„Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ ist in diesem Deutschland kein Monopol der Rechten. Im Gegenteil: Bei SPD und Gewerkschaftern gehört sie offenbar zum guten Ton – und weil für ihr politisches Lager auf Facebook andere Bewertungsmaßstäbe gelten als für freie Medien, „Leugner“ oder „Rechtspopulisten“, können sie ihrem Hass dort freien Lauf lassen. So wie der SPD-Politiker und Deutsche-Bahn-Betriebsrat Peter Nowack aus Bremen.
Erkennbar anlässlich des gestrigen Ablebens des Bremer AfD-Bürgerschaftlers Mark Runge – und unmittelbar nachdem sich die Nachricht vom tragischen Tod des 38-jährigen, dreifachen Familienvaters verbreitet hatte – schrieb Nowack, der in Bremen kein Unbekannter ist und nicht unerhebliche Reichweite besitzt, auf Facebook folgendes (und dieser Post ist tatsächlich weiterhin online):

Der zynische Verweis auf die „vielfältigen Interpretationen“ machte die Sache allerdings nur noch schlimmer, ebenso wie Nowacks peinlicher Nachtrag, in dem er das ganze als eine Art Travestie, als Musterbeispiel einer ausufernden Netzdebatte hinzustellen versuchte:
Man kann nur hoffen, dass der Satz „Karma is a bitch“ zutrifft und der Glaube an eine höhere Gerechtigkeit nicht vergebens sein möge. Nicht die AfD, sondern Figuren wie Nowack sind es, die in diesem Land das politische und gesellschaftliche Klima vergiften, die Ausgrenzung, Spaltung und Entmenschlichung vorantreiben und damit zeigen, wie fruchtbar tatsächlich der Schoß noch ist, aus dem das Grauen von einst kroch. Die Arendt’sche „Banalität des Bösen“, sie offenbart sich heute vorrangig bei denen, die sich als „Antifaschisten“ ausgeben. (DM)






















