Pride Pissing: „Schändung“ der Regenbogenfahne in Deutschland jetzt ein Fall für den Staatsschutz

Ein Land im Regenbogen-Wahn (Foto:Shutterstock/PrazisImages)

Offenbar ist die Regenbogenflagge nun endgültig zum Hoheitszeichen der Bundesrepublik geworden, und die Staatsorgane messen dem Schutz „queeren“ Lebens die höchste Priorität bei: Weil sie eine Regenbogenfahne von einem Bauzaun rissen und darauf urinierten, ermitteln Polizei und Staatsanwalt in München gegen zwei unbekannte Männer. Die „Schändung“ des sogenannten Pride-Banners werde von den Behörden „sehr ernst genommen„, so die Polizei. Jedenfalls deutlich ernster, so scheint es, als messernde und mordende Zuwanderer oder islamistische Gefährder.

In diesem weltoffen-bunten Deutschland ist bekanntlich kein Problem, wenn die Regierung Geschäfte mit problematischen oder gar menschenverachtenden Regimes macht – von Saudi-Arabien über China bis zur Erdogan-Türkei; wenn sich der Bundespräsident bei iranischen Mullahs anbiedert; oder wenn der nationale Fußballverband mit dem Golfstaat Qatar eng kooperiert; kurzum: wenn mit Staaten engste Beziehungen unterhalten werden, die praktisch täglich Menschenrechte mit Füßen treten und im übertragenen Sinne ständig auf alle Ideen pinkeln, für die die „Regenbogenfahne“ stehen soll.

Sobald genau dies jedoch irgendwelche Halbstarken im wörtlichen Sinne tun, werden sie zum Fall für deutsche Staatsanwälte. Spätestens seit der Einführung als zeremonielles Symbol durch „die Mannschaft“ und ihren Kapitän Manuel Neuer bei der Fußball-EM ist die Nichtverherrlichung oder Missachtung von „Gay Pride“ ein Frevel – und kriminelle Handlung.

Zeitgeistkonformer Missbrauch von Strafvorschriften

Bizarrerweise lautet denn der Tatvorwurf auch auf „Volksverhetzung“ nach § 130 StGB; ein Delikt, das in diesem Merkelstaat auf jene schon lange keine Anwendung mehr findet, die ihren Hass auf alles Nationale, Identitäre und Heimatliche zum Ausdruck bringen – durch Anfeindungen gegen jeden offenen Patriotismus, durch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth mitvertretene Parolen wie „Deutschland du mieses Stück Scheiße„, durch die (ausdrücklich für straffrei erklärte) Verunglimpfung der hiesigen Bevölkerung als „Köterrasse„. Dafür wird diese Strafvorschrift nun linksideologisch und zeitgeistkonform missbraucht, um Gegner einer penetranten „LBGTI+“-Doktrin zum Schweigen zu bringen und ein Exempel zu statuieren. Die Münchner Polizei spricht denn auch von einem „staatsschutzrelevanten Delikt„, das sich bereits vorvergangenes Wochenende in Obergiesing ereignet hatte. Die Wildpinkler sollen dabei, so das Portal „queer.de“ entrüstet, „LBGTI-feindliche Äußerungen“ gerufen haben.

Angezeigt wurden die flüchtigen Münchner „Täter“ übrigens von „Zeug*innen„, die diese „Tat“ (bei der es weder Opfer gab, noch von einer wirklichen Sachbeschädigung die Rede sein konnte) pflichtschuldigst sogleich meldeten. Immerhin darauf ist in diesem Staat Verlass: Unter allen Fahnen und Bannern, von Schwarz-Weiß-Rot bis Regenbogenbunt, funktioniert deutsches Denunziantentum unvermindert zuverlässig. Die Reaktion: Eine regelrechte Großfahndung mit „mehreren Streifenwagen“ nach den Verdächtigen, plus öffentlicher Fahdungsaufruf. So sehen die strafrechtlichen, politischen und behördlichen Prioritäten im besten Deutschland aller Zeiten aus.