Helge Braun stimmt schon auf den nächsten Lockdown ein – für Nichtgeimpfte

Helge Braun (Foto: Bundesregierung/Kugler)
Helge Braun (Foto: Bundesregierung/Kugler)

An zwei Tatsachen ließ Merkels Kanzleramtskettenhund Helge Braun keinen Zweifel – und man muss schon fast dankbar sein für soviel „Offenheit“. Erstens: Es wird weitere Lockdowns geben, und zwar schon bei der „Vierten Welle“ (die so sicher kommen wird wie das Amen in der Kirche). Zweitens: Die Diskriminierung und Apartheid zulasten Nichtgeimpfter wird zur Vollendung gebracht – indem diese Lockdowns nur für sie gelten sollen und nicht mehr für Geimpfte. Doch natürlich hält sich Merkels Vollstrecker auch hier noch ein Hintertürchen offen: Sein Versprechen „kein Lockdown mehr für Geimpfte“ gilt nur, „solange die Impfungen gut wirken„.

Also wieder eine Gummidefinition. Denn dass die Impfungen – nach der kaputten politischen Lesart in dieser Pandemie, zwischen symptomfreien Positivgetesteten und Realerkrankten überhaupt nicht mehr zu unterscheiden – nicht „gut wirken„, lässt sich am aktuell Beispiel Großbritanniens vergegenwärtigen, wo trotz einer Impfquote von 67 Prozent der Bevölkerung mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 180 künstlich gerungen wird. Dass die tatsächliche Krankheitslast minimal ist (auch und gerade bei den Jüngeren, im Gegensatz zu anderslautenden Falschbehauptungen Karl Lauterbachs) und auch die Hospitalisierungsrate unauffällig, ist zwar ein weiteres Argument dafür, wie unwissenschaftlich, unseriös und irreführend der starre Blick auf „Inzidenzen“ und Testresultate ist; doch auch in Deutschland hält man an dieser Sichtweise fest, weshalb uns auch der übliche saisonale Anstieg von respiratorischen Atemwegsinfektionen im Herbst wieder als „Welle“ verklickert werden wird.

Folgen Brauns Ankündigungen, die er im Gespräch mit „MDR aktuell“ zum Besten gab, Taten, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Regierung nimmt den Fallzahlenanstieg zum Anlass, einen mangelnden Impfschutz gegen die dann gerade vorherrschende „Mutante“ zu postulieren und die dritte und vierte Pflichtimpfung (oder „Auffrischungsimpfungen“ vorzuschreiben), bis zu deren Verwirklichung leider doch wieder alle in den Lockdown müssen, oder sie riskiert einen nie dagewesenen nochmaligen Bruch des sozialen Friedens – und praktiziert den „Lockdown nur für Nichtgeimpfte„, von dem Braun faselt.

Die Vollendung der Apartheid

Wie hat man sich Letzteren dann vorzustellen? Ein totales Betretungsverbot für Nichtgeimpfte in allen Läden, Gaststätten, Verkehrsmitteln, Fitnessstudios, Kinos (eben das, was im letzten Lockdown für alle galt)? Und wie soll so etwas durchgesetzt werden? Polizeilich? Dies wäre dann die Verwirklichung des schlimmsten Alptraums, den es (nach allen Beteuerungen deutscher Politiker vor noch keinem Jahr) doch angeblich niemals in Deutschland geben dürfe und werde: Eine Zweiklassengesellschaft, in der jene, die die angeblich doch „persönliche Impfentscheidung“ frei getroffen haben, mit Ausgrenzung, Isolation und permanenter Alltagsdiskriminierung für diese „Freiheit“ zahlen dürfen.

Dass der nach Merkel wohl einflussreichste Politiker Deutschlands ein solches Szenario – Lockdown für Nichtgeimpfte – mit eiskalter Selbstverständlichkeit ankündigen kann, das selbst die schlimmsten Visionen und Befürchtungen der angeblichen Verschwörungstheoretiker und Spinner zu Beginn der Pandemie in den Schatten stellt, zeigt, in was sich dieses Land binnen kürzester Zeit entwickelt hat: eine Gesundheitsdiktatur, ein wahnhaftes Impf- und Hygieneregime, in dem es keine Unbeschwertheit und Freiheit mehr geben kann. (DM)