Gebaerbockt? Islamischer Fake-Professor beriet jahrelang NRW-Schulministerium

Ahmet Ünalan (Bild: IMAGO / Hartenfelser)

„Prof. Dr.“ Ahmet #Ünalan scheint das FDP-geführte Schulministerium in NRW so etwas von „gebaerbockt“ zu haben: Der türkisch-stämmige Islamimport mit mutmaßlich besten Verbindungen zu Erdogans hoch umstrittener Ditib scheint sowohl seinen Doktor- wie auch seinen Professorentitel „getürkt“ zu haben. Nun trennt sich die #NRW-Regierung von einem ihrer „wichtigsten Islam-Berater“.

Anlass für die Trennung: „Begründete Zweifel in Bezug auf die akademische Laufbahn.“ Der smarte Herr Ahmet Ünalan, einer dieser Politikwissenschaftler – tätig an der Uni Duisburg-Essen – ist, besser gesagt: war –  seit Jahren in verschiedenen Funktionen für das nordrhein-westfälische Schulministerium tätig. Und jetzt kommt heraus: Der 40-Jährige ist weder Professor noch ist klar, ob er überhaupt eine Doktorarbeit geschrieben hat. Das FDP-geführte Ministerium teilt hierzu laut der Bild-Zeitung mit: „Hinsichtlich der eingereichten Promotionsurkunde läuft derzeit eine Sachverhaltsaufklärung.“ Und auch die Uni Duisburg-Essen zeigt sich aktuell ganz geschäftig und forscht nach, wer sich da eigentlich – seit Jahren vom Steuerzahler alimentiert – als Professor in ihren heiligen Hallen ausgibt.

Um was für eine Person es sich bei Ünalan handelt, das sollte jedoch bereits seit Längerem klar sein. Denn: bekannt scheint zu sein, dass der Herr beste Beziehung sowohl zum türkischen Generalkonsulat, wie auch zur hoch umstrittenen Ditib pflegt. Wie die Welt berichtet, identifizierten Medienberichte in Print und TV Ünalan ab Beginn der 2000er-Jahre als „Vorsitzenden von Ditib“ in Duisburg oder als „Gründungsvorsitzenden“ von Ditib im Stadtteil Wanheimerort. Die Ditib, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, mit Sitz in Köln und ihren rund 900 in Deutschland betriebenen Moscheegemeinden, zeigt sich nicht nur offen gegenüber der islamistischen Muslimbruderschaft und den rechtsextremen Grauen Wölfen. Der von Erdogans Diyanet gelenkte sunnitisch-islamische Organisation beschäftigt Ditib-Imame als Spione für den türkischen Geheimdienst, zeigt sich antisemitisch oder lässt kleine Kinder in Militäruniformen, auf der die türkische Flagge prangt, in ihren Moscheen als Märtyrersoldaten für die Türkei kämpfen und „sterben“.

Nicht nur die Schulministerien in NRW und Hessen holen sich solche Gestalten samt ihrer antisemitischen, islamistischen Organisation an den Tisch, um sie an der Gestaltung der Kommission zum Islamunterricht an staatlichen Schulen teilhaben zu lassen. Die Hamburger rot-grüne Regierungskoalition forderte vor einem Monat in einem Antrag, dass unter anderem die Ditib zukünftig Sitze im Rundfunkrat besetzten kann.

Aktuell ruft „almanya bülteni“ zur „Solidarität mit Ahmet Ünalan“ auf. Besonders ärgert man sich dort über die Berichterstattung von der „Welt“ über ihren Säulenheiligen Ünalan und findet: „Es ist der Zeitpunkt, deutlich zu machen: „Wir haben die wahren Absichten hinter diesen Artikeln und Machenschaften erkannt. Wir glauben Ihnen nicht, wir stehen zu Ahmet Ünalan, der einen wichtigen Gewinn für die deutsch-türkische Gemeinschaft in Deutschland steht. Im Interesse Aller und im Interesse des gesellschaftlichen Friedens in Deutschland sollte man bedacht handeln und mit diffamierenden Äußerungen sich zurückhalten. Es ist niemanden damit geholfen, Vorurteile und unbegründete Angst zu schüren.“

Eine Petition unter dem Titel „#DiffarmierungStoppen – Solidarität mit der Landesregierung NRW und Dr. Ahmet Ünalan“ ist ebenfalls schon auf den Weg gebracht und wurde von 456 „Brüdern und Schwester“ gezeichnet (Stand 08.07.2021).  (SB)