Geisteskrank: Therapeuten begleiten Lockdown-gewöhnte Deutsche in die Normalität zurück

Foto: Von Daniele COSSU/Shutterstock

Zur einer psychopathischen Politik passen psychopathische Folgemaßnahmen: Nach dem Lockdown ist zwar vor dem Lockdown – doch der achtmonatige Merkel-Dornröschenschlaf, in den Deutschland ohne Not und Nutzen gelegt wurde, hat bei vielen Bürgern anscheinend Phobien und soziale Störungen in einem solchen Maße ausgelöst, dass hier spezielle Experten auf den Plan gerufen werden.

Diese sollen sich, wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) diese Woche berichtet, mit der „überaus wichtigen“ Frage befassen: Was tun, wenn Treffen mit anderen Menschen Angst und Stress auslösen? Im Nanny- und Betreuungsstaat Deutschland gibt es bekanntlich für alle Befindlichkeiten Profis, Dienstleister und akademisch geschulte Spezialisten, die sich mit eingebildeten wie auch realen Sorgen und Nöten beschäftigen; und so auch für die Lockdown-Verhaltensprobleme, die sich bei manchen Zeitgenossen während all der Monate von „Binge Coaching“, häuslichem Rumgegammele und und Homeoffice/-schooling eingeschlichen haben.

Da kann es mancheinem schon extreme Ängste und Komplexe verursachen, wenn er plötzlich nicht mehr via Zoom, sondern live Freunde treffen, im Biergarten Fußball schauen oder im Fitnesscenter mit anderen Menschen trainieren soll. Die Folgen der Lockerungen –  für die meisten Deutschen eine Erlösung – ist für diese „armen Schweine“ ein Albtraum.

Geprägt und abgerichtet auf einen kranken Zustand

Sie wurden vom Corona-Staat derart an die Abnormität des Lockdowns gewöhnt, um nicht zu sagen konditioniert und abgerichtet, dass sie das alte, unbeschwerte Zusammenleben als krankhafte Zumutung empfinden.

Deshalb erteilen „Experten“ wie der Psychiater und Stressforscher Mazda Adli jetzt praktische Lebenstips, wie die notwendig gewordene „aktive Anpassungsleistung“ an das, was einst normal war, gelingen kann. Der Professor von der Charité in Berlin und Chefarzt der Fliedner Klinik für psychische Erkrankungen sieht dabei bei jedem Betroffenen ein anders Tempo und rät laut RND, „sich nicht unter Druck setzen zu lassen und soziale Kontakte schrittweise zu steigern.“ Bei seiner Therapie sollte Adli allerdings aufpassen, dass sich seine Patienten nicht zu sehr an die Freiheit und Unbeschwertheit gewöhnen – denn schon im Winter könnten die Zeichen wieder auf Lockdown stehen… (DM)