Die Nachteile des Globalismus

"Haben es in den Händen": Das Weltklima und der neue Größenwahnsinn - Foto: Von PopTika/Shutterstock

Seit Ende des vorherigen Jahrhunderts wurde „Globalisierung“ von Wissenschaft, Publizistik und Konzernen als großer Entwicklungsfortschritt gefeiert und auf „Weltwirtschaftsgipfeln“ die Kritiker der Globalisierung sogar „wie der internationale Terrorismus zu einem Weltproblem“ erklärt (Davos).

Von Prof. Eberhard Hamer für P.I.News

Die Wirtschaftswissenschaft hat die Globalisierung als weitere Entwicklungsstufe von der Hauswirtschaft über Stadtwirtschaft, Regionalwirtschaft, nationale Volkswirtschaft über supranationale Wirtschaftsräume (EU) zur Weltwirtschaft gesehen.

Die Globalisierung ist aber nicht nur eine ökonomische Dimension, sondern gibt es auch technologisch, politisch, gesellschaftlich, kulturell und militärisch. Wesentlich dazu beigetragen haben z. B. die technologischen Entwicklungen der Luftfahrt, der Telekommunikation, der neuen Medien (Internet) und der Digitalisierung. Von ihnen ging schon lange die Idee der „einen Welt“ aus.

Inzwischen gibt es eine Fülle von internationalen Oberherrschaftsorganisationen, welche sich wie UNO, NATO, IWF, GATT, ILO, Weltbank, u.a. eine Kompetenz für die ganze Welt anmaßen, die Souveränitäten und Kompetenzen der Menschen und der Länder in der Hand weniger global herrschender Kräfte zentralisieren wollen.

Dazu wurden die „vier großen Freiheiten“ verkündet: Globale Freiheit des Kapitals, der Produktion, der Arbeitskräfte und der Dienstleistungen.
Vor allem mit der Freiheit des Kapitals wollten die großen internationalen Konzerne und Banken die nationalen Grenzen, Rechtssysteme und Steuersysteme überspringen, um in Steuer- und Rechtsoasen der Welt unbegrenzte Finanz- und Steuerfreiheit zu genießen. Zurück blieben die national gebundenen mittelständischen Betriebe, die die Steuer- und Sozialausfälle der Konzerne und Banken mit übernehmen mussten, also entsprechend höher ausgebeutet wurden.

Auch die Produktion der internationalen Konzerne wurde international dorthin verlegt, wo am wenigsten Regulation und Steuer und die billigsten Löhne waren, also an den billigsten Produktionsstandorten. Damit konnten die Konzerne aus globaler Billigproduktion billiger verkaufen als der mit national teureren Produktionsfaktoren arbeitende bodenständige Mittelstand und letzteren auskonkurrieren.

Ebenso wurden Dienstleistungen der internationalen Banken und Konzerne dorthin verlegt, wo dies am billigsten (z. B. Abrechnungen in Indien), wo dies politisch befohlen (z. B. Abrechnung der Telekom in Israel) oder wo dies aus militärischen oder Spionagegründen (Cloud-Konzentration aus Europa in den USA) zweckmäßig erschien.
In den letzten Jahrzehnten war besonders die von den Konzernen verlangte Freizügigkeit der Arbeitskräfte umstritten. Die internationalen Konzerne wollten die jeweils billigsten Arbeitskräfte für ihre Massenproduktion oder -dienst-leistung global anwerben, der Mittelstand wies dagegen darauf hin, dass er mit ausgebildeten Fachkräften und hohen nationalen Steuer- und Sozialkosten Individualproduktion und -dienstleistungen zu erbringen habe, deshalb durch die Migration nicht entlastet, sondern mit Sozialkosten zusatzbelastet würde.
Der Kampf für Globalisierung, dann für „Diversifizierung, Multi-Kulti und Genderideologie“, wurde von den USA für alle ihre Kolonien, insbesondere für Europa, gefordert und eine globale Einheitskultur vorgegeben, die es heute z. B. nicht mehr erlaubt, unterschiedliche Rassen, Kulturen oder Religionen überhaupt zu erwähnen, ohne in die Gefahr zu geraten, ins globale Abseits gestoßen zu werden. Entsprechend wurden die Souveränitätsrechte und Kompetenzen der Nationalstaaten abgebaut, in Zwischenstationen (EU, NATO) gesammelt. Die Globalisierung scheint sich weiter durchzusetzen. Man darf allerdings deren Hinterkräfte des internationalen Großkapitals (Gates, Soros, Bezos, Zuckerberg, Rothschild u.a.) nicht nennen, ohne als „Verschwörungstheoretiker“ ins gesellschaftliche Abseits gestellt zu werden.

