Politische Konkursverschleppung: Der Selbstbehauptungs-Terror der Gefühlsdiktator:innen

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ursula von der Leyen und Angela Merkel; Bild: IMAGO / Xinhua

In der Bundesrepublik werden von der Regierung keine rationalen Entscheidungen mehr gefällt. Eine steile These? – Mitnichten. Diese Behauptung ist gut zu belegen und auch gut zu erklären. Es gilt allerdings eine Einschränkung. Wenn es um den Machterhalt geht, sind die Gefühligen knallharte Realisten. Kommentar zu einem hervoragenden Artikel von Manfred von Mannteufel bei „Achgut“.

von Max Erdinger

Jeden Satz möchte man unterstreichen, den Manfred von Mannteufel (Pseudonym) in seiner Analyse der „verweiblichten Republik“ niedergeschrieben hat. Ein gewichtiger Aspekt käme jedoch hinzu: Die Zwangsläufigkeit des Gesinnungsterrors, mit welchem das Verweilen im Reich der abgehobenen Gefühligkeit erzwungen werden muß. Die Gefühligen haben inzwischen eine bald stratosphärische Flughöhe erreicht. Ein Absturz wäre auf jeden Fall tödlich. Die totalitären Maßnahmen zur Stabilisierung des gefühlvollen Illusionsfluges sind durchaus rationaler Natur.

Was geht noch?

Wenn man durch den Blätterwald wandert oder sich die Öffentlich-Rechtlichen antut, wundert man sich immer mehr darüber, daß überall so getan wird, als gäbe es noch alle Optionen, das Richtige zu tun, was auch immer das wäre. Es wird so getan, als dürften tatsächlich alle Möglichkeiten noch wie eh und je in Betracht gezogen werden. Dabei ist es so: Die Fehler sind derartig haarstäubend, so gigantisch, daß jede sinnvolle Korrektur zwangsläufig das ganze Ausmaß des vergangenen Versagens herausplärren würde. Das hätte persönliche Konsequenzen für die Versager:innen – und keine angenehmen. Genau deswegen wird es keine sinnvollen Korrekturen mehr geben, egal, worum es geht. Migration, Bildung, Steuern, Corona und Klima wären die fünf korrekturbedürftigsten. Das alles überspannende Problem ist feministischer Natur und hat sich zu einer regelrechten Identitätsmanie entwickelt. Es kann nicht mehr wahr sein, was nicht wahr sein darf: Geschlecht ist kein qualifizierendes Kriterium, genau so wenig wie Herkunft und Aussehen.

Jedoch sind viele „Entscheidungsträger:innen“ zu welchen geworden, weil sie „das richtige Geschlecht“ haben. Das „richtige Geschlecht“ hat jedoch ein paar Eigenheiten, die nicht so ohne weiteres wegzudiskutieren sind. Fairness und die Bereitschaft zur persönlichen Verantwortungsübernahme sind bei Frauen vielleicht nicht im Einzelfall dürftig ausgebildet, tendenziell aber schon. Jedenfalls wäre es fahrlässig, bei der Suche nach den Ursachen des allgemeinen Niedergangs die Weiblichkeit, respektive deren Ermächtigung in öffentlichen Angelegenheiten, außer acht zu lassen. Es ist unwahrscheinlich, daß der Zustand Deutschlands nichts damit zu tun haben könnte, daß es sich nicht nur bei Frau Merkel eben um Frauen handelt, die in den vergangenen drei Dekaden zunehmend zu Entscheidungsträgern geworden sind.

