisher wurde diese Gebühr für Einlagen ab 100.000 Euro fällig und galt nur für Neukunden.

Die EZB verlangt von den Banken seit 2014 Strafzinsen für bei ihr eingelagertes Geld. Immer mehr Banken geben dies mittlerweile an Kunden weiter, da ihre Erträge durch die seit Jahren herrschenden Niedrigzinsen ohnehin unter Druck sind. Die zur Deutschen Bank gehörende Postbank senkte die Freigrenzen für Spareinlagen auf 50.000 Euro bei Girokonten und 25.000 Euro bei Tagesgeldkonten. Die Commerzbank erhebt ab August für Einlagen ab 50.000 Euro Strafzinsen. (SB)