Von wegen „Weltgesundheit“: Big Pharma lässt Afrikaner keine eigenen Impfstoffe produzieren

Intensivstation in Afrika (Foto:Imago/Xinhua)

So und nicht anders hätte man es erwartet: Dass es den Big-Pharma-Profiteuren, die dank der politisch hausgemachten Weltenkrise Corona und der globalen Impfkampagne Jahrtausendgewinne einfahren, kein Jota um Gesundheit und Lebensrettung geht, sondern ausschließlich um kommerziellen Erfolg und lukrative Patente – dies beweist ihre Reaktion auf erste konkrete Bestrebungen afrikanischer Bio-Unternehmen, eigene Impfstoffe zu entwickeln. Dabei sollte genau das eigentlich möglich sein.

Denn bereits im Oktober 2020 wurde auf Initiative der Welthandelsorganisation WTO und der UN-Gesundheitsbehörde WHO nach Möglichkeiten gesucht, wie sich die entwicklungsschwachen Länder bei den Impfstoffen von Importen und Quotenzuteilungen der Großhersteller unabhängig machen könnten. So sollten etwa einkommenschwächere Schwellenländer wie Indien oder Südafrika in die Lage versetzt werden, Coronavirus-Impfstoffe herzustellen, „ohne befürchten zu müssen, Patente zu verletzen„, wie „Politico“ schreibt.

Doch daraus wurde nichts: Zuerst blockierte nämlich die EU den Vorschlag – durch bürokratische Hürden und Export-Erschwernisse für die auf EU-Gebiet hergestellten Präparate der von ihr maßgeblich mitgeförderten Hersteller. Deshalb wurde ein Ausweg gesucht – und scheinbar in der von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron massiv unterstützten Lösung gefunden, durch die WHO einen mRNA-Tech-Transfer-Hub einrichten zu lassen, der es verschiedenen Unternehmen in den jeweiligen Entwicklungsländern selbst erlaube, ihr „Wissen über die Herstellung von Impfstoffen von Anfang bis Ende zu teilen„, so Politico.

Nun aber wird den beiden Pionier-Partnerfirmen für den ersten Hub, die südafrikanischen Startups „Afrigen Biologics and Vaccines“ und „Biovac“ – ausgerechnet von den so großzügigen, „hilfsbereiten“ Big-Pharma-Hauptimpfstoffherstellern die Tür vor der Nase zugeschlagen. Weder Moderna noch Pfizer zeigen nämlich ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Einrichtung – und verweigern zu ihrer Haltung jede öffentliche Stellungnahme. Ohne ihr Wissen und ihr mRNA-Knowhow jedoch ist der Plan, Impfstoffe für afrikanische oder asiatische Staaten vor Ort, im eigenen Land zu produzieren, zum Scheitern verdammt. Die betreffenden Völker bleiben weiterhin von den Monopolhaltern der westlichen Hersteller abhängig. Soviel zum Thema „Weltgesundheit“.

Abhängig von westlichen Industriemonopolen

Eigentlich sollt der Hub, gemäß den von der WHO festgelegten Bedingungen, einen Technologietransfer auf zwei verschiedene Arten ermöglichen: Entweder, indem Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen das „geistige Eigentum“ an den mRNA-Patenten für die betreffenden Vakzine frei übertragen wird, oder indem nicht-exklusive Lizenzen für die Herstellung, den Export und den Vertrieb existierender Covid-Impfstoffe in diesen Ländern zu Ausnahmekonditionen erteilt werden. Nun passiert wohl keines von beiden; die Patente scheinen den Impfherstellern wichtiger zu sein als die – nach ihrer Logik durch die Impfungen ja beabsichtigte – „Rettung von Menschenleben„.

Ob es sich beim Abblocken der Impfhersteller um kapitalistische Alleingänge handelt oder diese in Wahrheit mit der WHO abgestimmt sind, ist dabei unklar – denn Letztere treibt durchaus ein dubioses Spiel im Zusammenhang mit Patenten für Impfungen und genbasierten Anwendungen. So hat die WHO selbst gerade erst am 12. Juli 2021 – auf ihrer Website für jeden einsehbar – Empfehlungen zur genetischen Manipulation des Menschen publiziert – und zwar „zur Förderung der öffentlichen Gesundheit“ – und damit all jene kritischen Stimmen bestätigt, die davor warnen, dass die Corona-Impfungen in Wahrheit nichts anderes bedeutend als den Einstieg in die genetische Manipulation des Menschen.

Auch diese „Verschwörungstheorie“ erweist sich nun als Wahrheit. Und vor dem Hintergrund dieses entlarvten Agendasettings ist es eher unwahrscheinlich, dass die WHO und ihre interessierten pharmalobbyistischen Hintermänner freiwillig und großmütig auf Profite verzichten, damit Afrikaner oder Inder gleichberechtigten Zugang zu Arznei- und Impfstoffen erhalten. Obwohl sich ein Mangel an Impfstoffen für sie am Ende noch als Segen erweisen könnte – wenn sich deren etwaige fatale Spätfolgen offenbaren… (DM)