Daß sie zu welchen werden konnten, ist auch dem Umstand geschuldet, daß vorherige Mißstände bei der Regelung öffentlicher Angelegenheiten gern mit den Eigenheiten des bis dahin vorherrschenden Geschlechts begründet wurden. Allein deswegen kann niemand etwas dagegen haben, unter denselben Prämissen dasselbe nun auch mit Frauen zu machen. Erfahrungswerte liegen inzwischen reichlich vor. Gibt es typisch weibliche Fehler? Wenn es typisch männliche gibt, dann wird das wohl so sein. Nur: Im Gegensatz zu „typisch männlichen“ Fehlern, dürfen „typisch weibliche“ nicht thematisiert werden. Was die Angelegenheit nicht einfacher macht, ist, daß es im Dunstkreis der weiblichen Macht immer weniger Männer gibt, die noch nicht zu Männchen degeneriert wären, um auch weiterhin an den Futtertrögen mitfressen zu dürfen. Und die wiederum wären die letzten, die sich gern als Männchen bezeichnen lassen würden, egal, wie sehr sie welche wären. Es geht also tatsächlich nicht um die Weiblichkeit als solche, sondern um die Feminisierung der gesamten Gesellschaft. Eine Begleiterscheinung dieser Feminisierung ist die Überhöhung des Gefühls, mithin also eine Erhöhung der Relevanz des Subjektivistischen. Das ist inwischen völlig grotesk, um nicht zu sagen „geisteskrank“.

Cui bono?

Was für die längste Zeit der Menschheitsgeschichte wahr gewesen ist, hat sich bis heute nicht geändert. Männer werden vornehmlich als die Ressourcenschaffer und Beschaffer begriffen. Sind die Ressourcen vorhanden, von denen sich leben läßt, wird die Gesinnung billig. So billig wird sie, daß sich die Verbraucher der Ressourcen noch nicht einmal Gedanken darüber machen, ob sie eventuell von einer Substanz leben, die sie selbst nicht wieder auffüllen – und daß deshalb zwangsläufig einmal „Ende Gelände“ sein muß. Dabei geht es nicht nur um materielle Ressourcen, sondern auch um kulturelle.

Es gibt hier ein Video des „World Economic Forum“ (WEF), das für eine Korrektur der Geschichtsbücher eintritt. Moniert wird in diesem Video, daß Frauen in den Geschichtsbüchern krass unterrepräsentiert seien. 75 Prozent aller Personen, auf die in diesen Büchern Bezug genommen wird, seien Männer. Mich wundert, daß es nicht noch viel mehr sind. Das ist aber nicht der Punkt. Dieses Video ist lediglich ein weiteres Indiz, das meine seit längerem gehegte Vermutung bestätigt, bei der Ermächtigung des Weiblichen in öffentlichen Angelegenheiten könnte es sich gar nicht um eine Ermächtigung handeln, sondern um eine Instrumentalisierung des Weiblichen. Was, wenn alle diese Frauen, angefangen bei Frau Merkel über Frau v.d. Leyen und hunderte anderer, von den wirklich Mächtigen dieser Welt gar nicht aus Gründen der „Geschlechtergerechtigkeit“ protegiert werden würden? Was, wenn sie nicht deswegen ständig Honig ums Maul geschmiert bekämen, weil das „irgendwie gerecht“ wäre, sondern weil es der Entmächtigung jener Männer dient, die den tatsächlich mächtigen Männern die Stirn bieten würden? Was, wenn die Ermächtigung des Weiblichen bei der Regelung öffentlicher Angelegenheiten der Sicherung einer „männlichen Agenda“ dient? Die globalen Strippenzieher wie Schwab, Soros, Gates, Bloomberg etc. sind allesamt männlich – und sie könnten allesamt erkannt haben, wie nützlich es wäre, „den anderen Männern“, ihren potentiellen Widersachern also, ein paar „gehorsame Mädchen“ vor die Nase zu setzen, die ganz gern persönlich von der ihnen verliehenen Macht profitieren.

