Griechische Polizei verhaftet Menschenschmuggler – darunter Mitglieder einer „humanitären“ NGO

Sie gebärden sich als Menschenfreunde und Retter der Entrechteten: die angeblich humanitären NGO´s. Nun hat die griechische Polizei auf Lesbos ein Schleusernetzwerk aufgedeckt. Darunter NGO-Mitarbeiter, die Menschenschmuggler aktiv bei ihrer „Arbeit“ unterstützen.

Die griechische Polizei hat auf der Insel Lesbos ein Schleusernetzwerk aufgedeckt, dessen Ziel es ist, Menschen aus der Türkei illegal nach Griechenland zu schmuggeln. Die Gruppe besteht laut dem Magazin ReactNieuws aus bis zu einem Dutzend Nicht-Griechen. Darunter befinden sich einige Mitglieder einer der sogenannten „humanitären“ NGOs, die das Mittelmeer abfahren um illegale Migranten nach Europa zu verbringen. Die Rolle der Mitarbeiter der NGO bestand darin, die Schmuggler bei ihrer „Arbeit“ zu unterstützen. Daran beteiligt sollen laut Medienbericht vier Personen gewesen sein: ein Norweger, ein Amerikaner und zwei Briten.

Insgesamt sollen es sich um 2.500 Migranten handeln, die von betreffender Gruppierung nach Griechenland geschmuggelt wurden. Wie das Magazin „Unser Mitteleuropa“ berichtet, zeigen sich die Griechen besonders empört, da die NGOs und ihre Mitarbeiter so tun, als würden sie den Migranten aus humanitären Gründen helfen. Die Polizei von Lesbos erklärte, dass diese Schmuggeloperationen seit Juni 2020 andauern und die NGO-Mitarbeiter „die organisierten illegalen Schmuggelnetzwerke von Migranten erheblich unterstützt haben“.

Der Fall liegt nun nach monatelangen Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft. Die Anklage lautet auf Unterstützung der illegalen Einreise von Ausländern in griechisches Hoheitsgebiet, Spionage, Behinderung von Ermittlungen und eine Reihe weiterer Gesetzesverstöße. (SB)