Rassismus bei der Süddeutschen? Anfeindungen gegen schwarze Islamkritikerin Hirsi Ali

Am Pranger der linken Gesinnungswächter von der SZ: Islamkritikerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali (Foto:Imago/IPON)

Wer kulturmarxistische Redakteure, die sich im intellektuellen Elfenbeinturm verstiegen haben, in ihrer Wohlfühlzone stört, muss mit heftigen Reaktionen rechnen: Was nicht passt, wird passend gemacht. So lässt sich die Reaktion der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) auf das neue, schockierende Buch „Beute“ der US-niederländischen Politologin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali erklären. Was Hirsi darin über die frauenverachtende Lebenswirklichkeit in den westlichen Parallelgesellschaften islamischer Migranten schreibt, müsste eigentlich jede aufgeklärte Linke, Feministin und Humanistin alarmieren. Die SZ jedoch kämpft gegen die Erschütterung des eigenen Weltbilds.

Aus Sicht von SZ-Rezensentin Sonja Zekri nämlich sind nicht die alptraumhaften, vormittelalterlichen Rollenbilder und diskriminierenden Alltagsgewohnheiten in arabischen und afrikanischen Zuwandererfamilien frauenverachtend – sondern das Buch von Hirsi Ali. Selbst dass diese als Schwarze, PoC und somit woke-konforme Kronzeugin schreibt, die zudem noch aus einem Herkunftsland des importierten Hasses, der strukturellen und kulturimmanenten Gewalt gegen Frauen stammt und insofern wohl weiß, wovon sie redet – selbst all das ist für die islamophilen Multi-Kulti-Ideologen der SZ kein Grund, Hirsi Ali zu verreißen, ihr groteske Stereotypen angeblicher Islam- und Frauenfeindlichkeit an den Kopf zu knallen und sie in eine Schublade zu stecken mit islamfeindlichen bösen Rechten, mit in Ungnade gefallenen Reizfiguren der unbelehrbaren Linken à la Alice Schwarzer, Sevran Altes oder Necla Kelek (die alle in der SZ bereits ihr Fett wegbekamen, weil sie dem Traumbild urbaner Großstadtlinker von einer „modern-aufgeklärten, weltoffenen muslimischen Zuwanderung“ durch unliebsame Realitätsschilderungen Dämpfer verpasst hatten).

Vorzeigbare, exotische Muslimas – gerne auch verschleiert – sind den „Redakteur*Innen“ linker Kunterbuntgazetten wie der SZ stets wohlgelitten, wenn sie in einer andern Opferrolle auftreten – und zwar nicht als Opfer von struktureller innermuslimischer Gewalt, sondern von ausländerfeindlichen Übergriffen, „antimuslimischem Rassismus“ und rechten Trollen. So herum wird ein Schuh daraus, dann stimmt die Welt wieder. Doch wehe, sie identifizieren die Täter in der verhätschelten Schutzgruppe selbst – dann handelte es sich um Häresie und Hetze. In den Herkunftsländern der hierher „Geflüchteten“ werden die Schilderungen von „sexualisierter Gewalt gegen Frauen“, von „Unterdrückung„, von Zwangsheirat und innenfamiliären Grausamkeiten selbstverständlich geglaubt und folglich auch als Fluchtgründe propagiert; doch die Vorstellung, dass die Sozialisation auch in Deutschland fortbesteht und die Behandlung der Frauen in den überwiegend männlich dominierten muslimischen Migrantenmilieus hier ihre Fortsetzung findet, wollen die akademischen Postfeministinnen des deutschen Haltungsjournalismus nicht einmal an sich heranlassen.

Naive Islamverklärung bei der SZ: Rollenbilder aus dem Setzkasten

Umgekehrt hat die SZ in ihrer totalen ideologischen Verrammelung natürlich kein Problem damit, die „feministische“ Kopftuch-Bloggerin Kübra Gümüsay zu hofieren, auch wenn diese – wie Mirjam Lübke auf Facebook treffend schreibt – Holocaust-Leugner zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen machen will. Lübke hierzu: „Solange der Tabubrecher kein Deutscher ist, bedeckt man derlei Kleinigkeiten gern mit dem Mantel der Liebe. Das ist kein Grund, an Gümüsays Glaubwürdigkeit zu zweifeln – denn sie erzählt, was Journalisten der Süddeutschen hören möchten. Und das sind keine Warnungen vor naiver Toleranz.“ Apropos naive Toleranz: Gerade erst durften wir uns nach Würzburg wieder von deren segensreichen Folgen überzeugen lassen. In einer beispiellosen Täter-Opfer-Umkehr wird wieder einmal die Schuld bei der „aufnehmenden Gesellschaft“ für erweisliche Fehlentwicklungen gesucht – aber nie sind es die hergelaufenen und geduldeten Mörder selbst, die für ihre Taten verantwortlich sein sollen – obwohl diese oftmals bereits in ihrer Biographie, ihrer kulturellen Prägung angelegt sind.

Die Deutschen selbst – zumindest die im öffentlichen Raum, deren Resonanzboden die veröffentlichte Meinung ist – wollen/können/dürfen solche evidenten Zusammenhänge und auch Fehlentwicklungen ihrer selbstzerstörerischen Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik nicht mehr offen benennen. Das ist schlimm genug. Doch nachgerade pervers wird es, wenn sogar hellsichtige Migranten, die uns vor unserer eigenen Verblendung warnen und mit ihrem unverstellten Insiderwissen um die gesellschaftlichen Realitäten der Politik  die Augen zu öffnen suchen, angefeindet und mit Schmutz beworfen werden. Die SZ und all die anderen linken Totengräber einer tödlichen Toleranz werden selbst den Preis für ihre Blauäugigkeit zahlen – dann, wenn alles zu spät ist. (DM)