Nena wird zur Beute der linksradikalen Corona-Jünger

Nena im letzten Sommer (Foto:Imago/FutureImago)

Der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbröselt, ganz wie geplant, in immer rasanterem Tempo. Ohne jeden Respekt, ohne irgendeinen Rest von Toleranz selbst gegenüber Ikonen der deutschen Musikgeschichte werden von den Corona-Bilderstürmern und selbsternannten Roten Garden des Impfterrors sogar prominente Künstler, lebende Legenden und Helden unserer Kindheit in den Dreck getreten, sobald sie vom „Volonté Generale“ abweichen. Aktuellstes Opfer: Nena.

Nachdem es für zwei Tage so aussah, als habe ausgerechnet Helge Schneider couragiert die Stimme gegen Masken-Fetischisten und Coronazis bei seinem Augsburger Konzert erhoben und deshalb sogar seinen Auftritt unterbrochen, stellte Schneider gestern in peinlicher Beflissenheit klar, dass er mit „Querdenkern“ selbstverständlich nichts gemein habe und sich sein Konzertabbruch nur auf aus seiner Sicht „störende“ Gastronomiebedienstete bezog, die es wagten, den Gästen während seiner Darbietung die zuvor bestellten Getränke zu servieren. Ansonsten stünde er hinter den Corona-Maßnahmen. Diese Art von Anpassung ist in Deutschland heute vermutlich unverzichtbar, um wieder im „kontrollierten Rahmen“ dazugehören zu dürfen.

Eine, die hingegen keinen Hehl aus ihrer unbedingten Freiheitsliebe macht, die die geistige und materielle Unabhängigkeit besitzt, sich eine eigene Meinung leisten zu können und die vor allem auch die Beargwöhnungen der „Zeugen Coronas“ nicht schreckt, ist die 80er-Rockröhre Nena. Seit sie bei ihrem Konzert am Samstag eine Tirade gegen das Hygienekonzept des Veranstalters fuhr und von der Bühne klare Ansagen machte („Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. I don’t fucking care. Ich hab die Schnauze voll davon“)“, ist Nena für linke Impf-Freaks und Corona-Blockwarte zur Zielscheibe geworden.

Vor allem ihr Ausspruch „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern die Frage ist, was wir mit uns machen lassen“ macht sie für die auf Linie gezogenen journalistischen Politkommissare des Corona-Regimes zur Zielscheibe. „n-tv“ attackierte die „vermeintliche Freiheitskämpferin„, die gegen die Corona-Maßnahmen „hetzt„, und ätzte, Nena stelle sich damit gegen andere Künstler, denen es – was wohl erstrebenswert sein soll – gelungen sei, auch unter Corona-Bedingungen „…unvergessliche Live-Erlebnisse zu erschaffen„, so etwa DJ Felix Jaehn, Mia oder Pietro Lombardi. Und mehr noch: „Dass die 61-Jährige keine Freundin der Corona-Maßnahmen ist und geistig zumindest in der Nähe der selbsternannten Querdenker herumdümpelt, ist nicht neu. Das demonstrierte sie bereits im März, als sie eine Kundgebung, an der nachweislich auch Rechtsextreme teilnahmen und bei der es zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten und Journalisten kam, mit den Worten ‚Danke Kassel‘ bejubelte.

Generalverdacht der Kontaktschuld

Wieder die widerliche Kontaktschuldverleumdungs-Masche: Da war der und der vor Ort, also sind alle unter Generalverdacht. Wenn ein Neonazi auf dem Senderparkplatz von n-tv parkt, ist -n-tv dann eigentlich ein Nazi-Sender? Jedenfalls ist es ein waschechter Coronazi-Sender, was unter anderem diesem entlarvenden Satz über Nena zu entnehmen ist: „Dass sie nun ihr Privileg, trotz Pandemie auftreten zu können, mit Füßen tritt. Und damit die ganze Veranstaltungsbranche.

Auch auf Twitter echauffieren sich spätberufene bzw. -geborene Hobbydenunzianten und Corona-Blockwarte über Nena – und reden gnadenlos über dieses grandiose bundesdeutsche Kulturgeschichte, als sei sie eine spinnerte, verrückte Esoterik-Oma, die nicht ernstzunehmen sei und gemeingefährliche Thesen vertritt. Dass es nicht um das Virus geht, sondern um Spaltung und Aufwiegelung, wird schon dadurch deutlich, dass dieselben Heuchler bei den gravierenden Corona-Verstößen zum zeitgleichen Christopher Street Day, so wie auch bei „Black Lives Matter“ oder „Fridays for Future“, die Klappe hielten.

Genau durch diesen segregierenden Terror, diese Stigmatisierung wird der gesellschaftliche Zusammenhalt immer weiter ramponiert. Schwer zu glauben, dass es sich dabei nicht um eine gezielte Agenda handelt. (DM)