Von wegen klimafreundlich: E-Autos sind größere Dreckschleudern als Dieselfahrzeuge

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Skeptiker hatten es längst befürchtet und warnen seit Jahren, dass die „E-Mobilität“ eine große Mogelpackung ist, da – Entwicklung, Produktion, Zusammensetzung des kurz- und mittelfristig hierfür benötigten Strommixes eingerechnet – überhaupt kein CO2-Einsparpotential vorliegen kann. Dass sich die Politik beim Klimabeitrag des Elektroautos massiv verrechnet hat, zu diesem Resultat kommt nun eine Gruppe von sechs europäischen Wissenschaftlern.

Die Experten wenden sich in einem offenen Brief an die EU-Kommission, und berufen sich auf ein Positionspapier von 170 weltweiten Wissenschaftlern, die die von der EU genannten CO2-Einspareffekte durch die Umstellung auf E-Mobilität im vorgegebenen Zeitraum als unrealistisch bezeichnen, wie „Focus“ berichtet. Die Zahlen suggerierten ein Einsparpotenzial, das es schlichtweg nicht gibt, urteilt Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Denn der Strommix sei schlicht falsch berechnet worden.

Die sich stellende Frage ist nicht die, ob Elektroauto oder Verbrenner, sondern ob die benötigte Energie aus fossilen oder anderen Quellen stamme, erklärt Koch. Dank absurd überhöhter Staatshilfen, die während Corona nochmals deutlich gesteigert wurden, gelang mit diesem „planwirtschaftlichen“ Kunstgriff die künstliche Ausweitung des E-Auto-Absatzes auf rund 250.000 neu zugelassenen E-Autos alleine in diesem Jahr, womit die 1-Millionen-Fahrzeuge-Marke vermutlich noch im Juli überschritten wird.

Dank planwirtschaftlicher „Anreize“ in den E-Auto-Boom

Was dies am Ende dem Klima bringt, ist allerdings fraglich: Solange nämlich – dem gegenwärtigen Strommix entsprechend – diese Elektrofahrzeuge mit Kohlestrom geladen werden, ist jeder moderne Diesel am Ende klimafreundlicher, worauf kürzlich erst VW-Chef Herbert Diess aufmerksam machte.

Bei weiterer Stromversorgung aus Kohle oder Öl – weil die erneuerbaren Energien den Bedarf nicht im Ansatz decken können – sehe er keinen großen Sinn in der Umstellung auf E-Antriebe, so der Manager. Ein Ausweg könnte, ja müsste hier die wirklich klimaneutrale und saubere Atomenergie sein – doch die ist ebenfalls ideologisch vorbelastet. (DM)