Zu wenig Schwule und Lesben: Es drohen Querdenken-Demoverbote am 1. August

Demoverbot wird durchgesetzt (Symbolbild: shutterstock.com/D.Punkt)
Demoverbot wird durchgesetzt (Symbolbild: shutterstock.com/D.Punkt)

Während am vergangenen Wochenende mehr als 65.000 Menschen mit links-grüner politischer Rückendeckung dicht an dicht – ohne auf irgendwelche Corona-Maßnahmen achtend – durch Berlins Straßen tanzten und hopsten, wurden im Vorfeld der anstehenden Querdenken-Demonstrationen am kommenden Wochenende bereits zwei Kundgebungen durch die Berliner Behörden untersagt. Grund: Absehbare Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Die Organisatoren ziehen vor Gericht.

Die Berliner Versammlungsbehörde hat zwei „Querdenken“-Veranstaltungen am 31. Juli und 1. August bereits verboten. Das teilte ein Sprecher der Berliner Polizei bereits am Mittwoch mit. „Unter Berücksichtigung und nach Bewertung der objektiven Sachlage haben wir bisher zwei Versammlungen, eine am 31. Juli und eine am 1. August 2021, verboten.“ Selbst auf Nachfrage wollte die Polizei nicht mitteilen, welche Demos unter der immer gleichen, undemokratischen Begründung verboten wurden.

Die Organisatoren von der Initiative „Querdenken 711“ hatten dafür 22.500 Teilnehmer angemeldet, wie deren Sprecher, Michael Ballweg, am Mittwoch noch vor Bekanntwerden des Verbots sagte. Die Stuttgarter Initiative hat zu der Veranstaltung unter dem Motto „Das Jahr der Freiheit und des Friedens – Das Leben nach der Pandemie“ aufgerufen.

„Chaotisch, unübersichtlich, gefährlich“. So die Zuschreibung dessen, was sich am vergangenen Samstag unter der „Regenbogenflagge“ auf Berlins Straßen abspielte. Mehr als 65.000 „bunte“ Menschen konnten mit tatkräftiger Unterstützung und links-grüner politischer Rückendeckung ohne irgendwelche der Corona-Schutzmaßnahmen beachtend, sich auf dem Christopher Street Day austoben. Nur für die offiziellen Pressefotos wurden Masken aufgesetzt. Berlins Bürgermeister und Kultursenator, der Sozialist Klaus Lederer (Linke) eröffnete, mitten in der „Pandemiezeit“ die Schwule-Lesben-und-wie-man-sich-sonst-noch-fühlt-Parade. Dass bei der Genehmigung von Aufzügen und Demonstrationen mit zweierlei Maß gemessen wird, das kritisierte Nena medienwirksam am vergangen Samstag: „Gestern war Christopher Street Day, und es war völlig okay, dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren. Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. Ich habe die Schnauze voll davon.“

Querdenken 711 rät auf ihrer Internetseite dazu, bereits am 30.07. oder 31.07.2021 zu den Demonstrationen in Berlin anzureisen. Bei einem Versammlungsverbot plant die Gruppierung am 31.07.2021 einen Spontanaufzug „Gegen das willkürliche Verbot von Versammlungen – für Grundgesetz Artikel 8“. Informiert wird über den  Telegram-Kanal https://t.me/querdenken_711. (SB)