Schon 2005 hat die Mittelstandsforschung in Hannover in vielen Einzeluntersuchungen herausgearbeitet, dass es bei der Globalisierung nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer gibt. „Ebenso wie unter den Unternehmen Hochfinanz und Konzerne die großen Gewinner der Globalisierung, die mittelständischen Personalunternehmen aber die Verlierer dieser Entwicklung sind, gilt auch für die gesellschaftlichen Gruppen, dass den größten Vorteil von der Globalisierung die kleine Oberschicht der Reichen hat. Nur sie können die globalen Freiheiten für sich selbst weitgehend nutzen“. Dagegen sind mittelständischen Unternehmer und der angestellte Mittelstand ortsgebunden, können ihre Tätigkeiten nicht international verlagern, weil ein mittelständisches Unternehmen nur in Anwesenheit des Unternehmers erfolgreich ist und der angestellte Mittelstand seinen Dienstvertrag vor Ort ausüben muss.

Das hat in unserer Wirtschaft zu einer Aufspaltung zwischen den die globalisierten Freiheiten nutzenden globalen Kapitalgesellschaften und Banken einerseits und den bodenständigen mittelständischen Personalunternehmen andererseits geführt. Erstere können die großen Freiheiten für Steuerfreiheit, Billigarbeit und internationale Billigbelieferung nutzen und sich vor allem durch globale Verlagerung den überbordenden Gesetzen und Bürokratien unserer alten Industrieländer entziehen. Der heimattreue Mittelstand dagegen ist z. B. hier in Deutschland den höchsten Steuern und Sozialabgaben der Welt ausgeliefert, einem ständig wachsenden und nicht mehr beherrschbaren Gesetzesnetz und einer Bürokratie, welche selbst immer weniger Entscheidungen triff, stattdessen die Verantwortlichkeiten und wachsenden Kontrollaufwand auf die Unternehmen abwälzt. Nur die Kapitalgesellschaft, Konzerne und die Hochfinanz haben die globalisierte Freiheit, sind aus den nationalen Rechtssystemen in rechtsfreien Raum gewachsen; – der Mittelstand als bleibender Staatsuntertan dagegen hat Höchststeuern, Höchstsozialabgaben und Höchstlöhne zu zahlen und dazu auch noch die Monopolpreise der Global Players zu akzeptieren, deren Konditionen und Rabatte hinzunehmen, sich deren Billigwettbewerb auf dem Markt zu stellen und ist dabei eindeutiger Verlierer im Globalisierungsspiel.

Auch die Unterschicht hat inzwischen begriffen, dass Globalisierung für sie mehr Gefahr als Nutzen bedeutet:

Wenn die globalen Konzerne in Billiglohnländer verlagern, bleibt Arbeitslosigkeit in Deutschland zurück.
Wenn die Zentralbanken Pleiteländer und Pleitekonzerne sowie Pleitebanken mit immer höheren Krediten über Wasser halten, eine Schuldenexplosion in der Welt betreiben und damit den Wert der Währungen und des Geldes vernichten, schwindet damit nicht nur das Realeinkommen, sondern auch die Ersparnisse und jede Alterssicherung unserer Arbeitnehmer.

Und wenn die Medien der westlichen Welt durch die US-Hochfinanz finanziert, gesteuert, manipuliert und auf eine einheitlich gewünschte politische Ideologie gezüchtet werden, wird die durch Medienpropaganda am meisten beeinflusste Unterschicht davon auch am meisten dirigiert.

Die von den Globalisten geforderte Freizügigkeit aller Menschen der Welt hat naturgemäß zur Völkerwanderung in die wirtschaftlich blühenden und offenen Länder geführt. Merkel hat die Armen und Gescheiterten der Welt sogar eingeladen, unser Sozialsystem zu genießen (Sozialimmigration), was die Unterschicht immer mehr als eigene Ausbeutung für fremde Kostgänger begreift, aber nicht öffentlich äußern darf.

Das letzte Geschenk der Globalisierung ist die Corona-Pandemie. Goethe meinte noch, dass es uns nichts angehe, „wenn in fern Türkei Völker aufeinanderschlagen“; wenn aber in Wuhan im Labor oder auf dem Markt ein neues Virus durchbricht, geht dies in einer Welt, in welcher täglich Millionen reisende Touristen und Asylanten unterwegs sind, in wenigen Tagen um die Welt, lassen sich eben auch Krankheiten nicht mehr lokal begrenzen. Neu war allerdings, dass auch Demokratien, welche Souveränität und Selbstverantwortung der einzelnen Menschen behaupten, sofort dem Beispiel der chinesischen Diktatur gefolgt sind, die Menschen einzusperren und die Wirtschaft zu stoppen. Mögliche Selbstverantwortungs-Vorsichtsmaßnahmen der Bürger und Unternehmen wurden – sogar ohne Rechtsgrundlage – von global einheitlichem Staatshandeln überrollt, supranationale statt nationale Lösungen (Masken, Impfstoff) zu unverantwortlichen Preisen von unfähigen Funktionären zentral gesteuert und unter Führung einer selbst ernannten Weltelite mit Propaganda für die „eine Welt“ klar gemacht, dass die Pandemiebekämpfung nur die Ouvertüre künftigen Weltregierens sei.
Seit der Jahrtausendwende sind die global US-gesteuerten Grünen Vorkämpfer für weltweiten Feminismus, Black Lives Matter, Massenmigration sowie Sprach- oder Denklenkung der Menschen, in den von ihnen beherrschten Medien und deren politischer Propaganda. Wenn die Führung der Grünen „mit Deutschland nichts mehr anfangen“ kann, nationales Denken „Nazitum“ sein soll, das Christentum bekämpft wird, „weil der Islam zu Deutschland gehört“ und nach amerikanischem Vorbild in Rundfunkanstalten (NDR) vorgeschrieben wird, dass 17,5 Prozent Farbige in Fernsehbeiträgen zu präsentieren seien und 65 Prozent der Führungspositionen in den Filmen von Frauen dargestellt werden müssten, zeigt dies, wie stark die US-Globalisierer die Welt und ihre Kolonien mental beherrschen.

