„System fadenscheinig und dumm“ – Helge Schneider bricht Konzert ab

Helge Schneider (Bild: shutterstock.com/Von 360b)
Helge Schneider (Bild: shutterstock.com/Von 360b)

Augsburg – Helge Schneider brach am Freitagabend unvermittelt sein Konzert in Augsburg ab. Mutmaßlich ertrug er die Corona-Maskenträger nicht. Das System dort erklärte er für „dumm“.

Helge Schneider brach nach 45 Minuten das Konzert in Augsburg  ab. Scheinbar – so die Augsburger Allgemeine – passte ihm nicht, dass immer wieder Menschen mit Masken an der Bühne vorbeiliefen, um etwa auf die Toilette zu gehen. Das System sei fadenscheinig und dumm, so Schneider. Er bemängelte den fehlenden Kontakt zu seinem Publikum in den Strandkörben und verließ schließlich die Bühne. Die Organisatoren versuchten daraufhin vergeblich Schneider dazu zu bewegen, das Konzert fortzusetzen.

Während einige Facebook-Kommentatoren den Abbruch als unprofessionell bewerten, halten andere die frühzeitige Beendigung für einen Systemboykott:
„Wir Musiker müssen uns nicht alles gefallen lassen. Es haben leider zu viele nicht verstanden, dass auch/vor allem das Musizieren einen entsprechenden Rahmen braucht. Wir sind Gefühlsmenschen. Für Nichtmusiker/-fühlende übersetzt: Stellt Euch einfach vor, Ihr müsstet Euren Darm/Blase entleeren. Würdet Ihr dies tatsächlich immer und überall können?! Oder braucht es dazu gewisse Örtlichkeiten, in denen es z.B. besonders privat ist oder besonders sauber?

Anderer Gesichtspunkt: Hat ein Publikum etwas davon, wenn es einem Künstler auf der Bühne schlecht geht?! Wir bezahlen doch für ein gutes Miteinander und den Flow. Wenn der auf Grund örtlicher Gegebenheiten nicht herzustellen ist, ist es eben so.

Klar tun mir die Besucher leid. Aber Veranstalter werden es nicht lernen, wenn Musiker zu allem Ja und Amen sagen.

Hut ab für einen großen, mutigen Künstler!“ (SB)