Masken, Impfungen und Schnelltests für Menschen, die alles verloren haben: Wie gestört tickt eigentlich Karl Lauterbach?

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

Dass Karl Lauterbach vom „Corona-Vollpfosten“ zum „Klima-Vollpfosten“ umgeswitcht ist und damit lediglich das Thema gewechselt hat, mit dem er als Allzweck-Katastrophen-Experte die Öffentlichkeit malträtiert, fiel in letzter Zeit schon des Öfteren auf. Die Hochwasserkatastrophe gibt ihm nun jedoch die willkommene Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden: Als unerbittlicher Regelpapst und Maßnahmen-Zuchthauswärter sorgt sich Lauterbach mit Tweets und öffentlichen Erklärungen vor allem um Impfungen, Masken und Tests im Krisengebiet.

Dabei vergisst er selbstverständlich nicht, die Krise selbst wiederum der menschgemachten Klimaveränderung in die Schuhe zu schieben. Für ihn also eine Win-Win-Situation: Kann er den Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die besitz- und heimatlos wurden und ihre Angehörigen verloren haben, praktischerweise in einem Atemzug vorschreiben, auf was es in ihrer beschissenen Situation jetzt angeblich als Erstes ankommt – nämlich „Masken“ und „Impfungen“ -, und gegen wen sie ihren Zorn vor allem richten sollen: Nicht gegen Bundes- und Landesregierungen, die sie zuerst buchstäblich im Regen stehen ließen, jetzt mit lächerlichen Hilfsgeldern abspeisen und die Schuld am Unglück dem „Klimawandel“ zuweisen, um ihre grüne Agenda zu promoten. Sondern natürlich gegen „Rechte“ und „Querdenker“:

(Screenshot:Twitter)

Was die Opfer vor Ort brauchen, wissen sie selbst am besten, dazu brauchen sie keine abgedrehte, überspannte Pandemie-Panikquasselstrippe wie Lauterbach, den wirklich keiner mehr sehen und hören kann. Und wenn etwas benötigt wird, dann sind es Geld, Hilfsgüter, Materialien, handwerkliche Dienstleistung – und keine „Impfungen, Tests, Masken“. Die Menschen haben völlig andere Probleme als die Phantombeschwerden, die Lauterbach und die Corona-Klima-Kamarilla beschwören.

Wer hier nämlich wirklich und als einziges politischen Profit aus der Katastrophe schlägt und „wirre Ideologien“ bemüht, sind die Katastrophen-Tagestouristen aus den Staatskanzleien, aus Berlin, von Propagandamedien und aus der Aktivistenszene, denen ein solches Desaster wie gerufen kam. Auch Lauterbach sieht vermutlich diesen traurigen Anlass als Geschenk des Himmels, um sich wieder mal als großer „Kümmerer“ (ein in diesen Tagen politisch unbequemen Rettern und Helfern angeheftetes Attribut, das auf Lauterbach weit besser passt) aufzuspielen. Kaum auszudenken, was passiert, wenn dieser wirre Spalter tatsächlich Gesundheitsminister werden sollte oder anderweitig in der nächsten Bundesregierung mitmischt. Die Gemeingefährlichkeit der gegenwärtigen Gesundheitspolitik würde sich um Größenordnungen potenzieren. (DM)