Kognitive Dissonanz: Mehr Impf- als Coronaschäden

Coronaimpfung einer Schwangeren (Symbolbild: shutterstock.com/Von Unai Huizi Photography)

Den wenigsten Zeitgenossen fällt offenbar ein besorgniserregender kognitiver Widerspruch auf, der der vorangetriebenen Impfkampagne innewohnt (oder sie nehmen diesen zwar wahr, verdrängen ihn jedoch, weil es ihnen ohnehin nicht um „Immunisierung“ und „Schutz“, sondern um die Wiedererlangung von Freiheiten geht): Sie kennen, wenn sie ehrlich zu sich und anderen sind, in ihrem persönlichem Umfeld so gut wie niemanden, der schwer an Corona erkrankt geschweige denn daran verstorben ist; wohl aber weiß mittlerweile fast jeder von einer ganzen Reihe von persönlichen Bekannten zu berichten, die von Impfnebenwirkungen betroffen waren.

Dass die Covid-Impfung – und zwar bei der Zweitdosis meist noch heftiger als bei der ersten – weit weniger gut vertragen wird als alle anderen gut erforschten und seit Jahrzehnten bewährten Impfungen gegen die klassischen Infektionskrankheiten, dass es in einer gefühlten Mehrzahl der Fälle zu massiven körperlichen Reaktionen von Schüttelfrost über Fieber und weiteren erheblichen Grippesymptomen kommt, scheint wirklich niemandem zu denken zu geben; und wir reden hier wohlgemerkt noch gar nicht von den über 60.000 ernsten Impfschäden und teilweise tödlichen Folgen durch Thrombosen oder Herzmuskelentzündungen, sondern nur von den „gewöhnlichen“ Impfreaktionen. Wir reden von Fällen, in denen Menschen nach der Impfung im Koma liegen und anschließend körperlich schwer beeinträchtigt sind. Von Schilderungen wie diesen, von denen die Sozialen Medien voll sind:

(Screenshot:Twitter)

So wie sich bei einer auffallenden Zahl plötzlich nach der Impfung (bzw. in signifikantem zeitlichen Zusammenhang mit dieser) „ausgefallener“ oder schwer erkrankter, teilweise auch in auffallendem zeitlichem Zusammenhang an Herzinfarkten und Sekundentoten verstorbenen, zuvor kerngesunden Personen keiner Sorgen macht, werden auch diese tagtäglichen Fallschilderungen der unmittelbaren Impfreaktionen kleingeredet und als vorübergehende und deshalb sorgenlos hinzunehmende Begleiterscheinung bagatellisiert. Doch, und hierin liegt die Schizophrenie, worin unterscheiden sich diese Impffolgen dann von den Auswirkungen einer Corona-Infektion, die doch – selbst in den „schweren Fällen“ – ebenso überstanden wird wie diese Impfreaktionen und von der Symptomatik her selbst da, wo sie sehr heftig ausfiel, auch nicht ernster verlief als die Impffolgen, mit dem Unterschied jedoch, dass am Ende eine natürliche und garantiert „nebenwirkungsfreie“ Immunität steht, während insbesondere bei den mRNA-Vakzinen etwaige Langzeitschäden gar nicht absehbar sind?

Oft ist im alltäglichen Dialog zu hören, von Ex-Infizierten aus eigenem Erleben oder in der Schilderung von Erkrankungen aus dem Bekanntenkreis: Also mich bzw. XY hat es wirklich extrem erwischt, das ist ganz sicher keine normale Grippe gewesen, ich hatte Atemprobleme, ich habe richtig heftig flachgelegen, das war extrem, der und der hatte sogar Sauerstoff bekommen, ich konnte mich tagelang nicht mehr bewegen… und so fort. Bloß: Fragt man dann danach, wie es weiterging, ob am Ende der Exitus stand oder schwere Behinderungen oder bleibende Schäden, dann heißt es in so gut wie allen Fällen: Nein, irgendwann ging es dann natürlich wieder, irgendwann war es durchgestanden – und die Betreffenden waren wieder allesamt gesund. Abgesehen davon, dass Identisches, in unaufgeregteren Zeiten, auch bei jeder Grippe Normalität war (ohne dass Krankheitsschübe damals dramatisiert bzw. von hypersensibilisierter Selbstbeobachtung und politischer Hypochondrie begleitet waren): wo liegt dann der Unterschied zur Impfung? Auch hier „überstehen“ die meisten, wenn sie Glück haben, die Impfung – allerdings ohne Klarheit, ob „Long Vaccine“, etwaige Langzeitschäden, nicht noch gravierender sein werden als das dauerbeschworene „Long Covid“. (DM)