Selbst Helmut Kohl, keiner der wirklichen Weltmächtigen, soll zur Wendezeit von Merkel als von „mein Mädchen“ geredet haben. Die Unterschätzung dieser Frau spiegelt förmlich die Arroganz desjenigen, der glaubte, sie würde sich auch in Zukunft auf die Rolle des „Meinmädchens“ beschränken. Ganz im Gegenteil: Mit Bezug auf Kohl wurde „Seinmädchen“ zur „Vatermörderin“. „Meinmädchen“ ist Merkel zwar in gewisser Weise geblieben, aber eben das „Meinmädchen“ noch viel mächtigerer Herren, als Kohl selbst je einer gewesen ist. Das reicht ja auch, damit ein „Meinmädchen“ das Bild der Macht verkörpert. Ein Bundeskanzler ist mächtig. Aber er ist eben nur relativ mächtig. Merkel hat durchaus ihre Chefs, allesamt nie gewählt. Der Unterschied ist aber: Sie fügt sich diesen Chefs, was bei einem Helmut Schmidt oder einem Franz Josef Strauß niemals vorgekommen wäre. Ein Traumtänzer, wer unterstellt, Merkel ließe sich nicht über den Tisch ziehen von Geschlechtsrealisten, die genau wissen, was sie ihr erzählen müssen, damit sie zustimmt. Xi Jinping ist garantiert clever genug, um zu wissen, wie Frau Merkel „tickt“. Glaubt jemand, Barack Obama habe bei seinen Überlegungen außen vor gelassen, daß er es in Gestalt der deutschen Bundeskanzlerin eben mit einer Frau zu tun hatte, und was er ihr deswegen erzählen muß, und nicht, weil sie Bundeskanzlerin gewesen ist? Ist es etwa nicht so, daß auch mächtige Frauen sich darauf verlassen, Männer würden letztlich alles wieder in Ordnung bringen, was sie selbst verbockt hätten? Wenn Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist: Wer würde denn trotz aller Frauenermächtigung in den Krieg ziehen müssen, wenn es diesen Frauen nicht gelingt, politisch einen zu verhindern – und sei es ein Bürgerkrieg?

Politik und Frauenpolitik

Frauenpolitik muß man nicht unbedingt nur als Politik für Frauen begreifen, sondern man darf sie durchaus auch als Politik von Frauen verstehen. Es war nun einmal Frau Merkel, die im wesentlichen unser Land in Grund und Boden „regiert“ hat. Und das ist die Frage: Hat sie wirklich regiert? Formal sicherlich, aber der eigentlichen Bedeutung des Wortes nach? Hat sich irgendetwas gebessert dadurch, daß nun endlich einmal eine Frau Bundeskanzler geworden war? Sind die Zeitungsartikel klüger geworden dadurch, daß es so viele Frauen wie nie vorher sind, die welche schreiben? Hat sich der gesellschaftliche Frieden dadurch sichern lassen, daß immer mehr Frauen in wichtige Positionen gehievt worden waren? Ist irgendetwas von der Ermächtigung des Weiblichen in öffentlichen Angelegenheiten besser geworden? Und wenn nicht: Welche Schlüsse müssten daraus gezogen werden?

Man stelle sich vor, die Differenz in der statistischen Lebenserwartung von Männern und Frauen sei während der vergangenen hundert Jahre um gut das Fünffache zugunsten von Männern gestiegen. Was wäre dann los in diesem Land mit seinem Hang zu soziologischen Erklärungsmustern? Wären es etwa nicht Männer, die alle Hebel in Bewegung setzen würden, um Frauen auf das Niveau ihrer eigenen Lebenserwartung zu hieven? Wären es nicht Männer, die über alle Maßen besorgt wären wegen einer solchen Entwicklung? – Doch. Tatsächlich ist es aber so, daß die Frauen im Vergleich zu den Männern langlebiger sind als je zuvor. Ist das ein Thema für die mächtigen Frauen? – Mitnichten. Gäbe es ein besseres Indiz dafür, was Politik von Frauen tatsächlich ist, nämlich Frauenpolitik von Frauen, die es schlicht und einfach nicht gewohnt sind, sich den Kopf für das Ganze zu zerbrechen, und die lieber nach wie vor die Verantwortung auch für ihr eigenes Tun bei den Männern abladen? Was die Differenz bei der Lebenserwartung angeht: Genau die Frauen, die behaupten, es läge allein an den Männern, so zu leben, daß ihre Lebenserwartung sich der weiblichen angleicht, wären zugleich auch diejenigen, die sich über die Folgen einer eigenen, männlichen Neujustierung zur Erreichung dieses Ziels am lautesten mokieren würden. Was wäre denn, wenn Männer entlang der Einsicht, daß Stress lebensverkürzend wirkt, sich dem Stress rigoros entziehen würden? Was wäre denn, wenn sich Männer den Luxus erlauben würden, die Länge ihres eigenen Lebens jedem anderen Kriterium für ihr Tun überzuordnen?