Bis zum kommenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems und Dollarimperiums wird die Globalisierung noch unsere Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und unser Denken global und antinational prägen und den Globalisten die großen Vorteile, allen Globalisierungsverlierern aber Unfreiheit, Ausbeutung, Freiheitsverlust und Verarmung bringen.

Während die grünen Idealisten die Natur global retten wollen, hat der Autor selbst als Waldbesitzer die Folgen der Globalisierung zu tragen, indem der 1979 aus Ostasien nach Europa eingeschleppte Ulmensplintkäfer alle Ulmen vernichtet hat, in gleicher Weise seit 2000 das ebenfalls eingeschleppte Rosskastanien-Bakterium unsere Kastanienbäume befällt und vernichtet, indem ebenfalls zur Jahrtausendwende der Eschenpilz aus Asien eingeschleppt worden ist und die meisten Eschen in Deutschland vernichtet, 2006 sogar aus Kanada eine Rußrindenkrankheit mit größter Gefahr auch für Menschen unsere Ahornbestände vernichtet und indem durch grüne Ideologie „sich selbst überlassene Wälder“ Millionen Eichensplintkäfer, Eichenprozessionsspinner, Borkenkäfer usw. gezüchtet wurden, die inzwischen flächendeckend unsere Wälder befallen und vernichten.

Auch unsere Nahrungsmittelproduktion wurde globalisiert und monopolisiert. Mit viel Geld von Monsanto u.a. haben korrupte Politiker und Patentbeamte gentechnisch veränderte Organismen patentfähig erklärt. Sechs Global Player besitzen 90 Prozent aller zugelassenen transgenen Pflanzen, halten hierauf die Patente und kassieren Jahr für Jahr globale Patentgebühren von allen Bauern in der Welt dafür. „Mit der auf diese Weise entstandenen Monopolisierung unserer Nahrungsressourcen ist ein globales monopolistisches Machtinstrumentarium entstanden“, das die Nahrungsmittelversorgung des größten Teils der Welt unter Kontrolle und in Ausbeutung hält.

Mit der weiterentwickelten „Terminator-Saat“ wird die Lebensdauer der Gensaat nur auf eine Ernte beschränkt, müssen also die Bauern der Welt nicht mehr nur jährlich Lizenzgebühren, sondern teure Kaufpreise für die Neusaat bezahlen.

Das gleiche Spiel haben Monsanto und Co. auch mit den Spritzmitteln betrieben, wie z. B. das Glyphosat, welches auf die von Monopolisten gelieferten Monopol-Saat abgestimmt ist, alles andere abtötet. Wer also Monopolsaat benutzt, muss auch Monopolspritzmittel kaufen. So werden die nationalen Landwirte in doppelter Abhängigkeit von den internationalen Konzernen gehalten, wird Selbstverwaltung und nationale Souveränität durch die globalen Konzerne ausmanövriert.

Die Mittelstandsforschung weist schon seit 2005 darauf hin, dass Globalisierung für die internationalen Banken, Konzerne und Reichen der große Vorteil ist, für den stationär gebundenen Mittelstand dagegen vielfältige Schäden gebracht hat. Die internationale Presse hat dies bisher nach Kräften geleugnet und bestritten, z. B., dass die Massenimmigration millionenfache Invasion in unsere Sozialsysteme sei und für die seit 2015 entstandene Wohnungsnot, für die wachsende Kriminalität und für die Veränderung unserer Kultur verantwortlich sei. Erst als das aus Wuhan in die ganze Welt verbreitete Virus als globale Gefahr erkannt wurde, wurden Grenzen geschlossen, Wohlstandsgesetze erlassen und riesige Milliardensummen an Pleiteländer und Pleitekonzerne verschenkt, aber nur Darlehen mit hohen unbürokratischen Auflagen dem Mittelstand angeboten, so dass nicht die Globalisten zugrunde gehen, sondern Millionen von nur lokal operierenden Mittelstandsunternehmern mit ihren Firmen und Mitarbeitern.

Bisher steht somit fest, dass die Globalisierung der große Vorteil für die internationalen Konzerne, Banken und Organisationen ist, aber überwiegend Nachteil für den Selbständigen, den angestellten Mittelstand und die Unterschicht. Ob die Globalisierung insgesamt zum Verhängnis unseres Wohlstands wird, dürfte der aus der Welt-Schuldenspirale sich entwickelnde größte Weltwirtschaftscrash in Kürze zeigen.