Delta-Variante „boomt“ – wieder 600 weniger positiv Getestete als vor einer Woche, Impfpflicht droht

Symbolfoto: Collage

Die vierte Welle muss gigantisch werden, so langsam wie sie sich aufbaut und heranrollt. Die Pandemie-Surfer, also diejenigen, die davon profitieren, schlagen auf jeden Fall schon freudig Alarm und polieren ihre Bretter, während offensichtlich die Intensivstationen wieder „volllaufen“ und Totenscheine im Akkord ausgestellt werden müssen. (Ironie off):

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 324 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 53 Prozent oder 112 „Fälle“ mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 6,2 auf heute 6,4 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 10.200 positiv Getesteten aus, das sind etwa 600 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 2 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 202 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 29 Todesfällen pro Tag (Vortag: 29).

Ganz klar, dass da dringend nachgelegt werden muss und so wird selbstverständlich die Impfpflicht wieder ins Gespräch gebracht. Schließlich muss man den Stoff irgendwie loswerden:

Ethikrats-Mitglied Wolfram Henn hat sich für eine Impflicht für bestimmte Berufsgruppen ausgesprochen. „Wir brauchen eine Impfpflicht für das Personal in Kitas und Schulen“, sagte der Mediziner der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Lehrkräfte und Kita-Erzieher sollten so vor allem Kinder unter zwölf Jahren schützen, die keine Impfung bekommen können.

„Wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegibt, trägt eben besondere berufsbezogene Verantwortung.“ Zwar hätten Kinder selbst ein geringes Risiko, schwer an Covid zu erkranken, „man muss aber weiter damit rechnen, dass sie das Virus in ihre Familien tragen und Menschen aus Risikogruppen infizieren“, so Henn, Professor für Humangenetik an der Universität des Saarlandes. Der Mediziner verwies dabei auf Krebspatienten in Familien, die aufgrund akuter Therapien noch gar nicht geimpft werden konnten.

Diese Gruppe gelte es jetzt durch eine Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen zu schützen.

Und zum Schluss dann natürlich die ganze verlorgene, heuchlerische Breitseite:

Eine allgemeine Impfpflicht lehnt Ethikrats-Mitglied Henn aber ebenso ab wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Wenn erstmal die Lehrer „fallen“, fallen die Busfahrer, die Taxifahrer, die Verkäufer, die Lkw-Fahrer, der Weihnachtsmann und so weiter und so fort.

Und der Rest der umgeimpften Bürger wird dann so unter Druck gesetzt, erpresst oder bedroht (keine Arbeit ohne Impfpass), bis dann wirklich alle an der Nadel hängen und sich die Pharmaindustrie daransetzen kann, für Nachschub, so genannte Auffrischungsimpfungen, zu sorgen.

Hier weitere aktuelle Meldungen aus der Coronahölle:

Bayerns Gesundheitsminister gegen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Schutzmaßnahmen strikt abgelehnt. „Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht“, sagte Holetschek der „Rheinischen Post“ (Montag).

Notwendig seien „weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante“, sagte der CSU-Politiker. „Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann“, so Holetschek weiter.

Grüne gegen Freiheitseingriffe für Ungeimpfte

Die Grünen haben die Forderung nach harten Freiheitseingriffen für Ungeimpfte klar abgelehnt. „Freiheit darf kein Privileg derjenigen mit guten Zugang zum Gesundheitswesen sein. Die Bundesregierung ist aufgefordert, endlich eine mehrsprachige und zielgruppengerechte Informationskampagne zu starten“, sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche der „Rheinischen Post“.

„Gesundheitsämter, Impfzentren, Ärzteschaft und Gesundheitsberufe – alle sind jetzt aufgefordert, niedrigschwellig aufzuklären und Impfangebote zu machen“, sagte sie. Entgegen aller Erwartungen vor einem Jahr seien derzeit schon sehr viele Menschen geimpft. „Aber gerade jüngere Menschen ohne Priorisierung warten noch auf die Zweit- oder sogar Erstimpfung. Manche Menschen sind von der Impfkampagne noch gar nicht erreicht worden“, sagte die Grünen-Politikerin. Zuvor hatte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte gefordert. Nicht-Geimpften solle der Zugang etwa in Stadien oder ins Schwimmbad verwehrt werden.

Ungeimpften dürfe nicht mehr gestattet werden, in den Urlaub zu fahren, sagte Heinz. Und wahrscheinlich hat dieser Rassist die impfunwilligen Migranten und Flüchtlinge damit gemeint, die ständig in den Heimaturlaub wollen.

Hotel- und Gaststättenverband fordert dauerhafte Öffnungen

Der Hotel- und Gaststättenverband hat die Politik trotz steigender Inzidenzzahlen aufgefordert, den Betrieben dauerhafte Öffnungen zu gewähren, um verloren gegangenes Personal zurückzugewinnen. „Entscheidend ist jetzt, dass die Politik für dauerhafte Öffnungen sorgt und der Branche, Betrieben wie Mitarbeitern, wieder Perspektiven gibt. Wir sind zuversichtlich, dass die Mitarbeiter dann auch wieder zurückkehren“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Wir wissen, dass Beschäftigte aus unserer Branche in die boomende Logistikbranche und in den Einzelhandel gewechselt sind“, sagte Hartges. So habe es Kampagnen großer Einzelhändler gegeben, die gezielt um Arbeitskräfte aus dem Gastgewerbe geworben hätten. „Darüber hinaus haben wir Mitarbeiter nach Österreich, in die Schweiz und nach Südtirol verloren, denn hier durften gastgewerbliche Betriebe schon sehr viel früher als bei uns in Deutschland wieder öffnen. Das betraf dann insbesondere die Betriebe in den südlichen Bundesländern.“ Hartges berichtete, viele Hotels und Restaurants klagten in der Tat über einen Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel. Besonders Köche und qualifiziertes Servicepersonal fehlten beim Neustart.

Aber auch die Saisonkräfte aus dem Ausland und die studentischen Hilfskräfte seien noch nicht alle wieder zurück. Hartges kündigte an, die Betriebe würden ihre Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung intensivieren. Neben einer angemessenen Bezahlung seien die Wertschätzung des Teams durch eine gute Kommunikation und ein vertrauensvolles Betriebsklima wichtiger denn je.

„Die Politik ist aufgerufen, für wirtschaftsfördernde Rahmenbedingungen zu sorgen. Dazu gehört es, die Arbeitgeber zu entlasten und sie zu unterstützen“, erklärte Hartges.

 

(Mit Material von dts)