These: Natürliche Nichteignung

Man muß dringend unterscheiden zwischen Frauen und Feministen. Der Alleinvertretungsanspruch für alle Frauen, den sich Feministen peu a peu erschlichen haben, ist nichts als eine impertinente Anmaßung. Biologisch betrachtet ist es nämlich sehr sinnvoll, daß Frauen als das gebärende Geschlecht zuerst an sich und die Sicherung ihrer materiellen Grundlagen denken. Weswegen man ihnen ihren Hang zum materialistischen Denken auch nicht vorwerfen sollte. Berücksichtigen muß man ihn aber. Es ist biologisch betrachtet ebenfalls sinnvoll, daß auch Männer zuerst an die Sicherung der materiellen Grundlagen denken, die Frauen brauchen, um unbesorgt biologische Frauen sein zu können. Materie ist das, was das Neugeborene am dringendsten braucht, damit es sich physisch entwickelt. Materie ist schließlich die erste Voraussetzung für die Entstehung von Geist überhaupt. Der Geist und die Psyche werden erst wichtig, wenn die elementaren Voraussetzungen erfüllt gewesen sind. Es ist sinnvoll für Frauen, dabei die Unterstützung des anderen Geschlechts zu suchen und zu finden. Es stimmt schon, daß die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen der Fortpflanzung wegen existiert und daß die Erhaltung der Art den Frauen, rein biologisch betrachtet, mehr abverlangt als den Männern. Die Biologie verliert aber nichts von ihrer Bedeutung dadurch, daß Soziologen gegen diese Bedeutung putschen, um sich selbst der Biologie überzuordnen. Auch die Feministin ist ihrer Natur nach Frau – und somit ein anderer Mensch als der Mann. Das kann auch sie nicht ändern. Leben ist nichts Gedachtes, sondern etwas sehr Tatsächliches. Biologie ist die Lehre vom Leben, die Soziologie eher die Lehre von einem herbeigedachten Leben im Kollektiv. Das Leben läßt sich nicht beliebig herbeidenken, soziologische Utopien vom Zusammenleben aber jederzeit. Es ist eine Verstiegenheit allerersten Ranges, von Männern zu verlangen, sie sollten „mütterlicher“ werden, „gefühlvoller“, weniger aggressiv und weniger kriegerisch. Davon geht der Krieg nicht weg. Aber der Krieger verschwindet, der den Krieg auch für die Frauen gewinnen könnte. Sie selbst könnten das nämlich nicht. Daß sie es eventuell doch könnten, ist nichts weiter als die unbewiesene Behauptung feministischer Maulaffen, reine Spekulation.

Man stelle sich vor, wie das heute schon aussähe, würde nicht nur hie und da ein einzelner Messerstecher durch die Innenstädte laufen, sondern eine ganze Horde von vielleicht hundert islamistischen Fanatikern, die sich zu einem kollektiven Mordzug verabredet hätten, allesamt „psychisch gestört“. Nichts hätten deutsche Männer in der Fußgängerzone einer solchen Bande entgegenzusetzen, schon deswegen nicht, weil sie selbst unbewaffnet wären – und weil sie in dieser Konstellation diejenigen wären, die an das Gewaltmonopol des Staates selbst dann noch glauben, wenn es de facto von den Tätern mißachtet wird und die Toten hernach zu Hunderten herumliegen. Die feminisierte Gesellschaft ist im wahrsten Sinn des Wortes eine entklötete. In Tschechien ist man da weiter. Dort wurde die Bewaffnung der Bürger jüngst ausdrücklich in der Verfassung verankert. Das staatliche Gewaltmonopol ist nämlich auch nichts weiter, als hübsch ausgedacht. De facto schafft es nur eine Menge Wehrloser, aber es schafft die Gewalt nicht ab. Und es verhindert eine Gegengewalt gegen die Staatsgewalt auch dann, wenn die Staatsgewalt völlig pervertiert. Daß das Frauen eher weniger besorgt, ist nur zu natürlich. Sie kämpfen nicht. Sie lassen sich verteidigen. Und recht gefühlig vom hochmoralischen Roß herunterreden können sie jederzeit. Der Realität wird das alles nicht gerecht.

