Linker Rassismus: Migranten müssen als solche „sichtbar“ sein

"Black Pride Protests": So müssen für die woken Hipster Deutschlands "Migranten" aussehen (Foto:Imago/NurPhoto)

Was Linke in Deutschland unter „Migration“ und „Migrationsgeschichte“ verstehen, ist im Rahmen ihrer Identitätspolitik schnell erklärt: weltoffen, bunt und migrantisch ist für sie zwingend nur der, der so aussieht; entweder als People of Colour, oder als anderweitiger visueller Exot fällt man ins Schutz- und Verherrlichungsraster ihrer Weltsicht – und wer zu weiß, normal, europäisch oder autochthon-deutsch aussieht, ist per se suspekt. So wie die in der CDU-Kampagne „Deutschland gemeinsam machen“ abgebildeten Menschen.

Weil sich das Laschet-Wahlteam hier einer Bildersprache bedient, die aus „vorbereicherten“ Zeiten gegriffen scheint und Menschen überwiegend so darstellt, wie sie immer noch (zum Glück, wenn auch nicht mehr lange) in vielen Teilen Deutschlands – vor allem abseits der multikulti-gesegneten urbanen Zentren – noch immer aussehen, kriegen woke Hyperprogressive, Migrantifanten und BLM-Trolle Schnappatmung. So etwa wie dieser hier:

(Screenshot:Twitter)

Aufschlussreich hier der Terminus „erkennbare Migrationsgeschichte„. Hieraus spricht der unappetitliche linke Rassismus, der denselben Geist atmet wie einst die Nürnberger Gesetze und der Wahn des Ariertums: Was einst blond-blauäugig sein musste, das muss heute dunkel-getönt, kraushaarig, schwarz, südländisch, orientalisch oder zumindest schlitzäugig sein, um vom Artenschutz der neuen Identitätspolitik zu profitieren. Es könnte sich bei den abgebildeten Personen ja um aus Russland, Polen, Argentinien, Italien, Frankreich, den USA oder Australien eingewanderte Personen oder deren Nachkommen handeln; doch „Migrationshintergrund“ muss heute in erster Linie sichtbar sein. Die Selbstentlarvung der neuen Blut-und-Boden-Bewegung ist so schlicht wie wahnhaft: Alles Gute kommt von draußen, Zugewanderte und Fremde als moralische Herrenrasse, „Buntland, Buntland über alles“.

Übrigens: Dass die CDU hier eine Klientel abbildet, die von ihrem ansonsten propagierten (und durch die eigene Politik der vergangenen Jahre aktiv veränderten) Menschen- und Deutschlandbild abweicht, ist vermutlich kein Zufall; doch hieraus einen Kurswechsel, eine Abkehr von der aktiven „Umvolkungspolitik“ der Merkeljahre herauslesen zu wollen, führt in die Irre. Vermutlich wollte man einfach nur mal einen Gegenakzent setzen – in einer Zeit, da anscheinend kein TV-Spot vom Dosenbier bis zur Windel, vom Vibrator bis zum Vollmaschmittel, keine Werbestrecke der deutschen Bahn und keine Aufklärungskampagne der Bundesregierung ohne ihre Quotenschwarzen, Quotenaraber, Quotentürken oder „Südländer“ auskommt. Doch nicht einmal dieser Versuch eines Ausgleichs ist möglich, ohne dass die linke Identitätspolizei im Regenbogenland Sturm läuft. (DM)