Männliche Privilegien

Die männlichen Privilegien, die in den vergangenen Dekaden systematisch geschleift worden sind, waren keine ungerechtfertigten Privilegien. Im Grunde genommen waren sie nie Privilegien, sondern Kompensationen dafür, daß Männer sich in den Dienst von Frauen und Kindern haben stellen lassen. Ein einzelner Mann käme mit sehr wenig Materie durchs Leben, ohne daß er das Gefühl hätte, ihm fehle etwas wesentliches. Das Prinzip ist im Märchen vom Fischer und seiner Frau sehr gut erklärt – und nicht nur dort. Erst durch die Ermächtigung des Staates hin zum allumfassenden Sozialstaat konnten sich Frauen auch für einen anderen Unterstützer entscheiden. Sie sind heute vom Wohlwollen des Staates nicht weniger abhängig als früher vom Wohlwollen der Männer. Weibliche Unabhängigkeit ist eine fixe Idee, die überhaupt erst durch den starken Staat denkbar wurde. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Mit der Schleifung männlicher „Privilegien“ haben Feministen letztlich allen Frauen ins Knie geschossen. Geht dem Sozialstaat das Geld aus, fällt auch das feministische Gequatsche, weil dann wieder der Mann derjenige sein wird, bei dem „Frau“ Unterstützung und Schutz suchen wird. Das Urvertrauen zwischen den Geschlechtern ist aber auf unabsehbare Zeit zerstört. Der Zug dürfte also für die meisten Frauen abgefahren sein. Es wären dann Feministen gewesen, die auf schmerzliche Weise jedes „Vorurteil“ bestätigt hätten, das sie eigentlich aus der Welt haben wollten. Was sagen „wir“ dann – und dann auch völlig zu Recht? – Die armen Frauen.

Der gesellschaftliche Infantilismus

Die Entfernung der Väter aus den Familien führte dazu, daß sich die Beziehung des Kleinkindes zur Mutter bis ins Erwachsenenalter verlängert. Wo kein Vater, da auch keine Sozialisierung im Rahmen väterlicher Kriterien von Fairness, Verantwortungsübernahme, Leistungsbereitschaft (für andere) und intellektueller Großzügigkeit. Wo kein Vater, da kein Erwachsenwerden. Das ganze Leben wird zu einem einzigen Streben nach materieller Sicherheit. Der Nannystaat wird so fast zu einer Zwangsläufigkeit. So gesehen ist „der Feminismus“ (es gibt „der Feminismus“ wegen der unterschiedlichen Strömungen innerhalb des Feminismus so nicht) das Grundübel, das alle weiteren Übel im Detail verursacht. Selbstbewußte Frauen brauchen keine ideologischen Bevormunder, sondern Männer, die sie so nehmen wie sie sind. Der Antifeminist hätte das geringste Problem damit. Es sind Feministen, die mit der Weiblichkeit auf Kriegsfuß stehen. Und da wenigstens die Hälfte aller Menschen, mit denen Männer in ihrem Leben zu tun haben, Frauen sind, braucht auch der Mann niemanden, der ihm erklärt, was Frauen sind – und daß er es vorher nicht gewußt habe. Deshalb fängt die Kur für die ganze Misere, in der unser Land steckt, erst einmal damit an, das dämliche Gleichheitsgequatsche der Feministen – und folglich auch das der Identitätspolitiker – auf dem Müllhaufen der jüngeren Geschichte zu entsorgen.

Ungarn ist auf einem hervoragenden Weg – und auch in Russland sind die Frauen nicht unglücklicher als hierzulande, von russischen Feministinnen abgesehen, die es natürlich auch dort gibt, gottlob aber mit weit weniger Einfluß. Es ist schon bezeichnend, daß es ausgerechnet die ehemals kommunistischen Staaten sind, in denen sich Widerstand gegen die Genderideologie regt. Dort erkennt man den östrogenal verkleideten Marxisten, egal, wie sehr er sich mit seiner Verkleidung Mühe gibt. Feminismus ist Spaltung, Antifeminismus könnte die Heilung der Spaltung sein. Das Gewinsel der degenerierten Männchen, das widerliche Herangeschleime heutiger, verunsicherter Punzenfiffis und Beischlafbettler an die Frau, ist völlig würdelos. So gesehen waren Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach die ersten minnesängerischen Winsler. Heute wären sie Männchen bei den Grünen. Braucht kein Mensch.